Neuer Anlauf für einen Mountainbike-Park beim Flugplatz

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In der Nähe des Flugplatzes könnte in Elchingen ein Mountainbike-Park entstehen.
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Der Gemeinderat Neresheim will die Planung für einen Standort nah am Flugplatz vorantreiben. Warum das ursprünglich avisierte Grundstück doch nicht geeignet ist.

Neresheim. Im März hatten die Gemeinderäte das Projekt „Mountainbike-Park“ an der Landesstraße zwischen Elchingen und Stetten auf den Weg gebracht. In der Gemeinderatssitzung am Montagabend nun das Aus. Jedenfalls für diesen Standort. Doch es gibt eine neue Perspektive. 

Bürgermeister Thomas Häfele erläuterte, warum ein Mountainbike-Park an der avisierten Stelle nicht umzusetzen ist: Natur- und Umweltschutzbelange sprächen dagegen, die Verkehrssicherheit für Kinder und Jugendliche bei der Anfahrt sei nicht gegeben, es gibt dort weder Strom noch Wasser. Die Stadtverwaltung habe sich auf die Suche nach einem Alternativstandort gemacht, was nicht ganz   einfach sei. Häfele: „Wir brauchen 6000 bis 8000 Quadratmeter, Naturschutz, Wasserschutz, Baurecht – alles muss passen.“ 

Neuer Standort: „Passen“ könnte all das nun auf einem Gelände in Elchingen, nahe dem Flugplatz. Manuel Hoke, stellvertretender Stadtbauamtsleiter, erläuterte dies an einer Grafik: Das Flurstück sei bisher teilweise verpachtet gewesen, der Pachtvertrag ist ausgelaufen. Die Fläche sei „relativ eben und gut geeignet“. Weiteres Plus: Es gibt dort bereits eine betonierte Bodenplatte einer ehemaligen Hütte des Schäferhundevereins, Strom und Wasser liegen an.

Diskussion um Kosten: Er finde den neuen Standort „deutlich besser“, sagte Raphael Keim (Grüne). Doch wie steht es um die Kosten?, wollte er vom Bürgermeister wissen. 20.000 Euro sind im städtischen Haushalt eingestellt. Für weitere 21.000 Euro hatte die Verwaltung einen Antrag auf Leader-Mittel gestellt. Dieser Zuschuss fällt nun aus, weil er an den zuerst avisierten Standort gebunden sei. Und ein neuer Antrag komme nicht infrage – zu aufwendig und langwierig, hieß es sinngemäß von der Verwaltungsbank. 

„Wir hatten das eigentlich beschlossen unter der Maßgabe, dass es bei 20.000 Euro Kosten bleibt“, erinnerte Keims Fraktionskollegin Carmen Stumpf. Es sei immer die Rede davon gewesen, dass es 20.000 bis 40.000 Euro kosten würde, wolle man einen Mountainbike-Park angemessen einrichten und ausstatten. Und warum verschiebe man das Projekt unter diesen Umständen nicht?, fragte Waltraud Brenner (Freie Wähler) in die Runde. Joachim Schicketanz (SPD) schlug vor, weitere Grundstücke, zum Beispiel auch an stillgelegten Kläranlagen zu prüfen, Strom und Wasser gebe es dort auf jeden Fall. 

Signal an die Verwaltung: Martin Grupp (CDU) positionierte sich dann klar für das Grundstück am Musikantenstadel: „Wir sollten da bauen und müssen dann schauen, wie wir mit 20.000 Euro klarkommen.“ Dass Infrastruktur schon vorhanden sei, sei ja auch was wert, ergänzte seine Fraktionskollegin Catherin Stoll. Elchingens Ortsvorsteher Nikolaus Rupp fand, „der Musikantenstadel in der Nachbarschaft passt prima“, Werner Schrezenmeier hielt den Bau für ein wichtiges Signal an den Jugendgemeinderat und Josef Beyerle  schlug vor, die Jugend beim Bau mit einzubeziehen. Am Ende votierte das Gremium einstimmig bei zwei Enthaltungen dafür, dass die Verwaltung das Projekt an diesem Standort vorantreibt. Bürgermeister Thomas Häfele kündigte an, „zeitnah“ ein Konzept und erste Kostenschätzungen vorzulegen.

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