Elchingen muss auf Sanierung warten

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Sanierung der Ortsdurchfahrt Elchingen: Ein großer Wunsch wäre dabei eine Entschleunigung des Verkehrs bei der Ortseinfahrt aus Richtung Neresheim. Auch Radwege, Querungshilfen und eine „kleine Umfahrung“ stehen auf dem Wunschzettel des Ortschaftsrates.
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Durch den Bau der Nordumfahrung in Ebnat verschiebt sich die Erneuerung der Ortsdurchfahrt.

Neresheim-Elchingen. Die Sanierung der Ortsdurchfahrt war großes Thema im Ortschaftsrat von Elchingen. Genauer gesagt: die Vorstellung des Planungsumfangs. Vor Ort Bürgermeister Thomas Häfele. Dazu das Ingenieurteam von G+H aus Giengen. Die wichtigste Nachricht zuerst: Die ursprünglich für 2021 vorgesehene Sanierung muss auf den Zeitraum März/April 2022 verschoben werden: „Da die Nordumfahrung Ebnat jetzt kommt und die Umleitungsstrecken bei Bedarf über Elchingen laufen, bekommen wir keine Genehmigung für dieses Jahr“, sagt Bürgermeister Häfele zur Begründung.

Anschließend im Mittelpunkt: Wünsche und Anträge der Elchinger, formuliert von Ortsvorsteher Nikolaus Rupp. Besonders ging es dabei um den Ausbau eines Fahrradweges von den Haldenhöfen bis in die Ortschaft, um einen Fahrradschutzstreifen entlang der Ortsdurchfahrt, um Entschleunigung des Verkehrs speziell im Bereich der Ortseinfahrt aus Neresheim kommend und auch um eine „kleine“ Umgehung Elchingens mit direkter Anbindung der Kreisstraßen aus Richtung Dorfmerkingen und Unterriffingen in Richtung Aalen. „Es sind alles sinnvolle Maßnahmen. Wir lassen gerade von den Planern die Kosten hochrechnen und prüfen dann im Gemeinderat die Finanzierbarkeit“, sagte Bürgermeister Häfele und gab damit einen ersten Hinweis auf Einschränkungen wegen der klammen Finanzlage der Stadt. Soll heißen: Was gehen wird, müsse man sehen. Vor allem mit Blick auf die als Nächstes anstehende Prüfung des Kanalsystems im Juni. „Müssen wir dort tätig werden, wird das eine ganz andere Hausnummer“, sagt der Schultes.

Der aktuelle Sachstand in Sachen Sanierung der Ortsdurchfahrt: Die Vermessung ist erfolgt. Gleiches gilt für Leistungsträgerabfragen, Baugrundgutachten, Kampfmittelbeseitigung, Verkehrsgespräch und die Untersuchung von Bordsteinen und Gehwegen. Als Nächstes sollen die Anlieger angeschrieben und informiert werden. Im dritten und vierten Quartal sollen die Planung abgeschlossen sein und die Ausschreibung erfolgen, Vergabe dann Februar 2022 und Baubeginn März/April 2022. Fertigstellung wäre circa im Juli 2022. Wichtigste Änderung dabei: Im Gegensatz zur bisherigen Planung soll die Fertigstellung nicht in zwei, sondern in drei Bauabschnitten erfolgen. „Das Ganze ist sehr komplex mit dem hohen Durchgangsverkehr von rund 7.200 Fahrzeugen am Tag“, hob Häfele die Verkehrsbelastung der Gemeinde hervor. Bauabschnitt eins sei von den Haldenhöfen bis zur Abzweigung Richtung Dorfmerkingen. Danach geht es weiter bis zur Abzweigung Großkuchener Straße und anschließend das restliche Stück bis zur Einfahrt des Industriegebiets. Heribert Andres

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