Unesco Geopark – Parkschule ist dabei

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Die Parkschule in Essingen ist Geoparkschule des Unesco Global Geoparks Schwäbische Alb.
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Die Parkschule in Essingen ist Geoparkschule des Unesco Global Geoparks Schwäbische Alb. Was diese Auszeichnung bedeutet.

Essingen

"Wir wollen Geoparkschule werden": Das beschloss die Schulgemeinschaft der Parkschule vor einem Jahr. Am Dienstagmorgen überbrachte Landrat Dr. Joachim Bläse die frohe Kunde: „Eure Bewerbung wurde angenommen und ich habe die Plakette dabei.“ Jetzt liege es an den Schülerinnen und Schülern und den Lehrkräften, sich für nachhaltige Entwicklung einzusetzen und das Thema zu leben, betonte Bläse, der stellvertretender Vorsitzender des Unesco Geoparks Schwäbische Alb ist.

Klimaabkommen, Agenda 2030

Nachhaltige Projekte in der Region entwickeln, die ein Bewusstsein für die Erde erzeugen – dies ist Zweck der Auszeichnung. Die Geoparks sind etwa dem Pariser Klimaabkommen (Ziel: Erderwärmung möglichst auf 1,5 Grad begrenzen) und der Agenda 2030 (17 Nachhaltigkeitsziele zu den Themen Mensch, Planet, Wohlstand, Frieden und Partnerschaft) verpflichtet.

Es sei wichtig, dass sich bereits junge Menschen dafür interessieren, wo sie unterwegs sind, sagte Bläse. „Ihr gebt ein klares Bekenntnis dafür ab, dass ihr unsere wunderbare Landschaft erhalten wollt“, freute sich der Landrat. Was die Region einzigartig macht, erklärte Bürgermeister Wolfgang Hofer: „Im Wental oder bei den Weiherwiesen gibt es Besonderheiten, die nur auf der Schwäbischen Alb vorkommen. In Lauterburg ist die Europäische Wasserscheide.“ All das sei vor Millionen Jahren entstanden. „Das müssen wir bewahren und schätzen“, betonte er.

Bis 2025 erhalte die Parkschule die Auszeichnung, sagte Dr. Sandra Teuber, Geschäftsführerin des Geoparks Schwäbische Alb. Dann werde überprüft, ob die Schule weiterhin die Ziele verfolgt. Sieben Geoparkschulen gebe es auf der Schwäbischen Alb, drei davon seien im Ostalbkreis, bilanzierte sie. „Ihr habt nun die große Chance, andere Schulen, die sich am Projekt beteiligen, kennenzulernen“, sagte Bläse.

Rektor Dr. Bernd Kinzl freute sich über die Auszeichnung. „Es ist wichtig, dass wir die Themen Umwelt, Nachhaltigkeit und Verbundenheit mit der Heimat in der Schule behandeln.“

Aktuell haben die Schülerinnen und Schüler Projekttage. Das Thema? Nachhaltigkeit natürlich! „Wir entwickeln ein Müllkonzept für die Schule, erkunden die Rems von Essingen bis nach Schwäbisch Gmünd oder erneuern den Barfußpfad und wecken so ein Feingefühl für die Landschaft“, sagte Jochen Haag, der sich gemeinsam mit Kollegin Kerstin Herzog um das Thema Geopark an der Parkschule kümmert.

 Mehr zum Thema finden Sie im Internet unter www.geopark-alb.de

Welterbe und Geopark

Unesco Geopark: Damit zeichnet die Unesco herausragende Landschaften aus, die eine weltweit einzigartige Erdgeschichte haben. 177 Geoparks gibt's weltweit, acht in Deutschland. Davon sind zwei – die Schwäbische Alb und das Nördlinger Ries – in der Region.

Unesco Welterbe: Welterbestätten sind Zeugnisse vergangener Kulturen, künstlerische Meisterwerke oder einzigartige Landschaften. 1154 Unseco-Welterbestätten gibt's in 167 Ländern weltweit. 51 Welterbestätten sind in Deutschland zu finden – im Ostalbkreis ist das der Limes.

Die Unesco: Das ist eine Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft, Kultur und Kommunikation.

Diese drei Schulen im Ostalbkreis können sich Unesco Geopark Schule nennen: Parkschule Essingen, Friedrich-von-Keller-Schule Abtsgmünd und Schubart-Gymnasium Aalen.

Der Unesco Global Geopark Schwäbische Alb umfasst die zehn Alb-Landkreise und erstreckt sich mit seinen rund 6200 Quadratkilometern über die gesamte Schwäbische Alb. Aufgabe des Geoparks Schwäbische Alb ist, die geologische Bedeutung der Alb im öffentlichen Bewusstsein zu verankern, Menschen für Erdgeschichte zu begeistern und das Erbe sowie den Lebensraum zu erhalten.

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