Energiegewinnung im Einklang mit der Natur

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Beeindruckend: auf 12 Hektar erzeugen 31.728 Solarmodule pro Jahr rund 11 Millionen kWh Strom. Projektleiter Johannes Bartke (r.) führte dabei durch die Anlage.

Wie Markus Rupp mit den "Energiebauern" die neue Photovoltaik-Großanlage einweihte.

Elchingen. "Die Dürre 2018 und die tiefen Risse im Ackerboden haben mich zum Nachdenken gebracht", beschreibt Markus Rupp aus Elchingen die ersten Schritte in Richtung Solarpark. Es folgte eine Kontaktaufnahme mit den "Energiebauern" aus Sielenbach, zunächst als Berater. Dann auch als Investor, Pächter und vor allem auch Betreiber.

Ein Glücksgriff, wie Markus Rupp in seiner Ansprache bei der kleinen Einweihungsfeier mit anschließendem Tag der offenen Tür betonte.

Die "Energiebauern" um Gründer und Geschäftsführer Sepp Bichler und seine Söhne Martin und Florian sind ein mittelständisches Familienunternehmen, das sich auf die gemeinsame Umsetzung von Projekten mit Gemeinden, Flächeneigentümern und Energieversorgern spezialisiert und mittlerweile darin viel Erfahrung hat.

Rund 80 Mitarbeiter setzen pro Jahr im Schnitt sechs solcher Projekte um. "Wir betreiben die Anlage auch und werden auch in 25 Jahren noch ihr Ansprechpartner sein", hob "Sepp" Bichler noch hervor. Soll heißen: Der Betrieb aller Anlagen bleibt in Familienhand. Weiterverkäufe zum Beispiel an Fondsgesellschaften oder ähnliches soll es nicht geben. Die Ziele insgesamt: Umweltfreundliche, CO2-freie Energiegewinnung, effektiv, mit wenig Flächenverbrauch und marktfähigen Preisen. Knapp 5 Cent pro kWh kostet hier der Strom. Unabhängig von allen Absprachen, Diskussion und Verhandlungen im Vorfeld ist in Elchingen tatsächlich Großes entstanden: Der Strom reicht für rund 3400 durchschnittliche Haushalte. Äußerst bedacht ist man beim Betreiber vor allem auf den Naturschutz und die Eingliederung in die Umgebung.

So besteht die Anlage aus drei Teilen: Das Sondergebiet, auf dem auch die Module stehen. Dort wird extensives Grünland angelegt und von Schafen abschnittsweise beweidet, damit Teilbereiche auch wachsen und blühen können. Weitere Teile sind Randstreifen, die mit artenreichen und mehrjährigen Blühmischungen bepflanzt sind und letztendlich die große Ausgleichsfläche im Norden, für die Bäume, Streuobstwiese und Hecken vorgesehen sind.

"Insgesamt ein abgerundetes Gesamtprojekt und eine tolle Gemeinschaftsleistung in kurzer Zeit", sind sich alle Redner, von MdB Roderich Kiesewetter über Neresheims Bürgermeister Thomas Häfele und Ortsvorsteher Nikolaus Rupp, einig.

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