Hinter dem Tunnel geht's weiter

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Wildromantisch: Auf rund vier Kilometern schlängelt sich die alte Schätteretrasse vom Tunnel in Richtung Ebnat quer durch den Wald und bietet ein fast schon einmaliges Naturerlebnis.

Die alte Schätteretrasse bietet Wanderern und Spaziergängern vor allem auch nach dem Tunnel ein unvergleichliches Naturerlebnis. Festes Schuhwerk vorausgesetzt.

Aalen-Ebnat

Das ist wohl schon so manchem Wanderer auf der Schätteretrasse passiert. Plötzlich steht er vor dem zugemauerten Tunnelportal und fragte sich, wie es hier wohl weitergeht. Viele Sonntagsspaziergänger drehen deshalb hier einfach um und wandern gemütlich zurück.

Aber hinter dem Tunnel geht's weiter – und wie schön! Dazu gilt es zuerst einmal, den Tunnel zu überschreiten: Rund 200 Meter vor dem Portal führt links ein schmaler Weg hoch zur Waldhäuser Steige. Nach Überqueren der Straße führt auf der anderen Seite ein ebenso schmaler Weg wieder nach unten. Links ist auf halber Strecke schon das alte Tunnelportal zu erkennen. Unten angekommen, steht der Wanderer vor einer großen Lichtung. Hier befand sich einst der Bahnhof Waldhausen-Glashütte. Links davon führen ausgeschilderte Schotterwege steil hoch Richtung Waldhausen und Ebnat. Rechts vorbei an der Lichtung geht ein schmaler, oft rutschiger Weg hinunter nach Unterkochen-Glashütte.

Wer aber den Trassenverlauf sucht, muss ein wenig genauer hinschauen. Die Trasse führt nach der Lichtung hinein in den Wald.

Hinein ins Wanderabenteuer

Am linken Rand der Lichtung entlang bis zum Waldrand, und dann eintauchen ins Wanderabenteuer. Schon nach ein paar Metern ragen Felsen in die Höhe. Bäume haben sich abenteuerliche Standorte gesucht. Hier lohnt es sich wahrlich, mit offenen Augen zu wandern.

Einmal auf der Trasse, ist Verlaufen kaum noch möglich, obwohl es in Windungen und Kurven durch den Wald geht. Einen nächsten tiefen Einschnitt gilt es zu durchwandern und bald bietet sich rechts eine phantastische Aussicht auf Unterkochen und Aalen. Dann verläuft die Trasse über einen hohen Damm, ein Hochsitz steht im Weg und man wandert fast auf Augenhöhe mit den Baumkronen.

Wunderschöner Blick

Nach rund vier Kilometern dann ein jähes Ende des idyllischen Wanderweges auf einem geschotterten Waldweg. Hält man sich hier links und dann ein paar Meter weiter an der Wegkreuzung rechts, bleibt man auf der alten Schätteretrasse, die hier zu einem gut ausgebauten Waldweg wird. Man kommt – immer geradeaus – letztendlich an den Waldrand und hat einen wunderschönen Blick auf Ebnat.

Festes Schuhwerk ist angesagt

Wie es weitergeht? Entweder den gleichen Weg zurück. Oder – wer will – läuft die befestigte Straße Richtung Norden hoch nach Hohenberg, geht vorbei am Feldkreuz der Familie Buchstab und biegt dahinter am Waldrand links ab. Dann immer geradeaus steil den Berg hinunter und man ist wieder am Tunnel.

Dauer der Wanderrunde ohne An- und Abmarsch: rund 1,5 Stunden. Länge: rund 6,5 Kilometer. Festes Schuhwerk ist angesagt! Oft hat sich der grobe Schotter der Trasse gelöst und unter dem gefallenen Laub lauern auch spitze Steine und das Gehen ist nicht immer ganz einfach. Dafür ist der Weg wahrlich gut befestigt und Schlamm oder Pfützen sind kein Thema.

Wildromantisch durch den Wald

Die gute alte Härtsfeldbahn "Schättere" war bis zu ihrem Ende 1972 eine wichtige Nebenbahn von Aalen bis nach Dillingen an der Donau. Ein Teil der Schmalspurbahn wurde vom Museumsbahnverein wiederbelebt und rattert heute an den Fahrtagen von Neresheim bis ins Egautal. Die neue Endstation Härtsfeldsee/Katzenstein soll 2021 eröffnet werden. Die von Aalen und Unterkochen über eine Schleife und das Viadukt sanft ansteigende Trasse bis zum zugemauerten Tunnel ist auch ein beliebter Weg für Spaziergänger. Doch auch hinter dem Tunnel ist der Trassenverlauf immer noch gut zu erkennen und führt wildromantisch und unter anderem mit zwei 180-Grad-Kehren durch den Wald bis nach Ebnat.

Etwa eineinhalb Stunden dauert die rund 6,5 Kilometer lange Wanderrunde.
Gut auf der Hälfte der Strecke zwischen Tunnel und Ebnat öffnet sich ein beeindruckender Blick auf Unterkochen und Aalen.

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