Eine Heimat unterm Kloster und individuell betreut

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Der Blick aufs Kloster Neresheim – vom Samariterstift aus, in dem 43 Menschen leben.

Das Samariterstift fördert Menschen nach ihren Möglichkeiten in einem familiären Umfeld.

Neresheim. Zu Füßen des Kloster Neresheim liegt das Samariterstift. Breite Fensterfronten geben den Blick frei auf Klosterberg und Weidefelder. Zum Samariterstift selbst gehört allerdings trotz des vielen Grüns drumherum noch eine großzügige Gartenanlage. Seit zehn Jahren rundet das Samariterstift den Berggrund ab. Zehn Jahre, in denen für Neresheimer und Senioren aus der Region hier ein familiäres Zuhause mit viel Atmosphäre entstanden ist.

„Am Anfang waren die Leute schon ein wenig skeptisch, weil alles so neu war und so anders“, erinnert sich Hausleiterin Regina Regele. Denn bis 2015 residierten die Eingliederungshilfe, die damals noch Behindertenhilfe hieß, und die Altenhilfe gemeinsam in einem großen Komplex in der Karl-Bonhoeffer-Straße. Nur einen Steinwurf von der jetzigen Adresse entfernt und doch liegen Welten dazwischen. Oben war vieles noch mit einem gewissen „Heimcharakter“ – nun wird in Hausgemeinschaften ein alltagsorientierter Tagesablauf mit aus der Biografie gewohnten Beschäftigungs- und Tätigkeitsfeldern angeboten. Die insgesamt 43 Bewohnerinnen und Bewohner sind auf drei Hausgemeinschaften verteilt. Einmal mit 13 Personen und zwei mit je 15 Personen. Bei der Betreuung und Pflege der Bewohner werden die Selbstständigkeit und noch vorhandene Fähigkeiten gefördert sowie die individuellen Bedürfnisse berücksichtigt. Es gibt 42 vollstationäre Plätze und einen Kurzzeit-Pflegeplatz.

Regina Regele kann sich noch genau an den Umzugstag erinnern. „Es war schönes Wetter, und wir sind mit den Menschen von der Karl-Bonhoeffer-Straße zu Fuß hierher gegangen – auch mit Rollatoren.“ Das persönliche Hab und Gut war zwischenzeitlich gut in den Händen von Umzugsprofis aufgehoben. „Ich konnte mir nicht vorstellen, wie das gehen soll“, wundert sich Sonja Kohler, Hauswirtschafterin und Alltagsbegleiterin, „aber als wir am späten Nachmittag mit den Leuten hier am Ulrichsberg ankamen, waren alle Zimmer picobello eingeräumt.

Jetzt ist das neue Haus zehn Jahre alt. Und allen, den Mitarbeitenden und den Angehörigen sowie den Bewohnerinnen und Bewohnern vertraut geworden. Heute ist der familiäre Ansatz in der Pflege ein Muss.

Platz für Begegnungen bietet das Haus am Ulrichsberg auch. Im Begegnungsraum wird regelmäßig zur Kaffeestunde und zu anderen Veranstaltungen eingeladen – natürlich erst wieder, wenn die Pandemielage es erlaubt.

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