So sehen die Bauphasen für die Umfahrung Ebnat aus

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Das Bauvorhaben soll in vier Abschnitten umgesetzt werden. Fertigstellung wäre voraussichtlich Ende 2021.

Die Finanzierung ist gesichert – während des Baus kommt es zu mehrwöchigen Vollsperrungen.

Aalen-Ebnat. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur hat dem Land mitgeteilt, dass der Bund die notwendigen Finanzierungsmittel für den Bau der B 29a Nordumfahrung Ebnat in Höhe von 8,9 Millionen Euro bereitstellt.

Nach dieser Zusage wird das RP Stuttgart nun die europaweite Ausschreibung der Nordumfahrung in diesem Monat veröffentlichen. Damit wäre ein Baubeginn noch Ende dieses Jahres möglich.

Projekt in vier Bauabschnitten

Der rund 2,1 Kilometer lange Neubauabschnitt umfährt den Ort Ebnat nördlich. Er beginnt an der Waldgrenze westlich von Ebnat und schließt am heutigen Knotenpunkt L 1084/L 1076 an das bestehende Straßennetz wieder an.

Um die Beeinträchtigung der Verkehrsteilnehmer sowie der Anwohner zu reduzieren, ist vorgesehen, das Projekt in vier Bauabschnitten umzusetzen.

Der erste Bauabschnitt, die eigentliche Ortsumfahrung von Ebnat, verläuft überwiegend im freien Feld. Somit führt dies zu keinen verkehrlichen Beeinträchtigungen auf der Landesstraße 1084. Dort werden zusätzlich ein Unterführungsbauwerk und zwei Bauwerke zur Straßenentwässerung hergestellt.

Vollsperrungen sind nötig

Der zweite Bauabschnitt ist für die Sommerferien 2021 geplant und muss unter einer achtwöchigen Vollsperrung erfolgen. Während dieser Zeit erfolgt der Anschluss der neuen Ortsumfahrung an die bestehende L 1084. Nachdem im Rahmen der Arbeiten auch ein Abschnitt der Landesstraße in Richtung Unterkochen entfernt und neu hergestellt wird, ist eine Aufrechterhaltung des Verkehrs in dieser Phase nicht möglich.

Im dritten Bauabschnitt soll ein Teil des Knotenpunkts Ebnat-Ost hergestellt werden.

Im vierten Bauabschnitt wird der vierarmige Straßenknoten Ebnat-Ost mit Ampelanlage fertiggestellt sowie der sich anschließende rund 900 Meter lange Streckenabschnitt bis zur Anschlussstelle an der A7 auf der L 1084 saniert werden. Dafür bedarf es der Vollsperrung der beiden Straßenäste nach Ebnat-Ost und zur Anschlussstelle Aalen/Oberkochen.

Bei planmäßigem Verlauf kann die Nordumfahrung Ende 2021 freigegeben werden können, teilt das Verkehrsministerium mit. "Durch die neue Straßenführung wird der Durchgangsverkehr deutlich reduziert und die lärmgeplagten Anwohnerinnen und Anwohner entlastet. Zudem kann der Autobahnzubringer von der B 19 zur A 7 leistungsfähiger gemacht werden", sagt Verkehrsminister Winfried Hermann.

Planung nach BIM-Methode

Für die Planung und Bauausführung wendet die Straßenbauverwaltung die im Infrastrukturbereich bislang noch wenig eingesetzte BIM-Methode (Building Information Modeling-Methode) an. Dabei wird in 3D geplant, wobei alle Projektbeteiligten zeitgleich auf dieselben Datensätze zugreifen. Sie dient der Verbesserung der Qualität und der Effektivität des gesamten Planungs- und Bauprozesses und reduziert damit unnötige Kosten.

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