Dorfmerkingen: erster Bebauungsplan seit den 90ern

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Eine Teilfläche der „Sandgrube III“ in Dorfmerkingen: Dort sollen bald Einfamilien-, Doppel- und Mehrfamilienhäuser entstehen.

Gemeinsam mit einem Landschaftsarchitekten diskutiert das Gremium über die „Sandgrube III“.

Neresheim-Dorfmerkingen. Mit der Schaffung des neuen Baugebietes in Dorfmerkingen, der „Sandgrube III“, geht es voran. In der jüngsten Sitzung des Ortschaftsrates wurde über den aktuellen Planungsstand gesprochen. Der letzte Bebauungsplan für Dorfmerkingen wurde Ende der 1990er-Jahre aufgestellt.

In der Turnhalle begrüßte unter Coronabedingungen Ortsvorsteher Joachim Schicketanz Neresheims Bürgermeister Thomas Häfele, von der Stadtkämmerei Sandra Schiele und vom Liegenschaftsamt Manuel Hoke sowie Landschaftsarchitekt Andreas Walter. Knapp 20 Zuhörer waren ebenfalls vor Ort.

Das Baugebiet: „Es kommt nicht oft vor, dass ein Bebauungsplan im Ortschaftsrat Dorfmerkingen behandelt wird“, sagte Ortsvorsteher Schicketanz zu Beginn der Sitzung. Landschaftsarchitekt Walter stellte den Entwurf des Bebauungsplans „Sandgrube III“ detailliert vor. Es soll ein allgemeines Wohngebiet werden, das Grundstücksgrößen von 544 bis etwa 750 Quadratmetern vorsieht sowie zwei größere Grundstücke mit 1000 und 1067 Quadratmetern.


Rahmenbedingungen im Überblick: Geplant sind derzeit zehn Einfamilienhäuser, zwei Doppelhäuser und zwei Sechsfamilienhäuser. Walter ging auf die mögliche Anzahl der Wohngeschosse und Dachformen ein. Ein Spielplatz sei ebenfalls eingeplant.

Daneben seien das Oberflächenwasser zurückzuhalten, Pflanzgebote zu beachten, darunter etwa eine entlang der Nordgrenze landwirtschaftlich genutzte Fläche. Zudem seien Bodenfunde zu melden, Humus müsse separat gelagert werden.

Weiter erläuterte Walter Einfriedungen samt Höhe sowie deren erforderlicher Abstand zur Straße. Kiesgärten seien zulässig und unterirdische Versorgungsleitungen die Vorschrift. Pro Wohneinheit seien zwei Stellplätze nachzuweisen. Niederschlagswasser müsse zurückgehalten werden. Ein überflutungssicherer Bau sei ebenfalls vorgegeben. Es gebe zahlreiche Interessenten, so Bürgermeister Häfele auf Nachfrage.

Entscheidungen des Ortschaftsrats: Der Ortschaftsrat stimmte dafür, dass der eingeplante Spielplatz im neuen Baugebiet „Sandgrube III“ vorerst bis auf Weiteres freigehalten und später als Bauplatz ausgewiesen wird. Der bisherige Spielplatz in der „Sandgrube II“ soll aufgelöst und seiner ursprünglichen Bestimmung, als Bauplatz, wieder zugeführt werden. Die maximale Gebäudehöhe in der „Sandgrube III“ soll zehn Meter betragen.

Beschluss: Nach den Ausführungen von Walter und der folgenden Diskussionsrunde erteilte der Ortschaftsrat einstimmig dem Bebauungsplan mit den zwei besprochenen Änderungen sein Einvernehmen. Der Bebauungsplan mit den behandelten Änderungen geht nun an die entsprechenden Gremien der Stadt Neresheim.

Baugesuche: Einer Nutzungsänderung zum Einbau einer Heizungsanlage und Garage in einem landwirtschaftlichen Gebäude in Weilermerkingen erteilte der Ortschaftsrat einstimmig das Einvernehmen.

Bekanntgabe: „Die Bäckerei Moll aus Kirchheim am Ries wird nun doch keinen Laden im ehemaligen Dorfmerkinger Kindergartengebäude realisieren und somit wird es hier keinen Backwarenverkauf durch die Bäckerei Moll geben“, gab Ortsvorsteher Schicketanz bekannt.

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