Wer pflegt Bäume in Dorfmerkingen?

Sind Grundstückseigner oder die Stadt zuständig? Darüber und allgemein über Bäume am Ort wurde diskutiert.

Neresheim-Dorfmerkingen. Um die Bäume im Ort ging es in der jüngsten Sitzung des Ortschaftsrates. Über seinen Ortstermin mit Stadtgärtner Klaus Siegel berichtete zunächst Ortsvorsteher Joachim Schicketanz. Besichtigt wurde auf dem Friedhof eine Eibe, die einen Grabstein anhebt, was eine Bürgerin beklagt. Grund dafür ist der schlechte Untergrund, der zu Veränderungen an der Oberfläche führt. Durch die Neuanlage oder das Stilllegen von Gräbern gibt es Bodenbewegungen und regelmäßig Setzungen; ein natürlicher Prozess.

Auf dem Friedhof beschatten Haselnussbäume das Kriegerdenkmal. Die dort gepflanzten Blumen wachsen schlecht. Jeder Rückschnitt fördere Wachstum, so der Ortsvorsteher. Lösungen: Es können die starken Äste unten abgenommen oder weniger sonnenbedürftige Blumen gepflanzt oder gar, als letzter Schritt, andere Bäume gepflanzt werden.

An der Linde hinter der Kapelle in Dossingen sollen Äste geschnitten werden.

Bäume in der Sandgrube

Erneut wurde über die Bäume in der Sandgrube I und II diskutiert. In damaligen Grundstückskaufverträgen der Sandgrube II ist festgehalten, dass für die Pflege dieser Bäume die Grundstückseigentümer zuständig sind, erinnerte Manuel Hoke vom Liegenschaftsamt. Die Pflanzung der Bäume beispielsweise zur Verkehrsberuhigung erfolgte durch die Stadt.

Angesprochen wurde und fraglich ist, ob Privatpersonen in der Lage sind, fünf Meter hohe Bäume selbst richtig zu pflegen.

Ortschaftsrätin Frauke Rümmelin-Christensen wollte wissen, wer bei einer Beschädigung, die ein solcher Baum verursachen könnte, haftet, und wem die Bäume gehören. „Die Bäume in der Sandgrube und deren Pflege sind Dauerthema in Dorfmerkingen und ziehen den Unmut der Anlieger auf sich. Von Entfernung der Bäume war nie die Rede; es sollen große, störende Äste zurückgeschnitten werden“, stellte sie klar. Ein Anlieger sagte, dass die betroffenen Bürger schon lange auf eine Lösung warteten. Entweder müsse man Anwohnern erlauben, die Bäume selbst zu schneiden, oder die Baumpflege erfolge durch die Stadt. Frauke Rümmelin-Christensen bittet die Stadt daher zu klären, wer für die Bäume verantwortlich ist und wer haftet. Hoke sicherte dies zu.

Der Ortsvorsteher sagte, die Stadt habe das Problem erkannt. Jetzt sei in Kaufverträgen geregelt, dass Bäume auf den Grundstücken der Eigentümer gepflanzt werden müssen. Heute würden eher kleinwüchsige Bäume gepflanzt, wie Hainbuchen. In der Sandgrube I und II soll eine sukzessive Neubepflanzung angestrebt werden.

Schicketanz ergänzte, es sei hilfreich beim jährlichen Heckenschnittprogramm zu schneidenden Hecken mit der Flurstücksbezeichnung und Nummer zu vermerken sowie auch welche Seite geschnitten werden soll.

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