Starker Rückgang bei Erdbestattungen

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Im nordöstlichen Bereich des Friedhofs wäre Platz für Urnengemeinschaftsfelder. Die Stadt soll nun klären, ob die Friedhofssatzung entsprechend geändert werden kann.

Warum Elchingen hofft, bald Urnengemeinschaftsfelder anbieten zu können

Neresheim-Elchingen. Die Urnengräber werden knapp in Elchingen. In der Tat waren rund 90 Prozent aller Bestattungen auf dem Friedhof in den vergangenen Jahren Urnenbestattungen. Nun fragten Bürger im Ortschaftsrat an, ob es möglich sei, in Elchingen Urnengemeinschaftsfelder anzubieten.

„Die Nachfrage nach Urnenbestattungen nimmt bei uns stark zu“, bestätigt Ortschaftsratsmitglied Paul Mettmann. Es sei ein Anliegen der Bürger, dass hier weitere Kapazität geschaffen werde.

Derzeit gibt es Urneneinzelgräber im nordwestlichen Bereich des Friedhofs und Urnenstelen, also in einer Mauer eingelassene Vertiefungen, in denen die Urnen eingebracht werden. Die vorhandenen Grabstelen sind alle belegt, von den Einzel-Urnengräbern sind noch ein paar verfügbar.

„Erdbestattungen machen bei uns nur noch zehn Prozent aus“, sagt Mettmann. Der Trend gehe eindeutig zur Urnenbestattung. Da Grabpflege oft ein schwieriges Thema ist, hatte die Stadt 2017 die Möglichkeit von Rasengräbern durch eine Änderung der Friedhofssatzung geschaffen. Das bedeutet eine normale Erdbestattung, ein Grabstein, aber keinerlei Pflanzfläche, die es zu pflegen gilt. Das Mähen der Grasfläche über den Gräbern übernimmt der Bauhof. Platz dafür gibt es im nordöstlichen Bereich des Friedhofs. Hierfür gab es jedoch in den vergangenen Jahren nur wenig Interesse.

Weitere Überlegungen

Daher wird nun überlegt, ob dort, wo die Rasengräber für Erdbestattungen geplant waren, ein Teil der Fläche für Urnengemeinschaftsfelder verwendet werden könnte. Dort könnten Familien gemeinsam, aber immer mit Urne in der Erde bestattet werden. Diese Gemeinschaftsurnengräber würden mit einer Dauerbepflanzung aus „Bodendeckern“ angelegt und mit einem Grabstein versehen. Zuständig für die Pflege wäre die Stadt, einfache Steckvasen könnten aber befüllt werden. Bei großer Nachfrage nach den Urnengemeinschaftsfeldern ließe sich der Bereich um die ungenutzten Rasengräber und entlang des Weges am Nordeingang erweitern.

Die Stadtverwaltung Neresheim soll nun prüfen, ob Urnengemeinschaftsfelder in die Friedhofsatzung mit aufgenommen und dann realisiert werden könnten, damit in Elchingen die Form der Bestattung angeboten werden kann, die von den Bürgern gewünscht wird. Ist die Stadtverwaltung einverstanden, wären dies die ersten Urnengemeinschaftsfelder auf einem städtischen Friedhof in einem Neresheimer Ortsteil.⋌pe

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