Wasserverlust, Glasfaser und ein Nahwärmenetz

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Weniger Wasser ging 2020 in Essingen verloren. Leckortungsgeräte vereinfachten die Suche nach einem Rohrbruch.

Diese Themen haben die Rätinnen und Räte in Essingen besprochen.

Essingen. Rohre und ein Zuschuss standen außer der Verabschiedung der Digitalisierungsstrategie im Mittelpunkt der jüngsten Gemeinderatssitzung in der Remshalle. Übrigens: Die Rätinnen und Räte konnten sich vor der Sitzung freiwillig auf Corona testen lassen. Die Themen zusammengefasst:

Weniger Wasser ist in der Gemeinde 2020 verloren gegangen. Dies verkündete Heinz Kolb von der Landeswasserversorgung in der Sitzung. 8,6 Prozent habe der Wasserverlust 2020 betragen, 2019 etwa 12,9 Prozent. „Das ist ein Parameter, den wir mit Argusaugen verfolgen“, sagte Bürgermeister Wolfgang Hofer.

„Ohne den Einsatz der von der Gemeinde erworbenen Leckortungsgeräte, deren Bestand zu Beginn des Jahres 2020 aufgestockt wurde, wäre der Wasserverlust höher gewesen“, sagte Kolb.

Die meisten Rohrbrüche gab es laut Statistik auf Privatgrundstücken. „Diese Schadstellen können oft nur mit Schwierigkeiten geortet und mit hohem Zeitaufwand gefunden werden“, so die Vorlage. Ziel müsse sein, alle Hauseigentümerinnen und -eigentümer bei einer Straßensanierung für die Erneuerung der Wasseranschlüsse zu gewinnen, sagte Helmut Borst (FWV). Denn: „75 000 Euro im Jahr sind durch Wasserverluste weg“, bilanzierte er. Holger Franke (SPD) stellte daraufhin einen Antrag, dem Wasserverlust in der Gemeinde genauer auf den Grund zu gehen. „Wir werden das aufgreifen“, sagte Hofer.

Eine Hackschnitzelanlage und ein Nahwärmenetz entstehen in Birkenteich. Den Plänen der Familie hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung zugestimmt. Fünf vorhandene Häuser und ein Neubau sollen laut Bürgermeister Wolfgang Hofer an die Anlage angeschlossen werden.

Die Gemeinde wolle im Zuge der Bauarbeiten Breitbandleerrohre für die Glasfaserversorgung und Wasserrohre verlegen – das koste 80 000 Euro. Nach Abzug der Fördermittel müsse die Gemeinde 42 000 Euro zahlen. Die Familie muss laut Vorlage 70 000 Euro bezahlen.

Der Schützenverein Essingen erhält von der Gemeinde einen rückzahlungspflichtigen Zuschuss in Höhe von 27 600 Euro. Die beschlossen die Rätinnen und Räte. Für 83 000 Euro muss der Verein die Schießanlage erneuern. Dafür gibt's voraussichtlich 27 600 Euro Zuschuss vom Württembergischen Landessportbund. Das Problem: Die Bewilligung des Sportbunds wird laut Vorlage erst nach zwei bis drei Jahren ausbezahlt – der Zuschuss der Gemeinde soll die Zeit überbrücken. Wenn der Verein das Geld erhält, kann er dieses zinslos zurückzahlen. Falls der Zuschuss ausbleibt, müsse der Verein die 27600 Euro in Raten zurückzahlen. maro

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