Warum der Grüngutcontainer in Ebnat Herzenssache ist

+
Der momentane Standort an der Stirnseite der alten Sporthalle ist nicht befriedigend. Der Betrieb durch die ehrenamtlichen Helfer von der Naturschutzgruppe vorderes Härtsfeld dagegen vorbildlich.
  • schließen

OB, Stadtkämmerin und die Mitglieder des Ortschaftsrats erörtern ruhig und bestimmt den kommenden Haushalt mit Blick auf den Teilort.

Aalen-Ebnat

Zeitgerecht kommt OB Frederick Brütting am Donnerstagabend nach der Sitzung in Dewangen in die gut durchlüftete und kühle Jurahalle. Mit dabei Stadtkämmerin Daniela Faußner. Beide bestens vorbereitet auf Ebnater Detailfragen. Auch nutzte der OB die Gelegenheit zu einer Antrittsrede vor dem Gremium. Dann stand „Vorberatung des Haushaltes 2022“ auf der Tagesordnung, und es folgte eine durchaus auch umfangreiche Debatte. Geführt wurde sie ruhig und sachlich.

Vor-Ort-Termin am Container

Nicht das keine Emotionen im Spiel gewesen wären. Beispiel neuer Standort Grüngut-Container. Uwe Grieser und Stefan Spiller forcierten das Thema. Ihnen zur Seite Ortsvorsteher Manfred Traub. Kurz entschlossen gab es dazu sogar einen Vor-Ort-Termin auf dem Parkplatz vor der Halle. Die Fakten: Momentan steht der Container als „Übergangslösung“ an der Stirnseite der alten Sporthalle recht provisorisch auf Schotteruntergrund, was nicht nur das Handling der Aufstiegsleiter, sondern die ganzen Abläufe unnötig erschwert.

Neuer Standort soll am Parkplatz südlich der Jurahalle am kleinen Abhang hin zur Festwiese sein. Gut versenkt und somit leicht zugänglich. Betrieben wird der Container zweimal in der Woche im Ehrenamt von der Naturschutzgruppe Vorderes Härtsfeld. Das allerdings war dem OB neu. Umso mehr zeigte er sich für die Vorschläge zugänglich und stimmte einer forcierteren Vorgehensweise und dann deutlich verbesserten Arbeitsmöglichkeiten zu. „Das könnte jetzt auch sehr schnell gehen. Wenn man sich ranhält sogar noch in diesem Jahr“, gab Traub dem OB als kleinen Wink mit auf den Weg. Dazu gab es von allen Seiten ein Dankeschön für das ehrenamtliche Engagement der Naturschutzgruppe.

Auch Kinderbetreuung Thema

Natürlich wurden auch die großen Dinge beraten. Ganz weit oben dabei die Kinderbetreuung. Erklärtes und angestrebtes Ziel ist jetzt ein sechsgruppiger Neubau der Kita St. Maria, dazu der Anbau einer Gruppe an die bestehende Kita St. Martin. „Wie schaffen wir es dabei auch, kurzfristig den Bedarf zu decken?“ stellte der OB als Dringlichkeitsfrage in den Vordergrund. Schnell weiterführende Gespräche soll es sehr zeitnah geben und rund drei Millionen Euro sind bis 2024 dafür schon mal im Haushalt vorgesehen.

Ein weiteres Thema war die Sanierung der Jurahalle. Hier mahnt unter anderem Uwe Grieser ein Gesamtkonzept an.

Zufrieden zeigten sich die Räte mit den Planungsansätzen in Sachen Baugebiete Höllacker und beim Sportgelände (zusammen rund eine Million Euro bis 2024), der Schulhausvernetzung (240 000 Euro für Ebnat) oder auch der Breitbandversorgung. Allerdings bremste der OB mit Blick auf die Investitionen in den nächsten Jahren die Euphorie. „Mir geht das Geld aus“, lächelte er mit Blick auf die vielen Wünsche.

Nächste Sitzung: Albaufstieg

Dazu gab es auch weitere Fragen und Anregungen vonseiten der Räte auch außerhalb der in der Sitzungsvorlage aufgeführten Punkte. Etwa: Was wird aus dem Lehrschwimmbecken? Wann gibt es eine E-Bike-Ladestation? Wie werden die Anregungen der Bürgermitmachaktion „PIN-Mit!“ umgesetzt? Was wird aus der Haupt- und der Jurastraße oder auch 'warum soll es in Aalen Außenbeleuchtung außerhalb von Wohngebieten geben und an der Straße von Affalterwang nach Waldhausen geht das nicht?' Lösungen sind offen, und es wurde auch klar: So schnell gehen in Ebnat die Themen nicht aus. Mehr schon nächste Woche. Dann geht es im Ortschaftsrat um das brisante Thema „Albaufstieg“. Man darf gespannt sein.

„Ich habe kein Geld mehr."

OB Frederick Brütting, mit einem nicht ganz entspannten Lächeln

Zurück zur Übersicht: Ebnat

Mehr zum Thema

WEITERE ARTIKEL

Kommentare