Bald 163 Kita-Plätze in Ebnat

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Der Kindergarten St. Martin in Ebnat bekommt einen Anbau.
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Als Ersatz für die Kita St. Maria wird eine neue sechsgruppige Kita gebaut. Die Kita St. Martin erhält einen Anbau. Ein Standort für eine neue Naturkita wird noch gesucht.

Aalen-Ebnat

Im Teilort Ebnat geht die Stadt Aalen neue Wege bei der Kinderbetreuung. Der Gemeinderat hat einen Grundsatzbeschluss zur Weiterentwicklung der Kita-Landschaft im Ort gefasst. Eine Kita wird neu gebaut, eine andere erweitert, bis beides fertig ist, ist eine Natur-Kita geplant.

Ersatzneubau Kita St. Maria: Als Ersatz für die Kita St. Maria baut die Stadt eine neue Kita für sechs Gruppen. 2023 bis 2025 entsteht sie bei der Schule mit Außenspielgelände und Parkplätzen. Die Trägerschaft übernimmt die katholische Kirchengemeinde. Das hat es so in Aalen noch nicht gegeben. Normalerweise baut der Träger und die Stadt beteiligt sich an den Kosten.

Die Verwaltung geht von Gesamtinvestitionskosten in Höhe von circa neun Millionen Euro aus. Die katholische Kirchengemeinde Ebnat kann sich vorstellen, sich mit einem freiwilligen Baukostenzuschuss in Höhe von 200 000 bis 300 000 Euro zu beteiligen. Das alte Gebäude möchte die Kirchengemeinde gerne erhalten - also nicht abreißen - und für soziale Zwecke nutzen. Zum Beispiel für Angebote für Senioren, heißt es in der Sitzungsvorlage.

Anbau an der Kita St. Martin: Aktuell spielen die Kinder in zwei Gruppen in der Kita St. Martin. Sie wird im Jahr 2026 einen Anbau und damit Platz für eine weitere Gruppe erhalten. Im gleichen Schritt soll das bestehende Gebäude energetisch saniert werden und laut Sitzungsvorlage auch neue Böden und neue Toiletten bekommen.

Im Moment gehört das Gebäude der katholischen Kirchengemeinde und das Grundstück der kirchlichen Pfründeverwaltung. Die Stadt will beides kaufen und 2025 auch den Betrieb übernehmen. Geschätzte 350 000 Euro soll der Erwerb laut Sitzungsvorlage kosten. Für den Anbau und die Sanierung rechnet die Stadtverwaltung im Moment mit 1,5 Millionen Euro.

Neue Naturkita: Bis die neue Kita an der Schule und der Anbau an der Kita St. Martin fertig sind, dauert es noch. Solange soll eine Naturkita als Übergangslösung den Bedarf decken. 20 Plätze sollen auf die Art im kommenden Jahr entstehen. Von Mai 2022 bis Herbst 2023 wird eine solche Naturkita ebenfalls als Übergangslösung in Fachsenfeld bei den Gartenfreunden betrieben. Der Bauwagen, den die Stadt dafür gekauft hat, soll danach für die Naturkita in Ebnat zur Verfügung stehen. Nur ein Standort muss in Ebnat noch gefunden werden. Etwa 100 000 bis 200 000 Euro soll die Einrichtung der Natur-Kita kosten.

Die Reaktionen: Ortsvorsteher Manfred Traub freute sich darüber, dass die Lösung im „ehrlichen Zusammenwirken“ aller Beteiligten gefunden worden sei. Die sechsgruppige Kita an der Schule würde dort geplant, „wo sie hingehört.“ Insgesamt sei das „der richtige Weg für Ebnat.“

Von den Fraktionen im Gemeinderat gab's viel Lob. Doris Klein (Grüne) war „begeistert über die Entwicklung“. Dass die Stadt baut und die Kirche mietet, sei eine gute Entscheidung. Klein regte an, auch an Wohnen rund um den Neubau zu denken.

Regina Köder drückte für die CDU-Fraktion ihre Freude aus und erinnerte, sich frühzeitig um Erzieher zu kümmern.

Helmut Gentner (SPD) begrüßte, dass die neue Kita bei der Schule geplant werde. „Das ist die Zukunft.“

Thomas Rühl lobte den Finanzierungsmodus und sagte: „Das kommt dem, was wir Freie Wähler schon seit Jahren fordern, ziemlich nahe.“

Nur Inge Birkhold (Zählgemeinschaft Birkhold/Traub) fand einen Wermutstropfen: „Wie finden das andere Träger, dass wir hier ein Gebäude zu 100 Prozent finanzieren?“, fragte sie. Sie war es auch, die sich bei der anschließenden Abstimmung enthielt. Alle anderen stimmten für die Kita-Konzeption.

Das ist der richtige Weg für Ebnat.“

Manfred Traub, Stadtrat und Ortsvorsteher
  • Betreuung für Kinder unter drei und über drei Jahren
  • Die neue Kita St. Maria bietet insgesamt 99 Plätze (25 U3-Plätze und 74 Ü3-Plätze) an.
  • Die Kita St. Martin würde mit dem Anbau einer weiteren Gruppe neben den bestehenden acht U3-Plätzen und 28 Ü3-Plätzen zusätzliche zehn U3-Plätze anbieten.
  • Die Natur-Kita könnte 20 Ü3-Plätze anbieten.
  • Insgesamt werden in Ebnat damit 43 U3-Plätze und 120 Ü3-Plätze angeboten werden. Mittel und langfristig ist der Bedarf laut Stadtverwaltung damit gedeckt. ⋌ks
Der Kindergarten St. Martin in Ebnat.
Der Kindergarten St. Maria in Ebnat.
Der Kindergarten St. Martin in Ebnat.
Der Kindergarten St. Maria in Ebnat.

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