Sturmtief "Antonia": ausgefallene Ampel und Stau auf der B29

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Der Sturm hat am Montagmorgen eine Ampel im Baustellenbereich B29 bei Essingen beschädigt.
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Im Moment kann die Fahrbahn im Bereich Essingen nur einspurig benutzt werden. Es staut sich in beide Richtungen. Das Regierungspräsidium arbeitet an einer Lösung.

Essingen

Wer auf der Bundesstraße 29 zwischen Essingen und Aalen unterwegs ist, braucht aktuell vor allem eines: Geduld. Durch das Sturmtief „Antonia“ wurde am Montag die Ampelanlage zwischen der B 29 und der Abfahrt nach Forst, dem Knotenpunkt B 29/L 1080/L 1165, zerstört. „Dabei ist der Ampelmast gebrochen und die Verkabelung wurde beschädigt“, sagte Andrea Panitz, Sprecherin des Regierungspräsidiums Stuttgart (RP), auf SchwäPo-Anfrage. Der Verkehr könne seither in diesem Bereich nur einspurig in Richtung Stuttgart oder Aalen fließen, das führe zu erhöhtem Stauaufkommen. 

Provisorium regelt Verkehr

„In Absprache mit der Polizeidirektion Aalen und unserer Verkehrssicherungsfirma wurde ein Provisorium eingerichtet, das die bisher bestehenden Fahrbeziehungen aufrechterhält, jedoch nicht die ursprüngliche Leistungsfähigkeit erreichen kann“, so Andrea Panitz. 

Die Ersatzteile für die Ampel seien bestellt. „Nach heutiger Aussage der Verkehrssicherungsfirma sollte der bisherige Zustand der Ampelanlage am Donnerstag, 24. Februar, bis zum Feierabendverkehr wiederhergestellt sein“, sagte die Sprecherin. 

Da es für den Schwerlastverkehr sowie für Berufspendlerinnen und -pendler keine geeignete Umfahrungsstrecke, weder regional noch überregional, gebe, wolle das RP versuchen, die Ampelanlage schnellstmöglich wieder in Betrieb nehmen zu können, betonte Andrea Panitz.  „Das Regierungspräsidium bittet alle Verkehrsteilnehmenden um Verständnis für die Beeinträchtigungen während der Bauzeit“, sagte die Sprecherin.

  • Aus zwei Fahrstreifen werden vier
  • Seit 13. Oktober 2020 wird der Streckenabschnitt zwischen Essingen und Aalen ausgebaut. Der Beginn der Baustrecke liegt auf Höhe der Gärtnerei „Welzel“ und schließt dort an die Ortsumfahrung Mögglingen an. Das Ende der Baustrecke liegt im Bereich Einmündung Daimlerstraße. Dort wird die fertiggestellte Straße an die Westumgehung Aalen angeschlossen.
  • 20 000 bis 30 000 Fahrzeuge nutzen die Strecke laut Erhebungen des RP täglich. 
  • Das Projekt beinhaltet den Ausbau der B 29 von zwei auf vier Fahrstreifen auf einer Länge von rund 3,5 Kilometern. Die Anschlussstelle Essingen wird umgebaut. Dort entstehen zwei Brücken – die Landesstraße von Essingen in Richtung Forst wird dann über die neue Bundesstraße führen. Zwischen „Welzel“ und der Westumgehung werden in den kommenden Jahren insgesamt sechs neue Brücke gebaut. 
  • Die Gesamtkosten betragen rund 47,5 Millionen Euro. Die Kosten werden vom Bund getragen. Die Bauzeit für das Projekt, das in zwei Bauabschnitte eingeteilt ist, beträgt vier Jahre. 

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