Barbarossa und seine Widersacher

+
Am Wochenende gab es auf der Burg Katzenstein eine Reise ins Mittelalter und dazu ein spannendes Turnier mit Barbarossa, der zwei Widersachern trotzen musste. Foto: glo

Zwei Tage Mittelalter auf Burg Katzenstein mit Lagerleben, Handwerkern und einem spannenden Turnier.

Neresheim-Dischingen. Düstere Wolken über Burg Katzenstein. Zum Einen, weil sich Regen breitmachen will, aber vor allem deswegen, weil König Friedrich von Hohenstaufen, bekannt als König Barbarossa, von zwei Widersachern herausgefordert wird. Es geht um Ehre, Macht und den Thron. Und dazu muss sich der spätere Kaiser auf dem Turnierplatz heftigen Prüfungen stellen.

Wer am Ende gewonnen hat und den Sieg für sich verbuchen konnte, erlebten am Wochenende die Besucher der Staufertage. Am Samstag und Sonntag gelangten die Besucher in den historischen Mauern und dem Gelände drumherum in eine Zeit, die von Händlern und Gauklern, Spielleuten und Handwerkern dominiert war. Aber natürlich auch von edlen Rittersleuten aus dem Lager der Flochberger Ritter und jungen Burgfräulein, die zwischen den Besucher flanierten.

An den Ständen schaute das Volk Handwerkern über die Schulter und rüstete sich mit allerlei Waffen aus. Beim „Bogenaer“ wurde erklärt, wie man den Bogen halten muss, damit der Pfeil ins Schwarze trifft und bei der Falknerei Kühnle hatten die Greifvögel alles genau im Blick. Gegenüber kauen zwei Kamele genüsslich am Heu und lassen sich nicht aus der Ruhe bringen. Wer sich für edles Metall interessierte, wurde beim Silberschmied fündig, der Silber auf dem Amboss streckt und unters Volk brachte.

Ein eigenes Banner, ein schönes Bild oder das Familienwappen auf Leder, Leinen oder sonstige Materialien malen - beim Maler Klingenstein und Eleonora ist man bestens beraten. Hier kaufen nicht nur Edelleute ein, hier wird auch für allerlei gewandte Gruppen oder Bürger ein eigenes Wappen entworfen und gemalt. Kettenhemden, früher ein unerlässlicher Schutz für sämtliche Auseinandersetzungen, sind bei Rupert von Ries zu sehen und Gaukler Laurino sorgt mit seinen akrobatischen Kunststücken mit seinem Diabolo für Entzücken bei Groß und Klein. Musikalisch hat Siegfried an der Drehleier und die Gruppe „Wolgemut“ die Gäste auf der Burganlage willkommen geheißen.

Und wer hat schließlich das Turnier gewonnen? Natürlich konnte Michel von Aragon, Herold des Turniers und Moderator der gesamten Veranstaltung, Barbarossa beglückwünschen. Obwohl der gegen Herzog Friedrich von Braunschweig, genannt „Der Löwe“, nach Punkten das Nachsehen hatte und erst im Zweikampf beim Tjosten, dem Lanzenturnier, den Sieg erringen konnte.

Ulrich von Dassel, ein Gefolgsmann von Heinrich dem Löwen, hatte dagegen wenig Chancen auf den Sieg. Sonst hätte auch die Geschichte neu geschrieben werden müssen. ⋌Uwe Glowienke

Zurück zur Übersicht: Härtsfeld

Kommentare