Es hängt jetzt am Gemeinderat

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Elchingen wünscht sich ein Urnengemeinschaftsfeld. In Neresheim (Foto, vorderer Bereich) gibt es diese Bestattungsmöglichkeit seit gut vier Jahren, wird aber wenig nachgefragt.
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Warum Elchingens Wunsch nach Urnengemeinschaftsfeldern auf dem Friedhof des Teilorts nicht so leicht umzusetzen ist.

Neresheim-Elchingen.

Die Elchinger hätten gerne bei sich auf dem Friedhof die Möglichkeit der Urnenbeisetzung in einem Gemeinschaftsfeld: also eine mehrere Quadratmeter große Fläche, in der mehrere Personen beigesetzt werden können, jeder einen kleinen Grabstein bekommt. Die Fläche wird mit einer Dauerbepflanzung begrünt und von der Stadt gepflegt. Als persönlicher Blumenschmuck ist ein Strauß mit Steckvase möglich. 

Dieses Anliegen war Thema im Ortschaftsrat (wir berichteten). Jetzt soll der Gemeinderat der Stadt Neresheim prüfen, ob die Friedhofsordnung entsprechend geändert werden kann. Kämmerin Sandra Schiele sieht das Ansinnen der Bürger skeptisch: „Urnengemeinschaftsfelder sind in Elchingen nicht vorgesehen.“ Erst 2018 habe die Stadt für nicht wenig Geld und mit einigem Aufwand Friedhofspläne für alle Friedhöfe im Stadtgebiet gemacht. „Da ist genau besprochen worden, wie auf welchem Friedhof in welchem Ortsteil alles gehandhabt werden soll. Das haben wir bis zum Jahr 2030 alles fix gemacht und zuvor alles mit den Ortschaftsräten besprochen.“

Beschlossen habe der Finanzausschuss dann die Pläne. Wo wie welche Gräber, alles sei noch für die nächsten acht Jahre festgelegt. Da jetzt noch etwas zu ändern, sei „eher nicht möglich“. Entscheiden müsse dies aber der Verwaltungs- und Finanzausschuss des Gemeinderats.

Nur fünf Felder verkauft

„Wir wollten 2018 perspektivisch etwas schaffen.“Christine Hochstatter von der Friedhofsverwaltung sagt, dass Ohmenheim als einziger Teilort auf dem kirchlichen Friedhof Urnengemeinschaftsfelder anbiete. Sonst gibt es diese Bestattungsform bislang in keinem der Teilorte.

„In Neresheim selbst bieten wir das 2018 an, aber die Gemeinschaftsfelder werden wenig nachgefragt.“ In den gut vier Jahren seien nur fünf Felder verkauft worden, so Hochstatter. „Es ist schwierig, für jeden Teilort immer alles anzubieten.“ Im Moment seien Baumbestattung viel in der Diskussion.

In Elchingen sei vor Jahren der Wunsch nach Rasengräbern sehr groß gewesen. Bis heute würden diese aber nicht genutzt. Die Stadt habe jedoch gehofft, dass – wenn der Wunsch nach einem Urnengemeinschaftsfeld da sei – die Familien sich auch vorstellen könnten, sich nicht vor Ort in Elchingen , sondern auf dem Neresheimer Friedhof beerdigen zu lassen. „Dass das nicht unbedingt das ist, was die Leute sich wünschen, ist nun klar“, bekannte Hochstatter.

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