„Securitys“ fürs Pflegeheim gesucht

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Die Johanniter Seniorenpflege am Seltenbach in Essingen.
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Corona wegen müssen die Eingänge der Seniorenwohnheime überprüft werden. Die Johanniter wollen ihr Personal entlasten und suchen daher ehrenamtliche Helferinnen und Helfer. Wie ist die Stimmung in den Pflegeheimen?

Essingen. Das Johanniter-Leitungsteam ist in einer Zwickmühle: Einerseits will es Angehörigen ermöglichen, ihre Verwandten im Seniorenheim (fast) uneingeschränkt zu besuchen; andererseits will es die Mitarbeitenden entlasten. Denn durch das neue Infektionsschutzgesetz muss jeder, der in eines der Johanniter Seniorenhäuser in Essingen, Heubach, Mögglingen oder Böbingen will, kontrolliert werden. Damit sich das Pflegepersonal nicht den ganzen Tag an der Einlasskontrolle aufhalten muss, hat das Johanniter-Team Zutrittszeiten festgelegt. „Gerne möchten wir die Zutrittszeiten erweitern“, sagt Caterina Prel, Assistenz der Einrichtungsleitung. Deswegen werden für die vier Seniorenheime ehrenamtliche Helferinnen und Helfer gesucht - „Securitys“ für die Häuser in gewisser Weise.

Prel betont: "Auch ohne zusätzliche Hilfe können Angehörige ihre Verwandten besuchen, jedoch nur zu beschränken Zutrittszeiten, die die Dauer der Besuche nicht einschränken."

Was sind die Aufgaben der Ehrenamtlichen? „Zu den Aufgaben gehört es zu prüfen, ob die Besucher die richtige Maske aufgesetzt haben (FFP2), ob die Hände desinfiziert wurden, der Nachweis eines negativen, maximal 24 Stunden alten Schnelltests erbracht werden kann und ob unsere Eigenerklärung korrekt ausgefüllt wurde“, erklärt Prel. Die Zugangskontrollen müssten täglich durchgeführt werden. Die Arbeitszeiten könnten individuell abgestimmt werden. Es sei wichtig, dass die Ehrenamtlichen Verantwortungsbewusstsein, Empathie und Genauigkeit mitbringen.

Warum ist es wichtig, dass sich Menschen für den Kontrolldienst melden? Dem Team sei es wichtig, den Angehörigen die Besuche ihrer Liebsten jederzeit zu ermöglichen. Aber: „Wir wollen für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Entlastung schaffen, damit die Versorgung für unsere Bewohnerinnen und Bewohner auch weiterhin gewährleistet ist.“ Denn außer der Durchführung von Coronatests, die für Besuchende angeboten werden, erschwere die Zugangskontrolle die Arbeit. „Es gibt ständig Unterbrechungen und diese kosten sehr viel Zeit.“

  • Die Stimmung in den Johanniter-Pflegehäusern
  • Die Pandemie verlangt von Personal und Bewohnerinnen und Bewohnern einiges. Wie ist die Stimmung in den Johanniter-Pflegehäusern? Die Belastungen für die Pflegekräfte hätten sich durch die zusätzlichen Aufgaben verstärkt. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssten sich ständig auf neue Regelungen und verändernde Corona-Verordnungen einstellen. „Das macht es schwierig, Routine für die zusätzlichen Aufgaben einkehren zu lassen. Zudem ist der bürokratische Aufwand extrem gestiegen“, sagt Prel. Auch für Angehörige sei dies frustrierend, da wieder strengere Regeln gelten - auch geimpfte Gäste müssten einen maximal 24 Stunden alten negativen Schnelltest vorweisen. „Nichtsdestotrotz ist die Stimmung in unseren Häusern gut! Wir arbeiten in allen Bereichen eng zusammen, unterstützen uns gegenseitig und lachen miteinander“, betont sie.
  • Die Pflegekräfte seien nach wie vor tagtäglich bemüht, sowohl die Bewohnerinnen und Bewohner gut zu versorgen, als auch die Corona-Regelungen einzuhalten. "Das ist nicht immer einfach, aber durch das Arbeiten im Team und miteinander, auch bereichsübergreifend, meistern wir auch diese Situation", sagt Prel.
  • Wer helfen will, kann sich melden bei Caterina Prel, Tel.: (07173) 9278016 oder E-Mail caterina.prel@jose.johanniter.de

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