Hitzige Debatte um Baugebiet

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Das Bild zeigt eine Teilfläche des Baugebiets Sandgrube III in Dorfmerkingen.

Warum einige Bürger mit dem aktuellen Bebauungsplan nicht einverstanden sind und welche Alternativen sie sich statt dessen wünschen.

Neresheim-Dorfmerkingen

Eine heiße und lange Diskussion gab es in der jüngsten Sitzung des Dorfmerkinger Ortschaftsrates in der Bürgerfragestunde. Der Anlass: Bürger von Dorfmerkingen sind mit dem aktuellen Bebauungsplan des Baugebiets „Sandgrube III“ nicht einverstanden. Sie hinterfragen den Nutzen und die Gründe für eine dort eingeplante Ringstraße. Sie stellen den Antrag, dass die derzeitige Planung nochmals überdacht wird.

Ein neues Baugebiet, die „Sandgrube III“, soll in Dorfmerkingen erschlossen werden. Es befindet sich nördlich der Ortsmitte und ist im Flächennutzungsplan als Wohnbaufläche ausgewiesen. Das Gebiet wird umgrenzt von den bestehenden Bebauungsplänen Sandgrube I und II, Sonnenhalde II, Sonnenhalde III-Westteil und Sonnenhalde IV. Den Planungsentwurf von Landschaftsarchitekt Andreas Walter haben der Dorfmerkinger Ortschaftsrat und der technische Ausschuss in vorgehenden Sitzungen schon vorberaten.

Mehr als 10 Zuhörer besuchten die Sitzung, die unter Coronabedingungen und Vorsitz von Ortsvorsteher Joachim Schicketanz in der Turnhalle stattfand.

Philipp Miehlich aus Dorfmerkingen sprach auch stellvertretend für Anwohner aus der „Sandgrube I/II“. Im aktuellen Planungsentwurf ist eine Ringstraße im Baugebiet „Sandgrube III“ vorgesehen. Er und die Anwohner möchten wissen, welchen Nutzen diese Ringstraße für die Menschen im Baugebiet „Sandgrube“ bringt.

Wer die Ringstraße will und warum sie erforderlich und eingeplant worden ist. Er fragte zudem, ob das Konzept möglichst billig sein soll oder die Menschen sich über Generationen hinweg in der „Sandgrube“ im Dorf wohlfühlen sollen.

Miehlich und seine Mitstreiter, bitten um Änderung des aktuellen Bebauungsplans „Sandgrube III“ unter Berücksichtigung der Beibehaltung des aktuellen Fuß- und Feldwegs „Alois-Beerhalter-Str. – Am Berg – Sonnenstraße“ und der Erweiterung und Einplanung einer möglichen Stichstraße/Verbindungsstraße von der aktuell geplanten Ringstraße zum „Langen Weg“ im östlichen Bereich des Bebauungsplans „Sandgrube III“ zur effizienten Verkehrsentlastung und Verbesserung der Verkehrssicherheit des gesamten Baugebiets; ähnlich wie es auch schon ein Planungskonzept aus den vermutlich 80-er Jahren vorsah.

Wenn die weiteren Grundstücke „Am Berg“ erschlossen werden und die Ringstraße verwirklicht wird, wird eine Doppelbelastung der bisherigen Anlieger im „Langen Weg“ durch den Verkehr befürchtet.

Eine mögliche Entlastung wäre der Ausbau des Feldwegs „Alois-Beerhalter-Straße – Am Berg – Sonnenstraße“, der jedoch wegen seiner geringen Breite ungeeignet, unübersichtlich und gefährlich ist. Zudem würden die Anlieger in der „Kilian-Nuss-Str., Alois-Beerhalter-Str. und Am Berg“ zusätzlich belastet.

Miehlich schlug als Alternative vor, eine kurze Stichstraße von der Ringstraße –„Langer Weg“ zu schaffen, ähnlich dem ursprünglichen Konzept. Dies würde zu einer Entlastung des gesamten Wohngebietes führen.

Miehlich und Anwohner der „Sandgrube I/II“ bitten den Ortschaftsrat, die derzeitige Planung zu überdenken; sie wollen zudem ihren Antrag mit Änderungswünschen schriftlich an die Stadtverwaltung richten.

Ortsvorsteher Schicketanz erinnerte an die öffentliche Ortschaftsratssitzung vom 24. November 2020. in der abgestimmt wurde, welches Konzept weiterverfolgt werden soll.

Gründe für die eingeplante Ringstraße sind: Landschaftsarchitekt Walter hatte den Auftrag einen flächenschonenden Bebauungsplan zu erstellen, die Ringstraße schützt die Siedlung, sie ist in sich geschlossen und verkehrsberuhigt. Er betonte, dass kein Bürger den Anspruch oder das Recht hat, sein Wohngebiet immer so zu beizubehalten, wie es ursprünglich geplant war.

Schicketanz fügte hinzu, dass sich jeder Bürger an der öffentlichen Bürgerbeteiligung beteiligen und seine Anregungen und Bedenken schriftlich an die Stadtverwaltung innerhalb der festgelegten Frist richten kann.

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