Stolze 100 Jahre Vereinsgeschichte

+
Neresheims Bürgermeister Thomas Häfele (links) und Dorfmerkingens Ortsvorsteher Joachim Schicketanz (rechts) überreichten einen Scheck an Thomas Wieser.
  • schließen

Wie die Sportfreunde Dorfmerkingen ihren runden Geburtstag in der Turn- und Festhalle feiern, wer alles die Glückwünsche persönlich überbringt und wie der Kunstrasenplatz nun heißt.

Neresheim-Dorfmerkingen

Wenn die Macht vom Härtsfeld feiert, sind alle da. Das konnte man beim Festakt zum 100-jährigen Bestehen der Sportfreunde Dorfmerkingen am Samstag sehen. Nach dem Sektempfang begrüßte der Vorsitzende des Vereins, Thomas Wieser die zahlreichen Ehrengäste. In munterem Plauderton erzählte er über die Gründung 1922 als Fahrradverein und die Wandlung zum Fußballclub.

Durch den Abend führte Moderator Ralph Hamann, zwischendurch gab es Musik von Stefan & Hans – Dia Zwoi vom Härtsfeld.

Seit 26 Jahren spielt der Verein im WFV-Pokal mit und bereits zweimal im DFB-Pokal. „Nur sechs Mannschaften haben den WFV-Pokal öfter gewonnen wie wir,“ verkündigte Wieser stolz. „Das Miteinander macht die Sportfreunde aus,“ stellte er fest. Thomas Wiesner verkündigte zudem, dass der Kunstrasenplatz vom 16. Juli an Gerhard-Hörner-Platz heißen wird. Der langjährige Freund und Gönner des Vereins durfte anschließend ans Rednerpult. Er unterstrich die gute Vereinsarbeit der vergangenen Jahre, die zu der heutigen erfolgreichen Geschichte geführt haben. „Der Verein ist bundesweit bekannt,“ resümierte er. Dass er immer noch bei den Spielen zuschaue, interpretierte er: „Dazu braucht man einen guten Kreislauf und ein gesundes Herz“. Bei manchen Auswärtsspielen seien mehr Gästefans als eigene Fans anwesend wusste er. Neresheims Bürgermeister Thomas Häfele erklärte in seiner Rede „Fußball in Dorfmerkingen, das ist eine Religion“. Häfele hatte einen Scheck über 500 Euro dabei, den er Thomas Wiesner überreichte.

Ehrenplaketten von WFV und DFB

Vom Württembergischen Fußball-Verband und Deutschen Fußball-Bund war Hans-Georg Maier aufs Härtsfeld gekommen. Er überreichte die Ehrenplaketten des WFV und des DFB. „Die Sportfreunde sind 100 Jahre alt, aber trotzdem ein dynamischer und junger Verein,“ so Maier. „Der Verband ist stolz, einen solchen Verein in seinen Reihen zu haben,“ fügte er an. Wilhelm Schiele vom Württembergischen Leistungssport Bund machte es kurz: „Der Onkel der Geschenke bringt, ist beliebter als die Tante, die Klavier spielt,“ sagte er, bevor er die Ehrenurkunde des WLSV und einen Scheck an Thomas Wieser überreichte. Der Landtagsabgeordnete Winfried Mack sprach für den ebenfalls anwesenden MdB Roderich Kiesewetter. „Wenn wir Motivationshänger haben, denken wir einfach an diesen Verein“, sagte er. Für ihn sei Dorfmerkingen ein Dorf, das Fußball lebtDorfmerkingens Ortsvorsteher Joachim Schicketanz, dankte für die hervorragende Zusammenarbeit zwischen Dorfverwaltung und Verein und der Jugendreferent der Seelsorgeeinheit Neresheim Matthias Rux, zeigte die Parallelen zwischen Kirche und Fußball auf. „Der Funke muss überspringen.“

Rückblick in die Chronik

Der Ehrenvorsitzende der Sportfreunde Dorfmerkingen Heinz Göllinger blickte ausführlich in die Chronik der Sportfreunde von 1922 bis heute. Er beschrieb, wie in den Anfangsjahren die Bälle noch gefettet wurden, den Bau des Vereinsheims und die Übertragung der Auslosung des DFB-Pokals auf dem Neresheimer Marienplatz. Frank Röser durfte als Namensgeber der Röser-Arena die Entstehung des Beton-Wappens erzählen. Dieses ziert nun den Eingang zum Vereinsheim. Seit dem DFB-Pokal-Spiel gegen die RB Leipzig besteht eine Fanfreundschaft der beiden Vereine. Diese unterstrichen an diesem Abend Toralf Mann und Stefan Scherer, die als Vertreter der RB Leipzig-Fans aufs Härtsfeld gekommen waren. Im Gepäck hatten sie neben einer Fußballer-Figur ein Trikot, auf dem die gesamte Bundesligamannschaft der Leipziger original unterschrieben hatte. So endete der Abend in der Dorfmerkinger Turnhalle. Man saß noch gemütlich Beisammen und schwelgte entweder in Erinnerungen oder in Zukunftsmusik. Bei den Sportfreunden Dorfmerkingen wurde und wird es in 100 Jahren nicht langweilig.

Der "Gechenketisch" mit dem Fahrrad mit dem der Verein gegründet wurde.
Die Ehrenplakette des DFB und des WLV gab es aus den Händen von Hans-Georg Maier (links)
Freute sich sichtlich - der erste Vorsitzende der Sportfreunde DorfmerkingenThomas Wieser
Wilhelm Schiele (links) vom WLSB überreichte Thomas Wieser (rechts) die Ehrenurkunde des Verbandes und einen Scheck.
Sehr detailliert erzählte Heinz Göllinger die Geschichte des Vereins.

Zurück zur Übersicht: Dorfmerkingen

Kommentare