Das Rezept: 100 Jahre Zusammenhalt

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Diese beiden Familien haben seit 1946 Erfolgsgeschichte geschrieben in Neresheim: Dr. Joachim Bläse (von links), Vater Francois, seine Söhne Christophe und Frédéric Reure mit IHK-Präsident Markus Maier, Bürgermeister Thomas Häfele, Vater Manfred und Sohn Dr. Alexander Starnecker. Foto: pe
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Was ein Jahrhundert Erfolgsgeschichte der Neresheimer Firmen „Weisser Spulenkörper“ und „Bruno Weisser“ prägt und ausmacht.

Neresheim.

Es war ein ganz besonderer Tag. Am Samstag haben die beiden Neresheimer Erfolgsfirmen „Bruno Weisser“ und „Weisser Spulenkörper“ zusammen mit rund 700 Mitarbeitern, ihren Familien und Gästen ihr Jubiläum gefeiert.

Denn 1922 hatte Bruno Weisser, der Urgroßvater der heutigen Geschäftsführer Christophe und Frédéric Reure, der Kunststoff verarbeitenden Firma Bruno Weisser, und des „Weisser Spulenkörper“-Geschäftsführers Dr. Alexander Starnecker, in Niederschlesien den Grundstein für eine Erfolgsgeschichte gelegt. Eine Geschichte, die von Innovationsgeist, dem Mut, zukunftsweisende Entscheidungen zu treffen, Durchhaltevermögen, Willenskraft und starkem Verantwortungsbewusstsein geprägt ist. Nach dem Krieg hatte Weisser 1946 in Neresheim mit Produkten aus Papier nochmal ganz neu angefangen. Nach dem Tod des Firmengründers 1961 übernahmen die Schwiegersöhne Paul Bantle (Weisser Presswerk) und Siegfried Heinrich (Weisser Spulenkörper). Heinrich entwickelte die Innovation des im Spulenkörper eingespritzten Drahts. Dies wurde zur Basis eines herausragenden Erfolgs, das sich auch in der Auszeichnung als Hidden Champion widerspiegelt.

Denn die Firma auf dem Härtsfeld, die jährlich 350 Millionen Teil ausliefert, spielt heute in Sachen Spulenkörper eine bedeutende Rolle im Weltmarkt. Starnecker verdeutlicht: „Kaum ein Mensch auf dieser Welt hat nicht beinahe jeden Tag irgendeinen Kontakt mit einem unserer Produkte.“ Und: „Ohne unsere Produkte stehen große Konzerne still.“

Wie die beiden Familienunternehmen auch in vierter Generation die Zukunft anpacken, zeigen die neuesten Pläne: „Im September bekommen wir die weltweit erste Auslieferung eines 3-D-Druckers für Kleinserie, im Januar dann das europaweit erste Gerät für Großserie“, berichtet Starnecker. Da wird weltweite Pionierarbeit geleistet in Neresheim.

Dabei setzt der Firmenchef auf das Knowhow seiner Mitarbeiter und das familiäre Miteinander, etwas was die Weisser-Betriebe stark prägt und auszeichnet. Vertrauensvolle Zusammenarbeit, tiefes Verantwortungsbewusstsein und Anspruch auf Technologieführerschaft: das sind die Schlagworte, für die die beiden Weisser-Firmen stehen, die die drei Cousins von ihren Vätern François Reure und Manfred Starnecker übernommen haben.

Ablesbar ist der Erfolg auch daran, wer die Kunden von „Bruno Weisser“ sind: EvoBus/Setra, Ziegler, Liebherr, Kässbohrer, Zeiss und B/S/H, Daimler und Porsche schon seit über 60 Jahren. Die Neresheimer Firma stellt Verkleidungsteile für Nutzfahrzeuge wie Stadt- und Reisebusse, Pistenbullys, Kran- und Löschfahrzeuge, aber auch für Kühlschränke, Schutzscheiben und Hochbeetabdeckungen im Vakuum-Tiefziehverfahren und CNC-Beschnitt her. Von der Entwicklung, über den Werkzeugbau bis zur Montage und Logistik, alles aus einer Hand. „Technische Kompetenz, Topqualität, hoher Fertigungstiefe mit Leidenschaft und Verlässlichkeit“, wie Frédéric Reure zusammenfasst. 

Landrat Dr. Joachim Bläse und Bürgermeister Thomas Häfele zollten größten Respekt für diese Gemeinschaftsleistung von Firmenleitungen und Mitarbeitern.

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