In Ebnat verschwinden die „Weißen Flecken“

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Speziell die Bewohner der Säntis-, Toggenburger- und Thurgaustraße in Ebnat wird die Beseitigung der "Weißen Flecken" besonders freuen. Dann liegt auch beim Breitbandausbau hier wieder alles schön im Grünen.

Nur zwei Punkte auf der Tagesordnung: Ruhiger Start ins neue Sitzungsjahr.

Aalen-Ebnat. Mit dem „Baubeschluss zum Breitbandausbau in den unterversorgten Gebieten (Weiße Flecken) des Stadtgebietes“ stand neben „Bekanntgaben und Anfragen“ nur noch ein Punkt auf der Tagesordnung bei der ersten Sitzung des Ortschaftsrates am frühen Donnerstagabend in der Jurahalle. Den Vorsitz hatte Uwe Grieser als Stellvertreter des entschuldigten Ortsvorstehers Manfred Traub. Mit dabei war Stefan Pommerenke vom Tiefbauamt der Stadt. „Schnelles Internet“, das verspricht normalerweise heftige Diskussionen. Dem gegenüber stellte Pommerenke in seiner Zusammenfassung zum Breitbandausbau die aktuelle Sachlage in Sachen Förderung klar und eindeutig dar.

Ganz kurz dazu: Bei den „Weißen Flecken“ geht es um den geförderten Breitbandausbau, also der durchgängigen Glasfaseranbindung in unterversorgten Gebieten mit weniger als 30Mbit/s. Unterstützt durch Mittel von Bund und Land. Neu ist dabei die Anpassung des Förderprogramms auch für „Graue Flecken“, also Gebäude, die nur mit DSL versorgt sind. Das ist allerdings nur dann möglich, wenn sich diese im Bereich der auszubauenden „Weißen Flecken“ befinden. Für den Ausbau sind nach neuestem Planungsstand der Stadt 16,8 Mio. Euro vorgesehen. Zuwendungsbescheide von Bund (50%) und Land (40%) der zuwendungsfähigen Kosten liegen vor. Die Zahlen für gesamt Aalen: Ca. 64,5 km neue Trasse und 495 Hausanschlüsse. Davon 332 im „Weißen Fleck“ und 163 im „Grauen Fleck“. Mitte des Jahres soll der erste Spatenstich sein. 2024 will man fertig sein. Jetzt wird geplant, wann wo gebaut wird. Für Ebnat selbst ist dabei die Trasse zur Beseitigung der weißen/grauen Flecken ganz klar definiert: Grob gesehen geht sie vom Industriegebiet nördlich der Jurastraße dann über die Thurn- und Taxisstraße und die Elchinger Straße in die Habsburger Straße und endet letztendlich im seit langem in Sachen „Weiße Flecken“ wohl am heftigsten diskutierten Gebiet Säntis-, Toggenburger- und Thurgaustraße. Wie gesagt: In Sachen weiße und graue Flecken klar definiert. Allerdings prüfen die Ortschaftsräte in den nächsten Tagen anhand des detaillierten Planes der Stadt noch einige Einzelfälle. Doch insgesamt soll es sehr zügig vorangehen.    

Kein Tempo 30 in der Hauptstraße

Zwar von vielen gewünscht, aber laut Ergebnisse der Verkehrsschau liegen die straßenverkehrsrechtlichen Voraussetzungen für eine Beschränkung auf Tempo 30 in der Hauptstraße Ebnat nicht vor. Jetzt sollen weitere Daten durch eine Radarmessung der gefahrenen Geschwindigkeiten erhoben werden. Noch ein Punkt in Sachen Verkehr: Die in der Kritik stehende aktuelle Vorfahrtsregelung an der neuen Anschlußstelle West der Ortsumfahrung in Richtung Ortsmitte soll im Frühjahr 2022 in einer weiteren Verkehrsschau beurteilt werden.

     Heribert Andres

Breitbandausbau in den unterversorgten Gebieten: Nördlich der Jurastraße in Ebnat betrifft es vor allem das Industriegebiet.
Speziell die Bewohner der Säntis-, Toggenburger- und Thurgaustraße in Ebnat wird die Beseitigung der "Weißen Flecken" besonders freuen. Dann liegt auch beim Breitbandausbau hier wieder alles schön im Grünen.

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