Unteres Dorf verändert sein Gesicht

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Der Gemeinderat informiert sich über die geplante Sanierung des unteren Dorfes. Bürgermeister Wolfgang Hofer (helles Hemd) und Planer Joachim Zorn (links, mit Plänen) erläutern die Planungen.

Infrastruktur Die Straße „Unteres Dorf“ soll bis 2023 saniert werden. Die Gemeinderätinnen und -räte haben sich bei einem Treffen vor Ort einen Überblick über die anstehenden Bauarbeiten verschafft.

Essingen

Die Gemeinde wird bis zum Jahr 2023 die Straße „Unteres Dorf“ grundlegend sanieren und umbauen. Am Wochenende traf sich der Gemeinderat zu einer Vor-Ort-Begehung, bei der Bürgermeister Wolfgang Hofer und Joachim Zorn vom Büro Stadtlandingenieure die Planungen vorstellten.

„Die Straße hat eine Sanierung absolut nötig, zumal sie bisher sehr unstrukturiert ist und für alle Nutzer schwierig zu befahren und zu begehen ist“, sagte Bürgermeister Hofer im Hof der ehemaligen Gärtnerei Stegmaier. In den vergangenen Jahren habe der Autoverkehr dort zugenommen. Aber auch der Radverkehr sei im Zuge eines ausgewiesenen Durchgangradwegs angestiegen – was während des Termins zu sehen war. Auch gebe es bisher keinen durchgängigen Gehweg, und es werde „relativ wild“ von den Anwohnern am Fahrbahnrand und auf öffentlichen Flächen geparkt, weil keine ausgewiesenen Parkplätze vorhanden seien, sagte Hofer.

Im Zuge der Bauarbeiten könnte man den Breitbandausbau und die Erneuerung der Straßenbeleuchtung vorantreiben, Stromleitungen werden komplett in die Erde verlegt, Wasser- und Telefonanschlüsse zu den Häusern erneuert, die bisherigen Kanäle in der Fahrbahn seien noch in Ordnung. Bis 2023 erhalte man für die Maßnahmen zudem hohe Zuschüsse. Einen Kostenrahmen für die Maßnahmen werde das Planungsbüro zeitnah erstellen, so der Bürgermeister.

Gehweg und Brücke?

Am Standort kam Hofer auch gleich auf das nächstliegende Problem zu sprechen: Da das Gebäude der Gärtnerei Stegmaier direkt an der Straße liegt und auf deren anderer Seite die Rems fließt, gibt's dort keinen Platz für einen Gehweg. Joachim Zorn sah hier die einzige Möglichkeit, den geplanten Geh- und Radweg über die vorhandenen Brücken in diesem Bereich auf die andere Seite der Rems zu führen. Was man aber laut Hofer noch mit den Anwohnerinnen und Anwohnern abklären müsse.

Weniger Parkflächen

Zorn sagte, die Fahrbahn solle insgesamt 5,50 Meter breit werden, was Begegnungsverkehr von einem Bus oder Lastwagen und einem Auto zulasse, mehr gehe nicht. Dazu sei ein durchgängiger Gehweg von mindestens 1,80 Meter Breite vorgesehen, der dorfauswärts auf der rechten Seite laufen solle. „Teilweise werden dafür bisher genutzte Parkflächen der Anwohner wegfallen, weil die Straße näher an die Häuser rückt“, ergänzte Hofer. An zwei Stellen sei Zukauf von Privatgrund zur Fahrbahnverbreiterung nötig, was aber schon besprochen sei. Die Rätinnen und Räte sprachen sich für eine niederschwellige Abgrenzung des Gehwegs aus, um das Überfahren für Fahrzeuge und Radfahrer möglich zu machen. Das Ausweisen eines extra Radwegs sei aus Platzgründen nicht möglich, wie Zorn weiter sagte.

Beim Neubau der Straße werden die bisherigen Höhenunterschiede der Fahrbahn weitgehend ausgeglichen, was eine Anhebung von zehn bis 30 Zentimetern nötig macht, die komplette Straße bleibt 30-er-Zone. „Mit der Sanierung wird auch dieser Teil des Dorfes deutlich ansehnlicher“, sagte Hofer.

Die Straße hat eine Sanierung absolut nötig.“

Wolfgang Hofer, Bürgermeister

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