Zeiss: 57 Hektar für Technologiepark in Ebnat

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An der Ebnater Nordumfahrung möchte Zeiss einen neuen Standort bauen. Weitere Flächen bis hin zur A7 sollen für eine mögliche Erweiterung bereit gehalten werden. Es geht um 57 Hektar. Foto: Oliver Giers
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Die Fläche in Ebnat soll daraufhin untersucht werden, ob dort ein Gewerbegebiet möglich ist. Außerdem will sich die Stadt Aalen das Vorkaufsrecht für den östlichen Teil sichern.

Aalen-Ebnat

Zeiss, Zeiss und Zeiss ist in der Sondersitzung des Ortschaftsrats Ebnat auf der Tagesordnung gestanden. Es ging um die Voruntersuchung für die Fläche, auf der das Unternehmen einen neuen Standort bauen möchte, den Bebauungsplan und das Vorkaufsrecht für die Stadt Aalen. Eine Diskussion gab es im öffentlichen Teil der Sitzung kaum.

Die Räte trafen sich allerdings schon zuvor zu einer nichtöffentlichen Sitzung. Zu beobachten war, dass daran Baubürgermeister Wolfgang Steidle, Vermessungsamtsleiter Stefan Overmann und René Hoffmann vom Stadtplanungsamt teilnahmen. Da liegt die Vermutung nahe, dass es da schon um Zeiss ging.

Voruntersuchung: Im öffentlichen Teil erläuterte Overmann die Voruntersuchung für den Technologiepark Aalen-Ebnat/A7, wie der Arbeitstitel für das rund 57 Hektar große Gewerbegebiet lautet. Grundsätzlich gehe es darum zu untersuchen, ob die Voraussetzungen erfüllt sind, dort ein Gewerbegebiet zu entwickeln. Auf Nachfrage von Ortsvorsteher Manfred Traub sagte Overmann, dass diese Untersuchung in etwa ein halbes Jahr dauern werde.

Uwe Grieser (CDU) begrüßte, dass untersucht wird, ob die Fläche geeignet ist oder nicht. Wichtig ist ihm, dass untersucht wird, ob ein Gewerbegebiet in dem Bereich eine Gefahr fürs Grundwasser darstellt. Bei einer Gegenstimme und einer Enthaltung stimmte der Ortschaftsrat mehrheitlich für die Untersuchung.

Vorkaufssatzung: Parallel zur Untersuchung schlägt die Stadtverwaltung vor, im östlichen Teil des geplanten Technologieparks eine Vorkaufssatzung zu erlassen. Stimmt der Gemeinderat am 15. Dezember zu, bedeutet das, dass die Stadt Aalen, wenn ein Grundstück verkauft wird, das Recht hat, anstelle des ursprünglichen Käufers das Grundstück zu kaufen. Noch etwas einfacher ausgedrückt: Im Prinzip wird es unmöglich, an jemand anderen zu verkaufen als an die Stadt.

Dr. Tilman Schmachtel (Freie Wähler) wies darauf hin, dass es um ein Gebiet geht, in dem noch zu untersuchen ist, ob es überhaupt für Gewerbe geeignet ist. Mehrheitlich stimmte der Ortschaftsrat für die Vorkaufssatzung. Viktor Schill (CDU) und Andreas Krämer (Freie Wähler) stimmten dagegen. Schmachtel enthielt sich.

Bebauungsplan: In der Sitzung im November, als es um den Flächennutzungsplan ging, klang durch, dass die Firma Zeiss zunächst im westlichen Teil des Industrieparks bauen will. Der östliche Teil ist für eine spätere mögliche Erweiterung gedacht. Für einen Teil gibt es bereits einen Bebauungsplan. Nun soll ein weiterer Bebauungsplan auf den Weg gebracht werden, so dass es für den kompletten westlichen Teil (circa 30 Hektar) einen Bebauungsplan gibt.

Grieser plädierte dafür, nicht auch noch die Ausgleichsflächen dafür in Ebnat zu suchen: „Unsere Landwirte müssen noch Luft zum Atmen haben.“ Der Ortschaftsrat simmte dem Aufstellungsbeschluss mehrheitlich zu. Schill stimmte dagegen.

Der geplante Technologiepark Aalen-Ebnat/A7 erstreckt sich von der Nordumfahrung bis zur Autobahn. Schraffiert ist der Bereich des Technologieparks, in dem die Vorkaufssatzung gelten soll. Foto: rico

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