Bald ein neuer Dorfplatz für Ebnat?

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Auftakt der Bürgertour am Alten Sportplatz in Ebnat
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Bürgertour durch Ebnat mit Halt am Alten Sportplatz, an der ehemaligen Schillerschule, am Bärenplatz und am Alten Rathausplatz. Fachplaner stellen dort Ideen und Chancen vor.

Aalen-Ebnat. Mittwochabend in Ebnat. Am Alten Sportplatz treffen sich knapp 50 Bürgerinnen und Bürger - coronagerecht. Es geht um die Innenentwicklung des Aalener Ortsteils. „Es ist unsere vierte Station“, sagt Erster Bürgermeister Wolfgang Steidle. Was er damit meint? Im Rahmen der „PIN-Mit!“-Aktion können sich Bürgerinnen und Bürger an der Innenentwicklung ihres Ortsteils beteiligen. Digital und analog. 62 Anrgeungen und zahlreiche Kommentare sind bei Jörg Hiller vom Fachbüro IDEE-N und Thomas Sippel von Netzwerk für Planung und Kommunikation eingegangen. Die beiden Experten begleiten die Aktion und erläutern am Abend an vier Standorten die zentralen Ergebnisse der Befragung und nehmen am Ende weitere Anregungen von den engagierten Bürgern mit.

Auftakt ist am Alten Sportplatz. Bürgermeister Wolfgang Steidle führt ins Thema ein. Er betont, dass Ebnat innerhalb der Aalener Ortsteile eine Vorreiterrolle spiele, was die Innenentwicklung anbelangt. Der Baudezernent erinnert an den Bärenplatz, wo bereits vor zehn Jahren eine Entwicklung angestoßen wurde. Im Hier und Jetzt schaffe man am Alten Sportplatz neuen Wohnraum für Familien. "In kurzer Distanz zu Schule und Kindergarten", sagt Steidle. Nun gelte es, das Richtige zu tun. Das Potenzial sei vorhanden, um auf großen Flächen Gemeinsames zu schaffen.

An der ehemaligen Schillerschule ist der zweite Stopp. Hier fordert Fachplaner Jörg Hiller Statements aus der Runde ein und fragt: "Wie empfinden sie den Ort?" "Sehr reparaturbedürftig", "ein Stück Ebnater Geschichte" und "da kann man was draus machen" sind die Antworten. Hiller beschreibt die Schule als "sozialen Ort". Bauhof und Vereine nutzen ihn bereits. Der Fachplaner schlägt ihn als Bürgersaal, als Bürgerhaus vor. Auch Bürgermeister Steidle sieht Potenzial in dem Gebäude und plädiert für eine Sanierung. "Zumindest die Fassade geben wir jetzt einen schnellen Anstricht", sagt er, was Ortsvorsteher Manfred Traub mit Wohlwollen hört.

Der Bärenplatz, die dritte Station, findet breite Zustimmung. Die Gestaltung mit Brunnen, Sitzgelegenheiten und die direkte Nachbarschaft zum Gasthaus streicht Hiller heraus und spricht von einem Wohlfühlort. Zwei Punkte sind Steidle an dieser Stelle wichtig: Die E-Mobilität, die weniger Lärm verursacht und damit aus seiner Sicht Chancen für weiteren Wohnungsbau ermöglicht. Und die weitere Entwicklung an der Hauptstraße, wo ins Gebäude von Elektro Heiter jetzt die Kreissparkasse zieht.

Am Alten Rathausplatz mit Postfiliale und Dorfladen endet die Tour. Ein Treffpunkt, aus dem noch mehr werden kann. Hiller und Steidle sind sich einig hier kann ein neuer sozialer Ort, ein Dorfplatz mit Aufenthaltsqualität entstehen. Dazu beitragen soll die bisher eingewachsene und eingezäunte Hülbe. Steidle regt an, am Dorfteich mit Natursteinen Sitzgelegenheiten zu schaffen.

Die dritte Station des abendlichen Rundgangs: der Bärenplatz. Ein Beispiel für eine gelungene Innenentwicklung.
Ortsvorsteher Manfred Traub (v.l.) erläutert Baudezernent Wolfgang Steidle, Jörg Hiller und Thomas Sippel bei der ehemaligen Schillerschule, dass das Gebäude nur schwer als Bürgersaal umzubauen sei. Das Problem, laut Traub, ist die fehlende Barrierefreih
Zweiter Halt an der ehemaligen Schillerschule, die heute Vereine und der Bauhof nutzen.

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