Großes Finale der Vollblutmusikanten

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Die Vollblutmusikanten wurden bei ihrem letzten Auftritt gefeiert.
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Musikalischer Marathon im Elchinger Musikantenstadl beim letzten Auftritt der legendären Blasmusikformation - wie es mit der Reihe „Brass meets Böhmisch“ weitergehen könnte.

Neresheim-Elchingen

Zum vierten Mal hieß es am Samstag „Brass meets Böhmisch“ im Musikantenstadl in Elchingen. Und rund 500 Besucher wurden von vier internationalen Kapellen bestens unterhalten. Gleichzeitig war die Veranstaltung der letzte Auftritt der gastgebenden „Vollblutmusikanten“.

Groß war der Andrang zum „Brass meets Böhmisch“ in Elchingen. So groß, dass die Veranstaltung schon mal etwas später begann, waren doch allen drei Busse aus Nachbarkreisen auf den Parkplätzen angerollt. Dazu zeigten Autokennzeichen, dass Fans des musikalischen Genres aus einem größeren Umkreis gekommen waren, um fast zehn Stunden Blasmusik vom Feinsten zu erleben. Viele waren in bayrischer Tracht, in Dirndl oder in Lederhosen und mit Gamshut, gekommen.

Und die Veranstalter, die „Vollblutmusikanten“ um Dirigent Hermann Rupp, hatten nicht zu viel versprochen. Gleich für gute Stimmung sorgten „Blechverrückt“, sieben Musiker aus Bayrisch-Schwaben mit Blasmusik, die viel Lebensfreude ausstrahlte.

Als Zweites folgten die Gastgeber mit ihrer böhmisch-mährischen Musik. Dirigiert wurden die 25 Musiker von Daniel Hilbert, der den verhinderten Hermann Rupp bestens vertrat. Die Kapelle überzeugte mit Musik auf hohem Niveau, ruhigen Stücken oder Polka, mit bekannten Stücken und mit Eigenkompositionen wie „Ein Frühlingstag“ der Polka „Alte Freunde“. Einzelne Musiker wie Josef Gag und Lukas Eberle boten auf ihren Instrumenten umjubelte Soli, die Sänger Maike Koblizek und Frank Hosch glänzten mit ihrem Gesang. Die Musiker der Vollblutmusikanten kommen zumeist aus Musikvereinen aus größerem Umkreis, nicht nur aus Neresheim und Dorfmerkingen. „Der Aufwand ist groß, die Engagements für große Kapellen haben nachgelassen, deshalb ist Schluss“, sagt ein Musiker. Man spiele weiter in den eigenen Vereinen, vielleicht ergebe sich etwas Ähnliches in kleineren Gruppen.  „Die Veranstaltung 'Brass meets Böhmisch' wird der Musikverein Dorfmerkingen im kommenden Jahr fortführen“, kündigt Patrick Schill vom MV an. Der Verein hatte die Bewirtung übernommen.

Auch bei den folgenden Kapellen, „Happaranka“ und „Innsbrucker Böhmische“, war für beste Stimmung gesorgt. Mit ganz eigenen Stilrichtungen und Mischungen überzeugten beide bis nach Mitternacht.

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