Zweite Ampel für Nordumfahrung?

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Die neue Nordumfahrung von Ebnat soll, laut Bauzeitenplan, bis Mitte Dezember fertig sein. Am Knotenpunkt West treffen die Unterkochener Straße und die Umgehungsstraße aufeinander. Dort, so fürchten manche Ebnater, könnte es in der Hauptverkehrszeit aus
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In Ebnat werden Stimmen laut, die eine Lichtsignalanlage an der Einmündung von Unterkochener Straße in die Ortsumfahrung fordern. Das sagen der Ortsvorsteher und die Experten.

Aalen-Ebnat

Mitte Dezember soll, laut Bauzeitenplan, die Nordumfahrung Ebnat für den Verkehr freigegeben werden. Mittlerweile mehren sich die Befürchtungen, dass sich dann an der Zufahrt im Westen in Richtung Unterkochen zu Stoßzeiten lange Staus bilden könnten. Ein neuralgischer Punkt, sagen mehrere Ebnater Bürgerinnen und Bürger und fordern eine Ampel. Denn die Verkehrsteilnehmer auf der künftigen B29a haben Vorfahrt. Die „freie Fahrt“ nach Unterkochen endet künftig an der Einmündung der Unterkochener Straße in die Ortsumfahrung.

Was das Regierungspräsidium sagt: Wer in Affalterried morgens gegen sieben auf die Westumgehung gen Süden einbiegen will und die Fahrbahn quasi quert, der steht. Der Stau auf dem Zubringer erfordert Geduld. Doch dieses Beispiel will Josephine Palatzky auf Nachfrage dieser Zeitung nicht gelten lassen. „Mit der Anschlussstelle Aalen-Affalterried ist die Situation in Ebnat nicht vergleichbar, da an der Anschlussstelle die doppelte Verkehrsbelastung herrscht“, erklärt die Pressesprecherin beim Regierungspräsidium Stuttgart. Man habe im Vorfeld der Maßnahme geprüft, wie leistungsfähig der westliche Knotenpunkt sein müsse, über den der Verkehr aus Ebnat in Richtung Unterkochen führt. Die Berechnungen haben, so die Pressesprecherin, eine ausreichende Leistungsfähigkeit bestätigt.

Die Verkehrsexperten haben alle möglichen Varianten durchgespielt.“

Manfred Traub, Ortsvorsteher

Wie der Ortsvorsteher die Situation beurteilt: Keine Bedenken hat auch Manfred Traub. Der Ebnater Ortsvorsteher sieht die Situation gelassen. „Zwei Drittel der Fahrzeuge, die bisher durch den Ort über die Jurastraße und Unterkochener Straße gerollt sind, werden künftig die Nordumfahrung nutzen“, sagt Traub. Deshalb erwarte er entsprechend weniger Verkehr sowohl im Ort als auch an der westlichen Einmündung in die künftige B 29a, „Weniger Fahrzeuge bedeuten, dass wir am künftigen Knotenpunkt auch keine Lichtsignalanlage brauchen“, sagt der Ortsvorsteher und verweist auf die Modelle der Verkehrsexperten in Stuttgart. „Die haben alle möglichen Varianten durchgespielt“, sagt er. Zudem sei berücksichtigt, dass im fließenden Verkehr immer wieder Lücken entstehen. Dafür sorgt, laut Traub, die künftige Ampel am östlichen Knoten von Ebnat. So sei gewährleistet, dass man aus Ebnat kommend – wenn auch mit etwas Geduld – durchaus zur Hauptverkehrszeit in Richtung Unterkochen einbiegen können.

Wenn doch alles anders kommt? Für den Fall, dass Wirklichkeit und Berechnungen stark divergieren, haben die Planer vorgesorgt. „In den Verkehrsinseln am westlichen Knoten liegt alles, was man für eine Lichtsignalanlage braucht“, erklärt der Ortsvorsteher. Bei den Bauarbeiten habe man Fundamente für Ampeln eingebaut und Vorbereitungen fürs technische Equipment erledigt. Dann brauche es „nur noch“ die Fundamente neben der Straße und die Anlage selbst.

Bei alledem verhehlt Traub nicht, dass er von Autofahrerinnen und Autofahrern ein gewisses Maß an Geduld erwarte. In Stoßzeiten müsse man damit rechnen, an einer Kreuzung oder an einer Einfahrt zu stehen. „Wir auf dem Land sind da schon etwas verwöhnt“, sagt Traub und betont, dass das alles klappen werde. „Notfalls nach einer kleinen Eingewöhnungszeit.“

Warum eine Ampel im Osten? Beim Knoten Ost handelt es sich, laut Pressesprecherin Josephine Palatzky, um eine Kreuzung mit vier Ästen und komplexeren Verkehrsbeziehungen sowie höheren Verkehrsbelastungen als am Knoten West. Aufgrund dieser Konfliktpunkte sei die Leistungsfähigkeit an diesem Knotenpunkt nur durch eine Signalisierung erreichbar.

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