Der 50ste steht ins Haus

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Trittsteine statt kompletter Versiegelung oder auch Laubbäume, die Schatten werfen - dies sind nur einige Beispiele, wie ein naturnah angelegter Garten dem Klimawandel leichter trotzt.

Was der Gartenbauverein Ohmenheim 1973 für sein Jubiläum plant und wie die Frauen im Oberamt so waren.

Neresheim-Ohmenheim. „2020 und 2021 gab es nur ein Minimum an Aktivitäten: kein Gartenfest und keine Herbstfeier. Aktuell sind es 165 Mitglieder“, berichtete der Vorsitzende des  Gartenbauverein Ohmenheim, Eugen Freihart, bei der Hauptversammlung in der „Kanne“. „Am Festwochenende 7. und 8. Oktober 2023 feiert der Gartenverein, der 1973 gegründet worden war, sein 50jähriges Bestehen", kündigte Freihart an. Im Lehrgarten sei eine Pflanzreihe an Obstbäumen entfernt worden. "Die wollen wir im Sommer 2022 erneuern.“ Für 2022 zudem angedacht seien das Gartenfest, der Blumenschmuckwettbewerb, ein Ausflug und die Herbstfeier. Weiterhin werde ein Mal im Monat die Schulgarten-AG vom OGV betreut.

„2020 und 2021 wurde Vieles geplant; das Meiste fiel Corona zum Opfer“, erinnerte Schriftführerin Karin Freihart. 2020 gab es keinen Osterbrunnen wie in den Vorjahren, jedoch sei der Brunnen am Rathaus als Osterei verpackt worden. Auch der Ausflug entfiel. Die Pflege des Schulgartens lief in 2020 und 2021 weiter und Mitglieder hatten sich um die Blumentröge in Ohmenheim und Dehlingen gekümmert und sich 2020 an „Neresheim blüht“ beteiligt. Freihart berichtete von den Weihnachtssternen für alle Vereinsmitglieder und wie 2021 der Osterbrunnen in gewohnter Form geschmückt und mit einer Eröffnungsfeier eingeweiht worden war. Die Schulgarten-AG sei im Juli 2021 nach langer Pause wieder gestartet. Es habe einen Ausflug nach Killingen ins Heimatmuseum gegeben und der Geräteschuppen eine neue Verkleidung bekommen.

Größere Ausgaben waren zudem der Kauf eines Rasenmähers und Freischneiders, wie Kassiererin Sonja Manteufel informierte. „Der Gartenbauverein nimmt sich der Dorfverschönerung an“, lobte Ortsvorsteher Manfred Reimer. „Die Jahre 2020 und 2021 waren wegen Corona schwierig für den Verein“, so Reimer. Er dankte für die geleistete Arbeit und überbrachte die Grüße der Ortschaftsverwaltung, des Ortschaftsrates und von Bürgermeister Thomas Häfele.

Auf vier Jahre einstimmig wiedergewählt wurden der stellvertretende Vorsitzende Martin Neufischer, Schriftführerin Karin Freihart und die Beisitzerinnen Claudia Hopf, Agnes Eberhardt und Roswitha Eberhardt. Ein Beiratsmitglied wird noch gesucht. Wer Interesse hat, kann sich bei der Vorstandschaft melden.

Vortrag über Härtsfelder

„Die Härtsfelder Bevölkerung  - insbesondere die Frauen - wurde in der Oberamtsbeschreibung des ehemaligen Oberamtes Neresheim als fleißig und sparsam beschrieben. Frauen haben die Hosen an. Kräftig, zäh, ausdauernd und abgehärtet sind sie außerdem“, erläuterte Roland Gauermann, Rainauer Bürgermeister a.D., in seinem Vortrag, mit dem er den Versammlungsabend bereicherte. Gauermann gab interessante Einblicke über Land und Leute im Oberamt Neresheim, berichtete, dass Kartoffeln als das Brot des armen Mannes galten. Bekannte Speisen seien - und sind es auch teilweise heute noch - „Sperrknecht“, „Striezel“, „Eierhaber/Schollameggala“, „Flädlessuppe“ und „Arme Ritter“ gewesen. Schweineschmalz wurde oft verwendet und Most und Bier gerne getrunken, häufig selbst hergestellt. Er erklärte, was ein „Kretza“ (ein Korb) und ein „Zelta“ (ein Kuchen) sind und erinnerte an Redensarten und Gebräuche wie den Aussteuerwagen.

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