Spende ermöglicht 600 neue Bäume

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Siad Roos (links) und Fabian Kluge , Azubis der Firma Wolf, pflanzen gemeinsam einen Eichensetzling.

Heubacher Firma bezahlt Setzlinge für eine Wiederaufforstung auf dem Hofgut Hohenroden und hilft bei der Pflanzung mit. Am Samstag wurde kräftig angepackt.

Essingen-Hohenroden

Wiederaufforstung einmal anders: Die Wolf GmbH Bad & Heizung hat 600 Baumsetzlinge gekauft und auf einem durch Käferbefall quasi zerstörten Waldstück beim Gut Hohenroden gesetzt. Zehn Auszubildende der Firma haben zusammen mit der Geschäftsführung und weiteren Führungskräften am Samstag die Setzlinge auf der rund 3000 großen Fläche gepflanzt.

Im vergangenen Jahr mussten alle dort stehenden Bäume, zumeist Fichten, gefällt werden, sie waren vom Borkenkäfer massiv befallen und es drohte weiterer Schaden in den angrenzenden Flächen. „Der Befall der Fichten war massiv und uns blieb nichts anderes, als alle Bäume hier zu fällen“, erzählt Philipp von Woellwarth, Besitzer des Hofgut Hohenroden und der angrenzenden Wälder.

Im Herbst wurde dann auch der restliche Bewuchs auf der Fläche niedergemacht, so dass eine große Lücke im Wald entstanden war.

Etwas für die Klimabilanz tun

„Wir wollten etwas für unsere Klimabilanz tun, wollten für das CO2, das wir mit unserem Betrieb, beziehungsweise den Produkten im Jahr erzeugen, einen Ausgleich schaffen“, sagt Marius Wolf, Juniorchef der Firma Wolf GmbH Bad & Heizung aus Heubach. „Die Menge des CO2 entspricht etwa 450 Bäumen, so dass wir uns entschlossen, diese Bäume zu pflanzen.“

Zudem werde der ökologische Grundgedanke in der Branche aufgrund des Klimawandels immer wichtiger.

Über den Revierförster Jörg Hirsch kam der Kontakt zu Philipp von Woellwarth zustande. „Diese Fläche ist auch wegen ihrer Lage Richtung Norden ideal, um diese Setzlinge hier zu pflanzen“, sagt Hirsch. „Unsere Azubis waren sofort dabei, sie bekommen hiermit ein gutes Beispiel für nachhaltiges, ökologisches Handeln“, ergänzt Kurt Wolf, Seniorchef der Firma.

Das bestätigen Lea und Michael, beide 17: „Es ist wichtig, nachhaltig zu arbeiten, denn der Klimawandel beeinflusst unsere Zukunft. Der Wald ist wichtig, um das CO2 abzubauen und den Temperaturanstieg zu verlangsamen.“

Also traf man sich am vergangenen Samstag um 9.30 Uhr am Hofgut und startete mit der Pflanzung von 400 Eichen und 200 Hainbuchen. „Mit diesen Sorten beginnen wir den Umbau dieses Stück Waldes auf Bäume, die mit dem Klimawandel leben können“, sagt Förster Hirsch, der die Pflanzaktion anleitet. Die Fichten werden diesen Wandel nicht überstehen, ebenso die bisher üblichen Buchenarten, ergänzt er. „Deshalb müssen wir aktiv pflanzen in den kommenden Jahren“, erklärt er. „Was immense Kosten für die Waldbesitzer bedeutet.“ Einen Hektar Wald neu zu bepflanzen, koste üblicherweise 20 000 bis 25 000 Euro. „Uns kosten die Setzlinge etwa 1200 bis 1300 Euro und unsere Arbeitskraft an der frischen Luft“, sagt Marius Wolf.

Im Herbst wird die Fläche umzäunt, um sie vor Wildverbiss zu schützen, und in den kommenden Jahren, in denen die Bäumchen nur wenig wachsen, wird die umliegende Vegetation immer wieder abgemäht, um den Bäumen Luft zu verschaffen, wie Hirsch sagt. So entsteht ein Wald, der sich zunehmend verändernden Bedingungen anpassen kann.

Revierförster Jörg Hirsch (links),freut sich über die Spende und Pflanzaktion der Firma Wolf, vertreten durch die Geschäftsführer Marius und Kurt Wolf, und Timo Zimmermann (Ausbilder). Im Hintergrund sind 10 Azubis der Firma tätig.

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