Gaststätte öffnet erst im August

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Der einstige Kiosk am Härtsfeldsee wird erweitert. und zu einer Ausflugsgaststätte umgebaut. Die Bauarbeiten haben sich verzögert. und die Eröffnung im 1. Mai lässt sich nicht hat realisieren. Doch die Arbeiten gehen weiter.
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Am Härtsfeldsee bei Dischingen wird der ehemalige Kiosk zur Ausflugsgaststätte umgebaut. Im Mai hätte eigentlich Eröffnung gefeiert werden sollen. Weshalb es zu Verzögerungen kommt.

Dischingen

Die Gleise der Härtsfeldmuseumsbahn sind bis an den See verlegt. An der Endstation finden Fahrgäste der Schättere neben der herrlichen Wasserfläche auch einen Spielplatz und ein vom Kiosk zur Ausflugsgaststätte erweitertes Gebäude. Die Anlage mit Platz für 68 Gäste hätte bis 1. Mai fertig sein sollen, passend zum Ende der Bauarbeiten für die Härtsfeldbahn und zum Saisonauftakt.

Doch dem hat das Holzbaugewerbe einen Strich durch die Rechnung gemacht. „Momentan bestehen Lieferprobleme beim Bauholz“, sagt Martha Kragler, Geschäftsführerin des zuständigen Wasserverbands Egau, der den Härtsfeldsee als Hochwasserrückhaltebecken im Jahr 1972 gebaut hat. Von den Lieferproblemen sei nicht nur die künftige Ausflugsgaststätte am See betroffen, sondern auch Häuslesbauer und Vereine, „jeder halt, der irgendetwas in Holzständerbauweise errichten will“, sagt Martha Kragler. „Das bringt das gesamte Vorhaben ins Stocken“, sagt die Geschäftsführerin weiter.

Denn das Holz ist das eine, die nachfolgenden Gewerke sind das andere. Wenn der Rohbau nicht fertig wird, verzögern sich alles, was anschließend erledigt werden muss auch. „Und nicht nur um die eigentlich dafür eingeplante Zeit“, betont Kragler. Schließlich ständen die Handwerker ja nicht Gewehr bei Fuß. „Deren Planungen für Baustellen andernorts stehen fest; die warten nicht auf uns“, sagt Martha Kragler zur Baustelle am See. So müsse man mit den Handwerkern, die den Innenausbau erledigen oder die sanitären Anlagen installieren, die Folgetermine neu abstimmen. Was für weiteren Verzug sorge. Bei alle dem sei jedoch der Kostenrahmen eingehalten.

Der Härtsfeldsee ist ein Erholungsgebiet für ganz Ostwürttemberg und darüber hinaus. Damit das Areal auch künftig für Ausflugsgäste bleibt, hat der Wasserverband Egau 700 000 Euro investiert. Damit soll der ehemalige Kiosk zur attraktiven Ausflugsgaststätte umgebaut werden. „Wir modernisieren die sanitären Anlagen und realisieren einen Anbau“, sagt Martha Kragler. Auslöser für die künftige Ausflugsgaststätte und die neue Toilettenanlage ist übrigens der Wirtschaftskontrolldienst. „2017 mahnte der WKD an, dass die 40 Jahre alte Küche dringend modernisiert werden muss“, erinnert die Geschäftsführerin.

Damals hätte man nur an eine Sanierung der Küche gedacht. Doch um an Fördermittel zu kommen und um die Seeanlage zeitgemäß zu ertüchtigen, habe der Verbandsvorstand beschlossen, das Vorhaben entsprechend zu erweitern. „Bei Regenwetter oder an kühleren Tagen hat ein Aufenthaltsraum gefehlt“, blickt die Verbandsgeschäftsführerin zurück. In der kalten Jahreszeit blieb der Kiosk zu.

Mit einer Ausflugsgaststätte wertet der Wasserverband nun den Härtsfeldsee als Ausflugsziel auf. Dazu braucht es auch einen Pächter für die Gaststätte. Die Gespräche mit dem potenziellen Pächter sind bereits weit gediehen, sagt Geschäftsführerin Kragler. Den Namen will sie augenblicklich noch nicht nennen.

Imbiss statt Rucksackvesper

Fest aber steht, dass bis zu Eröffnung die Zeit überbrückt werden soll, damit die Menschen am See nicht nur ein Rucksackvesper haben. „Wir denken dabei an einen Imbissverkauf durch den künftigen Pächter während des Sommers“, erklärt Kragler. So ist für Speis und Trank gesorgt. Ein Manko bleibt: die sanitären Anlagen. Die bleiben geschlossen. Denn auch sie werden ertüchtigt. Und hierzu sind die Arbeiten noch nicht weit genug gediehen, damit man die Toiletten für die Seegäste öffnen könnte.

Die Plaungen der Handwerker stehen; die warten nicht auf uns.“

Martha Kragler, Geschäftsführerin

Das müssen Sie über den Härtsfeldsee wissen

Mitglieder des Wasserverbands Egau sind die Gemeinden Dischingen, Neresheim und Heidenheim mit dem Teilort Großkuchen.

Die zugehörige Fläche erstreckt sich über Teile des Ostalbkreises sowie den Kreis Heidenheim.

Der 1962 gegründete Verband betreibt derzeit neun Hochwasserrückhaltebecken.

Den Härtsfeldsee hat der Wasserverband Egau als Hochwasserrückhaltebecken der Egau 1972 erbaut.

Der See hat eine Wasseroberfläche von etwa 11,5 Hektar und ein Fassungsvermögen von etwa 270 000 Kubikmetern. Der See ist maximal 4,20 Meter tief.aki

Blick auf den Anbau, der in Holzständerbauweise erstellt ist. Und genau das Holz ist es, das zu Verzögerungen im Bauablauf geführt hat.

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