Was Essinger sich für Essingen wünschen

+
Bürgerstiftung Essingen
  • schließen

Bürgerstiftung stellt Ergebnisse der Kaminabende vor. Auf dem Wunschzettel unter anderem: Haus der Begegnung.

Essingen. Eine prima  Idee. Bürgernah, kreativ und generationsübergreifend. Was die Bürgerstiftung auf den Weg gebracht hat, ist beispielhaft und hat Mehrwert. Vorstandsvorsitzender Ralf Schiehle begrüßte die zahlreichen Bürger und dankte den Vorstandsmitgliedern Dr. Christof Morawitz und Dr. Rainer Lächele für die Durchführung der Kaminabende zu den Themen: „Wie geht es Ihnen in Essingen“, Was ist Ihnen wichtig“, Was fehlt Ihnen“, „Was würden Sie verändern“ und „Was darf in Essingen nie passieren?“

  Gerade jetzt, in einer Zeitenwende mit vielen Umbrüchen, gehe es um Gefühle, Bedürfnisse, Wohlergehen und Interessen, erklärte Dr. Christof Morawitz bei der Vorstellung der Ergebnisse. Die Bürgerstiftung sei sehr angetan, dass sich auch viele junge Menschen beteiligt und ihr Interesse bekundet hätten. Generell sei die Verbundenheit mit dem Ort bekundet worden, man stelle sich dort seine Zukunft vor und Essingen sei zu einer liebgewonnen Heimat geworden.

Die Bewahrung des dörflichen Charakters, die Wahrung der Eigenständigkeit, der Erhalt der guten Infrastruktur und eine „energetisch sich selbst versorgende Gemeinde“ sind artikuliert worden. Man schätzt die Nahversorgung, das soziale Miteinander, die kulturellen Angebote und „die gute Durchmischung der Bevölkerung“.

„Was fehlt Ihnen“, ein weiteres Thema. Genannt wurden: Mehr Offenheit gegenüber Zugezogenen, Ausbau der Busverbindungen am Abend, ein eigener Bahnhof und Car-Sharing, Freiräume und Bänke, ein Konzept für die Jugend, günstiger Wohnraum und Lärmschutzwände. Nie passieren dürfe die Schließung von Wirtschaften, Betonwüsten durch Bebauung von Grünflächen, noch mehr Autoaufkommen und Straßenbau, nie eine Eingemeindung  und: „Essingen darf nicht zum Wohn- und Schlafort werden.“  Die Kernaussage der Präsentation: „In Essingen fühle ich mich wohl, Essingen ist Heimat.“

Die Bürgerstiftung belässt es nicht bei den Kaminabenden, sie plant weitere Handlungsfelder für mehr Bürgernähe, Zusammenhalt und ein Miteinander für Feste und Veranstaltungen. Dr. Christof Morawitz lud die Verwaltung zum Mitmachen ein. „Die Bürger wünschen sich ein Haus der Begegnung“, sagte er. Man könne da an einem Strang ziehen. Ins Auge fasse man einen „Vereinsmarkt zum Schnuppern“, man wolle die Kneipp-Anlage in Lauterburg aktivieren, aber auch Jugendlichen die politische Teilhabe ermöglichen und  einen „Treffpunkt für Einsame“ realisieren. Der Vorsitzende des Stiftungsrats, Dr. Rainer Gräter, sagt: „Ein toller Wurf, weiter so für Essingen.“⋌Lothar Schell

Zurück zur Übersicht: Essingen

Kommentare