Nordumfahrung: Warum Ampel statt Kreisverkehr?

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Am heutigen Knotenpunkt Landesstraßen 1084/1076 (im Vordergrund) schließt in Zukunft die B 29a Ortsumfahrung Ebnat mit dem dann neuen Knotenpunkt "Ebnat-Ost" wieder an das bestehende Straßennetz an. Den Verkehr wird hier dann eine Ampelanlage regeln.

Die Bauarbeiten für die Nordumfahrung B29a haben begonnen. In Richtung Waldhausen wird es auf der Strecke keinen Kreisverkehr geben. Stattdessen soll eine Ampel her.

Aalen-Ebnat

Das freut viele in Ebnat: Die Bauarbeiten für die Nordumfahrung haben begonnen. Ab voraussichtlich Ende 2021 beginnt dann die Umfahrung der Härtsfeldgemeinde an der Waldgrenze westlich des Ortes und schließt am heutigen Knotenpunkt L 1084/L L1076 an das bestehende Straßennetz mit dem neuen Knotenpunkt "Ebnat-Ost" wieder an.

Für die Umsetzung des Projekts sind vier Bauabschnitte vorgesehen. Der erste Bauabschnitt, die eigentliche Ortsumfahrung von Ebnat, verläuft überwiegend im freien Feld und führt somit zu keinen verkehrlichen Beeinträchtigungen auf der Landesstraße 1084. Hierbei werden zusätzlich noch ein Unterführungsbauwerk und zwei Bauwerke zur Straßenentwässerung hergestellt.

Der zweite Bauabschnitt ist für die Sommerferien 2021 geplant. Er erfolgt unter einer achtwöchigen Vollsperrung. Während dieser Zeit wird der Anschluss der neuen Ortsumfahrung an die bestehende Landesstraße 1084 geschaffen. Weil im Zuge dessen auch ein Abschnitt der Landesstraße in Richtung Unterkochen vollständig entfernt und neu gebaut wird, kann der Verkehr in dieser Phase nicht fließen, so die Planer.

Im dritten Bauabschnitt soll ein Teil des Knotenpunkts Ebnat-Ost hergestellt werden.

Ein Kreisverkehr ist dann vernünftig, wenn von den vier Ästen der beiden Straßen in der Regel gleich viel Verkehr ansteht.

Rainer Himpel Regierungspräsidium

Im vierten Bauabschnitt wird der vierarmige Straßenknoten Ebnat-Ost mit Ampelanlage fertiggestellt. Von dort erhält die Landesstraße 1084 eine Fahrbahndeckenerneuerung bis zur Anschlussstelle der A 7 auf einer Länge von rund 900 Metern. Hierfür bedarf es der Vollsperrung der beiden Straßenäste nach Ebnat-Ost und zur Anschlussstelle der Bundesautobahn A 7 Aalen/Oberkochen.

Ampel statt Kreisverkehr

Mancher fragt sich, weshalb der Verkehr später mit einer "altmodischen" Ampelanlage anstelle des heute so beliebten Kreisverkehrs geregelt werden soll. Die Planer antworten darauf so: "Ein Kreisverkehr ist dann vernünftig, wenn von den vier Ästen der beiden Straßen in der Regel gleich viel Verkehr ansteht", sagt Rainer Himpel vom Regierungspräsidium Stuttgart, Außenstelle Aalen. Auf der zukünftigen B29a rund um Ebnat wird ergo wesentlich mehr Verkehr erwartet als von Ebnat Ortsmitte Richtung Waldhausen.

Einen weiteren Aspekt bringt Felix Benedix, Projektingenieur beim Ingenieurbüro Brenner Bernhard aus Aalen ins Spiel: "In der schon länger fertiggestellten Planung und somit auch im Bebauungsplanverfahren war deshalb auch nie ein Kreisverkehr vorgesehen." Folgerung der beiden Fachleute: "Hätte man die Planung jetzt ändern wollen, hätte man das ganze Planungsverfahren erneut aufrollen müssen. Das hätte viel Zeit gekostet."

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