Ein Sommerplatz am Härtsfeldsee

+
Pächterin Andrea Stritzelberger (Mitte) mit ihren Mitarbeitern Michaela Kleber und Christoph Quaiser im Biergarten, der direkt am Härtsfeldsee Platz für 100 Gäste bietet.
  • schließen

Wie Andrea Stritzelberger und ihr Team die Gäste am See bei Dischingen verwöhnt und was die Ausflugsgaststätte Wanderern, Radfahrern und Familien alles bietet.

Dischingen

Ein Blick über den See, dahinter die gelben Felder der Härtsfeldlandschaft, die der Bauer gemäht hat, und in der Ferne der Turm einer Burg. Ein beschauliches Ambiente, ein idyllischer Sommerplatz. Hier lässt es sich genießen. Dieses Flair bietet bei Dischingen das Seehaus „Kiosk“ am Härtsfeldsee und sein Biergarten. Dort werden, wie es sich für eine ordentliche Ausflugsgaststätte an der Grenze von Württemberg und Bayern gehört, schwäbisch-bayerische Spezialitäten wie Wurstsalat, Schnitzel mit Spätzle und Soß‘ oder Leberkäse mit Salat und Semmel aufgetischt. Aber auch Kaffee und Kuchen findet der Gast auf der Speisekarte. Für die kalten Getränke „sorgt“ die regionale Härtsfelder Familienbrauerei von Christoph Hald. Doch was wäre ein Biergarten ohne seine Wirtin? Das Herz von Gaststätte und Biergarten ist Andrea Stritzelberger – und ihr Team.

Quereinsteigerin

Andrea Stritzelberger ist Quereinsteigerin. Sie ist gelernte Krankenschwester. Vor gut zehn Jahren hat sie sich beim damaligen Pächter des Kiosks am Härtsfeldsee Reinhold Baurschmid als Aushilfe beworben. „Der Service und der Kontakt zu den Gästen haben mir gefallen“, erzählt die 51-Jährige. So blieb sie dem  „Kiosk“ immer treu. 

Jetzt hat sie dort einen Neuanfang gewagt. Nachdem der Kiosk mit 700 000 Euro innerhalb von anderthalb Jahren zu einer schmucken Ausflugsgaststätte mit 68 Sitzplätzen im Innern erweitert worden ist, hat sie sich als Pächterin beworben. Der ehemalige Pächter Reinhold Baurschmid ist weiter mit im Boot und Teil des gut zwölfköpfigen Teams. Das hat an Sonn- und Feiertagen und oft auch unter der Woche alle Hände voll zu tun. „Wenn's eng wird, hilft meine Familie mit“, sagt Andrea Stritzelberger und meint damit ihren Ehemann, die beiden erwachsenen Kinder sowie ihre Schwester mit Familie. 

100 Gäste fasst der Biergarten ungefähr und ist beliebtes Ausflugsziel von Familien, Radfahrern und Wanderern. Ihm schließt sich ein Mehrgenerationen-Spielplatz auf der einen und auf der anderen Seite direkt ein Wasserspielplatz an, in dem die Kinder, wie Andrea sagt, sehr gerne spielen. Indessen können die Erwachsenen kühle Getränke genießen und unbeschwerte Stunden erleben.

Schnitzelstraße & Co.

Doch auch die Küche hält, was die Speisekarte verspricht. „Alles ist frisch und selbst gemacht“, sagt die Pächterin und erzählt, wie das Team gemeinsam Schnitzel paniert. Andrea spricht von einer „Schnitzelstraße“, in der Christoph Quaiser etwa das Fleisch schneidet. Im nächsten Arbeitsschritt wird das Fleisch geklopft und gewürzt. Der Dritte im Bunde wälzt das Schnitzel in Eiern und Paniermehl, ehe es herausgebacken wird.

„Das ist nur ein Beispiel für unsere selbst gemachten Speisen“, sagt Michaela Kleber. Die Mitarbeiterin lobt dabei auch die „leckeren selbst gebackenen Kuchen der Chefin“ und wirbt für Windbeuteltorte, Schneewittchentorte oder Feuerwehrkuchen.

Die Gäste kommen in der Gruppe nach der Frauengymnastik, zur Vereinssitzung, ebenso als Stammgäste oder Gelegenheitsbesucher, als Wanderer, Radfahrer oder als Fahrgäste der „Schättere“. Sie alle machen Halt am „Seehaus“. Für ein kühles Bier oder eine Tasse Kaffee, um sich klassische Pommes mit Ketchup zu gönnen oder sich mit einer Brotzeit für die Weiterfahrt zu stärken. 

Bodenständige Küche

Die regelmäßigen zusätzlichen Aktionen der bodenständigen Küche kommen besonders gut an, erzählt die Wirtin. Etwa beim Wurstsalat-Büffet. Da wird diskutiert, ob es „den richtigen“ Wurstsalat überhaupt geben kann. Da geht es um den Schwäbischen mit der Rotwurst, den Schweizer mit dem Käse – oder ob gar ein Obazder am besten mundet. Alles wird probiert. Hiervon ein bisschen und davon ein bisschen mehr.

Leberkäs und Feuerwehr

An diesem sonnigen und für Radfahrer und Wanderer prädestinierten Spätvormittag füllt sich der Biergarten schnell. Hier eine Leberkäs-Semmel, dort einen Feuerwehrkuchen mit einer Tasse Kaffee. Unter ihnen sind Claus und Waltraud aus Waldhausen, die um den See spazieren gehen und sich die Gaststätte und Biergarten anschauen wollen. Johann indessen ist Teil einer Fahrradgruppe aus dem bayerischen Friedberg, die das Kloster Neresheim besuchen will. „Wir essen in Neresheim zu Mittag und kommen auf Kaffee und Kuchen hier wieder vorbei“, verspricht er bei der Abfahrt.

Was Sie über den „Kiosk“ wissen sollten

Beliebt: Schnitzel mit Pommes und Salat für 12,50 und Wurstsalat für 8 Euro;

Vegetarisches: Kässpätzle, vegetarische Maultaschen, gebackener Camembert;

Das kosten ein großes Spezi oder eine Saftschorle: 2,90 Euro; das kostet ein Radler: 2,50 Euro, eine Halbe 3,30 Euro;

Platz ist im Biergarten für 100 Gäste; der neue Gastraum fasst 68 Gäste.

Öffnungszeiten: täglich 10 bis 20 Uhr; Küche 11 bis 19 Uhr.

Michaela Kleber arbeitet im Kiosk am Härtsfeldsee.
Der "Kiosk" am Härtsfeldsee mit Blick vom Spielplatz
Die von Andrea Stritzelberger selbst gebackenen Kuchen sind beliebt.
Der Anbau an den Kiosk am Härtsfeldsee bietet Platz für 68 Gäste. Dank des Anbaus hat die Ausflugsgaststätte jetzt fast das ganze Jahr über geöffnet.
Christoph Quaiser in der Küche
Pächterin Andrea Stritzelberger (Mitte) mit ihren Mitarbeitern Michaela Kleber und Christoph Quaiser auf einen kurzen Plausch im Biergarten.
Radfahrer machen gerne Halt am Kiosk am Härtsfeldsee mit seinem Biergarten, um eine Rast einzulegen.
Pächterin Andrea Stritzelberger serviert Kaffee und selbstgebackenen Kuchen.

Zurück zur Übersicht: Härtsfeld

Mehr zum Thema

Kommentare