Nordumfahrung Ebnat als Weihnachtsgeschenk

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Unterführung Krautgartenweg. Landwirt Ralph Beyrle nutzt sie schon kräftig. Radler können auch schon durch.
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Wie ist die Situation auf der Baustelle für die Nordumfahrung Ebnats? Bei einem Besuch werden die wichtigsten Fragen geklärt. 6,8 Millionen Euro sind bisher für das Projekt eingeplant.

Aalen-Ebnat. Mit dem Mähdrescher könnte es ein wenig knapp werden“, lacht Ralph Beyrle. Gerade ist er mit seinem Trecker durch die neue Unterführung Krautgartenweg gefahren. Dort geht es jetzt schon für Radlerinnen und Radler und landwirtschaftlichen Verkehr bequem unter der neuen Nordumfahrung bei Ebnat durch. Andere Querungsmöglichkeiten wird es übrigens nicht geben.

Den Beyrles gehört der große Geflügelhof unweit vom Dorfrand. Felder haben sie jetzt beiderseits der neuen Straße. Aber das sehen sie nicht tragisch.

Überlaufbecken dicht?

Am Rand der Baustelle wartet Ortsvorsteher Manfred Traub zu einem kurzen Pressegespräch. Was ist aktuell auf der Baustelle los? „Gerade wird die Fundationsschicht aufgebracht und im Regenüberlaufbecken läuft die Dichtigkeitsprüfung“, zählt Traub die beiden wichtigsten aktuellen Baumaßnahmen auf. Das mit dem Überlaufbecken ist nicht so spektakulär. Es wird zur Prüfung rund zwei Meter hoch mit Wasser gefüllt. „Die Betonwände sind 50 Zentimeter dick. Da wird wohl nichts passieren“, schmunzelt dazu der Ortsvorsteher.

Acht Meter Asphalt

Ein paar Meter weiter auf der Baustelle sieht die Sache dagegen schon ganz anders aus. Vom Anschlusspunkt Ost aus arbeitet sich langsam aber stetig eine Riesenmaschine voran. Vor ihr sieht man Schotter. Hinter ihr glänzt das fertige Fundament der neuen Straße in tiefstem dunkelgrau. „Das ist ein Asphaltfertiger“, erklären die Bauarbeiter vor Ort. Damit wird praktisch in einem Aufwasch die gesamt Fundationsschicht aufgebaut – das Ganze immerhin gleichzeitig über die ganze Breite der Straße, also über acht Meter. Das Material dafür wird bei der Firma Thannhauser in Fremding gemischt und dann mit Lastwagen ständig zur Baustelle transportiert. Rund 1800 bis zu 2000 Tonnen Material laufen am Tag durch.

„Endlich“, sagen die Ebnater

Nach über 40 Jahren des Wartens und Kämpfens bekommt Ebnat jetzt endlich seine ersehnte Nordumfahrung. Diese ist Teil der Gesamtmaßnahme B29a. Für die 2,08 Kilometer lange Strecke stehen momentan rund 6,8 Millionen Euro im Raum. „Was genau rauskommt, muss man sehen. Alles andere wäre derzeit noch reine Spekulation“, überschlägt Ortsvorsteher Manfred Traub die Kostenseite. Ursprünglich angesetzt war ein Finanzbedarf von 4,9 Millionen Euro.

Geschenk zu Weihnachten

Und der aktuelle Zeitplan? „Momentan ist das offizielle Bauende am 9. Dezember, die offizielle Eröffnung dann am 23. Dezember“, freut sich der Ortsvorsteher. So gesehen ein schönes Weihnachtsgeschenk für die Ebnater.

Früher befahrbar

Aber nicht wundern: Schon vorher wird die Nordumfahrung befahren sein, denn man braucht das Teilstück auch als Umleitungsmöglichkeit beim Bau des Anschlusspunktes Ebnat Ost, wie Manfred Traub sagt. Der wird dann als vierter und letzter großer Arbeitsschritt erfolgen.

Es ist Zeit geworden.“

Manfred Traub, Ortsvorsteher
  • Ampel statt Kreisel
  • Mancher fragt sich, weshalb der Verkehr später mit einer Ampelanlage anstelle des Kreisverkehrs geregelt werden soll. Die Planer antworten darauf so: „Ein Kreisverkehr ist dann vernünftig, wenn von den vier Ästen der beiden Straßen in der Regel gleich viel Verkehr ansteht“, sagt Rainer Himpel vom Regierungspräsidium Stuttgart, Außenstelle Aalen. Auf der zukünftigen B29a rund um Ebnat wird ergo wesentlich mehr Verkehr erwartet als von Ebnat Ortsmitte Richtung Waldhausen.
Langsam aber ganz sicher: Über die ganze Breite der Fahrbahn von acht Metern arbeitet sich der "Asphaltfertiger" gleichmäßig voran.
Langsam aber ganz sicher: Über die ganze Breite der Fahrbahn von acht Metern arbeitet sich der "Asphaltfertiger" gleichmäßig voran.
Langsam aber ganz sicher: Über die ganze Fahrbahnbreite von acht Metern arbeitet sich der "Asphalfertiger" voran.
Ganz dicht: Momentan wird auch das Überlaufbecken gecheckt.
Faszinierend: Über der ganze Fahrbahnbreite gleichzeitig arbeitet sich der "Asphalfertiger" mit der Fundadtionsschicht voran. Es folgen noch Tragschicht, Bindeschicht und Deckschicht.

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