Nach Rücktritt: Traub schreibt Ebnater an

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Manfred Traub
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In einem Schreiben wendet sich der Ortsvorsteher Manfred Traub an die Bürger und den Ebnater Ortschaftsrat.

Aalen-Ebnat. Der Rücktritt von Stadtrat Manfred Traub aus der CDU-Gemeinderatsfraktion hat in der politischen Landschaft aber vor allem in Ebnat für Aufsehen gesorgt. Traub wendet sich in einer Mitteilung an die Bürger und hat auch „seinen“ Ortschaftsrat angeschrieben.

„Es tauchten dann doch einige Fragen auf, die ich beantworten möchte“, sagt Traub. Anscheinend glaubten einige Ebnater, dass Traub seine politische Karriere beendet, denn er stellt klar, dass er einer von zwei Gemeinderäten aus Ebnat bleiben wird (neben Manfred Zwick, Bündnis 90/ Die Grüne). Als Ortsvorsteher habe er zudem ein Rederecht in den Ausschüssen. Für Anträge muss sich Traub nun indes eine Mehrheit suchen. Laut Gemeindeordnung sind Status, Fraktion oder eine bestimmte Anzahl Gemeinderäte erforderlich. In der Gemeindeordnung heißt es wörtlich: „Auf Antrag einer Fraktion oder eines Sechstels der Gemeinderäte ist ein Verhandlungsgegenstand auf die Tagesordnung spätestens der übernächsten Sitzung des Gemeinderats zu setzen.“ Traub müsste also acht Gemeinderätinnen oder -räte von seinem Vorhaben überzeugen. „Ich nenne das Sachpolitik“, so Traub knapp. Mit ihm bestand die CDU aus 14 Gemeinderätinnen und -räten.

Traub ist mit seinem Austritt aus der Gemeindefraktion kein Einzelphänomen. Unter anderem sei Patriz Ilg aus Hofen genannt, der Gemeinderat ohne Fraktionsbindung und Ortsvorsteher blieb.

Traub hatte am 20. Mai bekanntgegeben, dass er die CDU-Fraktion im Gemeinderat der Stadt Aalen verlässt. Dem Entschluss ging eine „lang andauernde und intensive Prüfung“ voraus, wie der Ebnater Ortsvorsteher sagt. Im Gespräch mit der SchwäPo, betonte er vor einer Woche, dass er „diese Fraktion“ verlässt und bittet darum, es genau so festzuhalten: „diese Fraktion“ und nicht „die Fraktion“. Diese zwei Buchstaben würden einen großen Unterschied machen. Warum ihm diese Unterscheidung so wichtig ist, erläuterte er allerdings nicht weiter.

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