Startschuss für Umgestaltung des Schönbrunnenstadions gefallen

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Die Marketing- und Dienstleistungsgesellschaft des Württembergischen Landessportbundes (WLSB) erstellt ein Konzept zur Gestaltung des Schönbrunnenstadions in Essingen.
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Ein neues Konzept für das Schönbrunnenstadion soll her: Die Verwaltung beauftragt den WLSB, das Areal fit für die Zukunft zu machen. V

Essingen. Der Entschluss steht fest: Das Schönbrunnenstadion in Essingen wird neu gestaltet. Das beschlossen die Gemeinderätinnen und -räte einstimmig in der Sitzung am Donnerstagabend.

„Die Neukonzeption beschäftigt die Bürger und den Gemeinderat seit vielen Jahren“, sagte der stellvertretende Bürgermeister Helmut Borst, der die Sitzung leitete – Bürgermeister Wolfgang Hofer konnte nicht teilnehmen, da er Corona hat.
Eine Sanierung des Areals ist laut Sitzungsvorlage in den kommenden Jahren nötig. Das Stadion sei in die Jahre gekommen und das Wasser laufe nicht mehr ab, sagte Borst. Rund zwei Millionen Euro müssten laut Vorlage mittelfristig in Sanierung und Umbau investiert werden, auch die Sportvereine müssten einen Teil übernehmen. Zudem will sich die Verwaltung für Fördergelder bewerben.

Die beiden großen Essinger Sportvereine, LAC und TSV, hätten bereits einige Wünsche für die Neugestaltung geäußert, etwa eine Kalthalle, eine Wurfanlage, Flutlicht und, und, und, so Borst weiter.

Auch Lauterburg dabei

Die Marketing- und Dienstleistungsgesellschaft des Württembergischen Landessportbundes soll nun den tatsächlichen Bedarf prüfen und ein Konzept für das Schönbrunnenstadion, das Areal drumherum und das sanierungsbedürftige Kunstrasenfeld in Lauterburg erarbeiten. Kosten laut Vorlage: 18 000 Euro.

Die Grundphilosophie der Planung ist demnach die Beteiligung von Nutzerinnen und Nutzern, Vereinen und Expertinnen und Experten. Es soll auch in Zukunft frei zugängliche Bereiche geben, die von allen genutzt werden können, wie aus der Vorlage hervor geht.

18 000 Euro sind zwar viel Geld, das Gutachten ist aber nötig, wie Stefanie Endig (Freie Wählervereinigung), sagte. „Durch das Gutachten können wir Fehler vermeiden und Zuschüsse bekommen.“ Wichtig sei ihr, dass Organisationen außerhalb der Vereine in die Planung eingebunden werden. Dem stimmten Simone Funk (SPD) und Dr. Dieter Bolten (CDU/Freie Bürger) zu und betonten, dass es auf dem Areal weiterhin Bereiche für die Allgemeinheit geben muss.

Jürgen Richter (CDU/Freie Bürger) sieht das anders. „Wenn die Anlagen für alle geöffnet werden, sehen sie nach ein paar Jahren furchtbar aus“, sagte er.

Nun gehe es zunächst um die Planung, betonte Helmut Borst. „Wichtig ist der Startschuss, dann folgen die Details, etwa wie man die Bürger einbindet.“

Neue Bushäuschen: Die Bushaltestellen in Essingen werden barrierefrei umgebaut. Die Häuschen am Feuerwehrhaus, beim Rewe und in der Bäckergasse werden daher ersetzt. 250 000 Euro kostet der Umbau laut Vorlage; die Wartehäuschen etwa 95 000 Euro. Das Vorhaben wird demnach mit 40 bis 50 Prozent der Kosten bezuschusst. Das Häuschen am Feuerwehrhaus soll laut Borst in den Sommerferien installiert werden.

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