Charles Castro und der Astronaut in ihm

+
Der Künstler Charles Castro arbeit mit Acryl auf Leinwand, aber auch mit Schablonen und Sprühfarbdosen. Am Freitag, 12. November, stellt er seine Kunst in Neresheim-Elchingen aus.
  • schließen

Der Künstler, der einige Zeit in Aalen lebte, stellt nun seinen neuen Werkzyklus in Neresheim-Elchingen aus. Worum es dabei geht.

Neresheim-Elchingen

Ja, auch einen guten Zweck hat der Maler Charles Castro, der einige Zeit in Aalen lebte, im Sinn. Eines seiner großformatigen Bilder aus dem "Astronauten"-Zyklus möchte er dafür versteigern. Gut habe ihm aber auch getan, wie er im Interview verrät, dass er gleich eine ganze Bilderreihe zu diesem Thema geschaffen hat. Am Freitag, 12. November, zeigt Castro seinen "Astronauten" in Neresheim-Elchingen in einer Ausstellung.

Herr Castro, ihre Ausstellung heißt: "Der Astronaut in Dir". Was verbirgt sich dahinter? Charles Castro: Es geht bei dem Astronauten um einen Mann, der genug Mut hat, neue, bisher unbekannte Gebiete zu erkunden. Er geht dorthin, wo vor ihm bisher niemand war, und da muss man sehr viel Mut haben. Man kann ihn vergleichen mit Menschen, die selbst etwas Neues wagen. Ob sie nun ein Geschäft eröffnen oder ob sie Künstlerinnen oder Künstler sind, die einfach das machen, was sie lieben.

Wie zeigen Sie das denn in ihrer Kunst? Dafür steht auch das Visier des Astronauten. Es ist immer, egal bei welchem Bild, in Gold gehalten. Damit zeige ich die Vision, die man haben muss. Gold ist der Schatz, den ich finden will, wenn ich Neues mache.

Hat Sie die Raumfahrt schon als Kind interessiert?Überhaupt nicht. Und eigentlich wollte ich ursprünglich auch an einem anderen Thema arbeiten. Da habe ich gerade zwei Bilder gemalt, dann konnte ich irgendwie nicht mehr weitermalen. Vielmehr habe ich darüber nachgedacht, wer und was ich bin. Dann bin ich darauf gekommen, dass ich ebenfalls einer bin, der etwas anders, neu macht. Da heraus hat sich das Thema dann ganz von selbst entwickelt.

Sie selbst haben also den Astronauten in sich gefunden. Aber ist denn nicht jeder Künstler, jeder Künstlerin das auch? Nein, nicht automatisch. Es gibt ja auch hier sehr viele, die Kunst machen, die man sehr leicht kaufen kann. Ich male zunächst einmal mich selbst und für die Menschen, die sich in dem Astronauten spiegeln können.

Aber sollten sich Künstlerinnen und Künstler sich nicht gut vermarkten?
Ich liebe fast alles von Salvador Dali und der war nicht nur ein Meister. Er hat es auch geschafft, dabei trotzdem geschickt mit dem Kunstmarkt umzugehen. Wir Künstler sind natürlich sehr romantisch und sagen oft: meine Kunst muss für mich spreche. Gleichzeitig möchte ich aber auch, dass meine Kunst von deren Leuten gesehen werden kann, dass diese sie genießen. Insofern bin ich vielleicht auch hier ein wenig Astronaut.

Was erwartet die Gäste der Ausstellung?Geplant ist es, zwanzig Bilder zu zeigen. Ich habe die Location nur für einen Abend, aber es könnte keine bessere sein. Momentan lebe ich in Biberach, möchte aber gerne wieder zurück in diese Gegend. Auch deshalb stelle ich hier meine Kunst aus.

Sie stammen aus der Dominikanischen Republik. Aus einer Künstlerfamilie? Nein, ich komme aus einer Familie von Bauingenieuren, meine Mutter ist Ärztin. Mein Vater wollte gerne, dass ich auch Bauingenieur werde. Ich habe dann aber Kunst studiert und bin dann zu Grafik Design gewechselt. Erst war mein Vater nicht sehr glücklich damit, aber heute ist er stolz und sagt, ich soll immer weitermalen. Das bedeutet mir viel.

Die Ausstellung ist am Freitag, 12. November, dauert einen Abend und ist zu sehen bei KFG Luftfahrt in Neresheim-Elchingen, Vernissage um 19 Uhr, Anmeldung ist erforderlich vorab bei info@charlescastro.de

Zurück zur Übersicht: Elchingen

Mehr zum Thema

WEITERE ARTIKEL

Kommentare