Wein und Kulinarik mitten in Essingen

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Neben der Bushaltestelle "Ritter" soll im Untergeschoss des Gebäudes der Genussraum entstehen.

Was Angelika Schönherr mit ihrem Team in einem Leerstand neben der Bushaltestelle "Ritter" plant. 80 Prozent der angebotenen Weine kommen aus Deutschland.

Essingen

Noch hängen Kabel von den Decke und Rohre ziehen sich gut sichtbar am Beton entlang. Doch bis zu Eröffnung soll es nicht mehr lange dauern, wenn es nach Angelika Schönherr und ihrem Team geht. In Essingens Zentrum plant die Unternehmerin einen Genussraum, in dem man Wein verkosten kann – doch das ist nicht alles.

Schönherr steht mit Sohn Eric und Eventmanagerin Manuela Kiener-Sauter im Rohbau und betrachtet einen Plan. Im Sommer 2020 hat sich Schönherr, die rund 15 Jahre Erfahrung in der Welt des Weins hat, für ein leer stehendes Gebäude in der Essinger Schulstraße beworben. Dank eines Hinweises von Kiener-Sauter sei sie auf das Gebäude direkt neben der Bushaltestelle "Ritter" aufmerksam geworden. "Wir haben direkt am nächsten Tag Bürgermeister Wolfgang Hofer unser Konzept präsentiert", erklärt Schönherr.

Seit dem letzten Genussraum, der im Schwäbisch Gmünder B26 zu finden war, sei man auf der Suche nach einem neuen Objekt gewesen. Es sei nicht einfach, etwas Passendes zu finden, bekennt Sohn Eric zu, doch mit Essingen sei man sich sicher: Ein Platz im Ortskern mit einer ansprechenden Umgebung, Fachwerkhäusern, einem Brunnen nebenan sowie die Nähe zu Aalen und Schwäbisch Gmünd seien ausschlaggebend gewesen. Kurzum: Das Konzept überzeugte und Hofer gab grünes Licht.

Bei uns findet der Kunde einen Platz, wo er abschalten kann.

Angelika Schönherr

Eigentlich sollte der Genussraum bereits offen sein. Alleine wegen Corona und den Bauarbeiten wurde die Eröffnung zwangsweise immer weiter nach hinten verschoben. Als neuen Termin peilt das Trio April 2021 an. Das könne sich, sollten Corona & Co. weitere Stolpersteine bereithalten, jedoch noch ändern. Trotzdem sind die drei zuversichtlich, dass es klappt.

Doch was ist geplant im neuen Genussraum, der innen 160 und außen 100 Quadratmeter misst? "Unsere Philosophie ist, dass der Kunde einen Platz hat, in dem er abschalten kann", erklärt Angelika Schönherr. Dazu gehören nicht nur ausgewählte Weine, sondern auch Essen und spezielle Events, wie das "Wine and Dine" – Speisen und Getränke verknüpft mit einem bestimmten Thema. Sechs Mitarbeiter kümmern sich um das leibliche Wohl der Gäste, von denen 40 Platz nehmen dürfen. Wenn nicht bestuhlt ist, passen 70 in den neuen Genussraum.

"Bei uns darf man alles probieren", sagt Eric Schönherr. Er ist Winzer und unter anderem für die Auswahl der Weine zuständig. 80 Prozent davon kommen aus Deutschland. "Die Deutschen Weine müssen sich nicht verstecken", betont er. Allgemein ist es den Schönherrs ein Anliegen, auf Handarbeit und Qualität zu setzen sowie auf naturbelassene Weine. Am wichtigsten ist es dem Team allerdings, dass der Kunde sich wie zuhause fühlt. "Man kommt als Fremder und geht als Freund", betont Angelika Schönherr.

Noch ist der Genussraum eine Baustelle: Eric und Angelika Schönherr sowie Manuela Kiener-Sauter (v.l.).

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