Grünes Licht für Gewerbepark Ebnat

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Gestrichelt eingezeichnet ist die Abgrenzung des neuen Gewerbeparks an der Nordumfahrung Ebnat. Im Ortschaftsrat und Ausschuss gab's grünes Licht dafür. Wenn der Gemeinderat zustimmt, wird der sogenannte Aufstellungsbeschluss gefasst.
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Der zuständige Ausschuss des Gemeinderats stimmte mehrheitlich für das Projekt. Gegenwind gab es allerdings aus Unterkochen.

Aalen-Ebnat

Bei fünf Enthaltungen gab der Ausschuss des Gemeinderats mehrheitlich grünes Licht für den neuen Gewerbepark Ebnat. Der Ortschaftsrat hatte sich zuvor schon einstimmig dafür ausgesprochen. Stimmt nun noch der Gemeinderat zu, ist der Aufstellungsbeschluss gefasst. Das ist der erste Schritt im baurechtlichen Verfahren hin zu einer neuen Gewerbefläche.

Man wolle Flächen vorhalten für Firmen im Stadtgebiet, die sich erweitern wollen oder für Unternehmen, die sich neu ansiedeln wollen, erläuterte Erster Bürgermeister Wolfgang Steidle in der Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Technik und Stadtentwicklung (AUST). Seit geraumer Zeit häufen sich die Anfragen Gewerbetreibender bei der Stadt, heißt es in der Sitzungsvorlage.

Mit Blick auf die Verkehrsanbindung sagte Steidle: "Das ist der optimale Standort." An der Auffahrt zur A7 und an der neuen B29a. Gleichzeitig sei die Lösung passgenau, da das neue Gebiet 17 Hektar und keine 50 Hektar groß sei. Das sagen die Rätinnen und Räte dazu:

Thomas Wagenblast (CDU): "Die CDU begrüßt den Aufstellungsbeschluss", sagte der CDU-Fraktionssprecher. Denn es sei notwendig, Gewerbeflächen zu bevorraten.

Manfred Traub (CDU): Der Ebnater Ortsvorsteher nannte das Gebiet "optimal platziert" und regte an, als Ausgleichsfläche den Streifen unter der 360-Kilovolt-Leitung einzuplanen, da dort nicht gebaut werden könne.

Ulrich Starz (CDU): Der Fraktionskollege aus Unterkochen sieht es anders. "Der Gewerbepark ist für Ebnat wichtig, aber aus Unterkochener Sicht führt das Vorhaben zu mehr Ziel- und Quellverkehr auf der Ebnater Steige." Außerdem nannte er die Planung der Nordumfahrung "kurzsichtig". Jetzt schon werde sie überbaut und durchschneide damit wieder den Ort. Eine Südumfahrung in Verbindung mit der Pulverturmtrasse hätte eher zu einer Entlastung geführt. "Hat Ebnat jetzt das Schnitzel auf dem Teller und alles andere ist unwichtig?", fragte Starz.

Das ist der optimale Standort.

Wolfgang Steidle Erster Bürgermeister

Michael Fleischer (Grüne): Seine Fraktion habe es lieber, wenn Flächen umgewandelt, statt neu überbaut werden. "Aber wenn man Fläche vorhalten muss, dann ist das ein guter Standort", sagte der Fraktionssprecher.

Sandra Bretzger (Grüne): Seine Fraktionskollegin wies darauf hin, dass das Gebiet die Ausgleichsfläche für die Nordumfahrung einschließe. Steidle antwortete, dass die Ausgleichsmaßnahme noch nicht umgesetzt sei und man mit dem Baulastträger in Kontakt dazu stehe. Den Vorschlag, einen grünen Streifen unter der Stromleitung anzulegen, begrüßte er.

Karl-Heinz Vandrey (SPD): "Die SPD stimmt zu", sagte er. Allerdings gelte es, das Umfeld zu beachten. "Es darf nicht auf Kosten der Natur und der Vögel gehen." Steidle hatte zuvor schon Lärchenfenster in umliegenden Feldern als mögliche Ausgleichsmaßnahmen angesprochen.

Claus Albrecht (Freie Wähler): "Wir müssen sehen, dass wir unseren Betrieben, die sich entwickeln wollen, die Flächen dafür zur Verfügung stellen", sagte er. "Das wir dabei auf Umweltschutz achten ist selbstverständlich." Allerdings käme es nicht infrage, dass dort oder anderswo im Stadtgebiet ein Logistikzentrum von Amazon angesiedelt werde. "Aber bei einer Größe von 17 Hektar besteht hier auch kaum die Gefahr", sagte Albrecht.

Emil Pöltl (AfD): "Wir stimmen zu", sagte er und bat ebenfalls darum, auf den Umweltschutz zu achten.

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