Bunte Steinschlange am Härtsfeldsee gewürdigt

+
Von links auf em Foto: Iris Mack , Petra Pachner, Matthias Schauz, Julia Urtel, Peter Welsch, Alfons Jakl, Helmut Dufek, Susanne Schienle und Kurt Wörrle.

Freude über ein inklusives Kunstprojekt des Ostalbkreises und des Landkreises Heidenheim.

Dischingen. Es braucht viele „Mitspieler“, um ein schönes Kunstwerk zu schaffen. Dies wurde am Härtsfeldsee bei der Einweihung der Steinschlange deutlich, die im Rahmen eines gemeinsamen, inklusiven Kunstprojekts der beiden Landkreise Ostwürttembergs entstand, zu der der Dischinger Bürgermeister Alfons Jakl begrüßte.

Zwei kleine Mädchen, die mit Mama und Opa Steine bunt bemalten und am Härtsfeldsee ablegten. Eine aufmerksame Spaziergängerin der Lebenshilfe, die diese Steinidee in die Kunstgruppen der Lebenshilfe Heidenheim und Aalen einbrachte und offene Ohren bei der Gemeinde Dischingen und den Landratsämtern Ostalbkreis und Heidenheim, dass diese Steinschlange verewigt werden müsse.

Ostalb-Sozialdezernentin Julia Urtel überbrachte die Grüße des Landkreises. Sie sprach von einer erfolgreichen Zusammenarbeit ohne bürokratische Hindernisse. Die Vorsitzenden der Lebenshilfe Aalen, Helmut Dufek, und der Lebenshilfe Heidenheim, Peter Welsch, wiesen darauf hin, dass in Zeiten von Corona die Möglichkeiten von Menschen mit Behinderung sehr reduziert wurden, es aber zumindest möglich war, unter Beachtung aller Corona-Regeln die Kreativität der Menschen mit Behinderung zu erhalten.

Wie es zu diesem einmaligen Kunstprojekt kam? Linda und Anika Voitl bemalten Steine und legten die ersten zu einer Schlange, Susanne Schienle von der Lebenshilfe Aalen nahm Kontakt zu den Familie Voitl und Kröher auf, das Projekt wurde erweitert, so dass Menschen mit und ohne Behinderung Steine bemalten und die Schlange auf stolze 140 Meter anwuchs.

Ein ganzes Jahr lang mähte der Senior der Familie Kröher den Platz um die Steine und setzte diese mit Hilfe des Bauunternehmens Karl Pappe aus Dischingen-Dunstelkingen in Beton, um das Kunstwerk haltbar zu machen. Die Gemeinde stellte dafür kostenlos am Härtsfeldsee eine geeignete Fläche zur Verfügung.

Den kommunalen Behindertenbeauftragten Petra Pachner, Ostalbkreis und Iris Mack, Landkreis Heidenheim konnte man bei der Einweihung die Freude und den Stolz auf die Künstler der Lebenshilfe vom Gesicht ablesen. Sie kennen die Kreativität der Menschen mit Behinderung und wissen, wie umfangreich der hinter einer solchen Aktion stehende personelle Einsatz in den jeweiligen Einrichtungen ist.

„Diese Aktion ist ein schönes Symbol für eine gelungene Inklusion. Menschen mit und ohne Behinderung können gemeinsam etwas Bemerkenswertes für die Allgemeinheit leisten“, so Pachner. „Im Fall des entstandenen Stein-Mosaiks wird ein Outdoor-Kunstwerk ein weiterer touristischer Höhepunkt am Härtsfeldsee bilden.“ Inklusion braucht Gesetze, finanzielle und rechtliche Rahmen und Kooperationen - gelebt und vorgelebt werden müsse diese Gemeinschaft jedoch im Kleinen, von Beginn an im privaten, beruflichen oder gesellschaftlichen Kontext, waren sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einig.

Sozialdezernent Matthias Schauz überbrachte den Dank des Landkreises Heidenheim und hatte kleine Geschenke für die Akteure dabei. Er erfreute sich wie alle am Gedicht, das eine der Künstlerinnen der Lebenshilfe vortrug.

Die 140 Meter lange Steinschlange, die im Wege eines gemeinsamen Inklusionsprojekts entstanden ist.

Zurück zur Übersicht: Härtsfeld

WEITERE ARTIKEL

Kommentare