Der Kiosk am Härtsfeldsee und welche neuen Pläne anstehen

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Der "Kiosk" am Härtsfeldsee mit Blick vom Spielplatz
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Was der Wasserverband Egau für den Härtsfeldsee 2023 vorhat.

Neresheim. Bei der Verbandsversammlung des Wasserverbands Egau, erstmals im erweiterten Kioskgebäude am Härtsfeldsee, hat der Heidenheimer Landrat Peter Polta die LEADER-Förderplakette für den Ausbau der Ausflugsgaststätte am Härtsfeldsee an Verbandsvorsteher Alfons Jakl überreicht. Polta erinnerte daran, wie der Kiosk am Härtsfeldsee zur Ausflugsgaststätte ausgebaut wurde. Der Landrat wies dabei auch auf die Förderung aus dem europäischen Förderprogramm LEADER hin.

Alfons Jakl erläuterte mit Blick auf die Investitionen, dass 2023 das Leitsystems am Härtsfeldsee erneuert werden soll. Zudem seien Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz der Gäste am Härtsfeldsee geplant. „Hierfür haben wir entsprechende Förderanträge beim Regierungspräsidium Stuttgart eingereicht“, so Jakl. Die Gesamtkosten dafür schätze man auf knapp 120 000 Euro. „Wir erwarten  eine 70-prozentige Förderung“.

Zahlreiche Hürden

Der Wasserverband habe in Bezug auf die Ausflugsgaststätte viele Hürden nehmen müssen, sagte Peter Polta. Der Landrat erinnerte an den Zuschussbescheid des Regierungspräsidiums, an die Zuschusssumme in Höhe von 200 000 Euro und an den Spatenstich Anfang Oktober 2020. „Insbesondere dank des LEADER-Zuschusses ist der bisherige Kiosk zu einem echten Schmuckstück und einer attraktiven Ausflugsgaststätte geworden“, stellte Landrat Polta fest.  Die neue Ausflugsgaststätte trage als Teil der touristischen Infrastruktur dazu bei, dass das Härtsfeld in der Beliebtheit weiter steige.

Geld, das attraktiv macht

Neben touristischen Leuchttürmen, wie die Burg Katzenstein, die „Schättere“ und jetzt auch die Ausflugsgaststätte am Härtsfeldsee gebe es viele weitere attraktive Touristenziele auf dem Härtsfeld, die ebenfalls von LEADER-Förderungen in den vergangenen Perioden – aber auch von Mitteln aus dem Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) – profitiert haben.  „Die LEADER-Zuschüsse haben etwas bewegt und dazu beigetragen, dass gute Ideen in Maßnahmen umgesetzt werden konnten“, so Landrat  Polta.

Verbandsvorsteher Alfons Jakl dankte allen am Projekt Beteiligten. Insbesondere habe, so Jakl, Markus Söhnlein als Leiter der Geschäftsstelle LEADER zur Umsetzung und bei der Bewilligung der Fördergelder aus dem Europäischen Landwirtschaftsfond (ELER) Wesentliches beigetragen. „Hier investiert Europa in die ländlichen Gebiete“, dankte der Verbandsvorsteher. Jakl lobte das Vorhaben, das Teil des sogenannten „Maßnahmen- und Entwicklungsplans Ländlicher Raum Baden-Württemberg 2014-2020 (MEPL III)“ ist. Nur durch die Bewilligung des Höchstzuschusses sei es dem Wasserverband Egau möglich gewesen, dieses Projekt am Härtsfeldsee umzusetzen.

„Bedingt durch die Corona-Pandemie kam es leider zu großen Verzögerungen bei den Materiallieferungen, so dass der geplante Zeitplan nicht eingehalten werden konnte“, sagte Jakl. Fast ein  Jahr später als geplant habe Pächterin Andrea Stritzelberger die Gaststätte am 2. April vergangenen Jahres in Betrieb nehmen können. Jakl bezifferte die  Gesamtausgaben für den Ausbau auf brutto 806 000 Euro. Davon seien 704 000 Euro Fördergelder.

Die Verbandsversammlung nahm von den Ausführungen zustimmend Kenntnis.

Anschließend stellte Geschäftsführerin Martha Kragler unter anderem die Haushaltspläne für die Jahre 2022 und 2023 sowie die mittelfristige Finanzplanung vor. Im Jahr 2023 ist keine Kreditaufnahme geplant. Durch Tilgungsleistungen sinke, so Kragler, der Schuldenstand zum Jahresende 2023 auf 1,59 Millionen Euro. Für die Anschaffung eines neuen Schlegelmähers sind in den Haushalt 2023 Mittel in Höhe von 130 000 Euro eingestellt. 

Im Bild von links: Verbandsvorsteher Alfons Jakl und Landrat Peter Polta bei der Übergabe der LEADER-Förderplakette für den Ausbau der Ausflugsgaststätte am Härtsfeldsee.

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