Heimattage 2024 als beste Werbung für das Härtsfeld?

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Fünf für die Heimattage 2024. Es präsentieren die Sponsoring-Broschüre (v.l.): Landrat Dr. Joachim Bläse, der Neresheimer Bürgermeister Thomas Häfele, Dischingens Bürgermeister Alfons Jakl, der Nattheimer Bürgermeister Norbert Bereska und der Heidenheimer Landrat Peter Polta.
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Warum zwei Landräte und drei Bürgermeister eine Sponsoring-Broschüre für ein besonderes Glanzlicht auf der Schwäbischen Alb präsentieren. Und was Sie sonst noch über Neresheim, Nattheim und Dischingen dabei wissen sollten.

Nattheim

Fünf Kommunalpolitiker üben den Schulterschluss für die Heimattage 2024. Die veranstalten Neresheim, Nattheim und Dischingen gemeinsam. Jetzt sind noch die beiden Landkreise Ostalb und Heidenheim mit im Boot. Was das bedeutet, haben jetzt Ostalb-Landrat Dr. Joachim Bläse, sein  Heidenheimer Amtskollege Peter Polta, das Neresheimer Stadtoberhaupt Thomas Häfele, Dischingens Bürgermeister Alfons Jakl und der Nattheimer Schultes Norbert Bereska verdeutlicht.

Sponsoren gesucht

Warum die Fünf „gemeinsame Sache machen“ wird schnell deutlich. Die Heimattage sind eine herausragende Veranstaltung. Ähnlich einer Landesgartenschau. Bei den Heimattagen reihen sich ein Jahr lang Veranstaltungen an Veranstaltungen, um so den Blick aufs Härtsfeld zu richten. Weshalb man nun gemeinsam nach Sponsoren sucht, die eben jene zahlreichen Events zu realisieren.

„Normalerweise werden die Heimattage nur an größere Städte vergeben“, erklärt Bürgermeister Thomas Häfele sichtlich stolz. In der Region seien Heimattage zuletzt in Aalen - im Jahr 1992 - veranstaltet worden. Und nur ganz selten seien Heimattage gleich von mehreren Kommunen gemeinsam ausgerichtet worden.

Die Landkreise im Boot

Doch Neresheim, Nattheim und Dischingen hätten bei ihrer Bewerbung gezeigt, was sie auf die Beine stellen können, was die Härtsfeld-Vereine mit ihren zahlreichen Mitgliedern leisten und wie die drei Kommunen ganz Baden-Württemberg ihr Potenzial präsentieren wollen. „Das ist eine riesen Chance fürs Härtsfeld und die gesamte Region“, streicht Häfele heraus. Er, Bereska und Jakl stellen dann touristische Glanzlichter ihrer Kommunen heraus, wie das Benediktiner Kloster, den Härtsfeldsee, Burg Katzenstein, die „Schättere“ und die weltberühmte Thecosmilia als Teil der Nattheimer Korallen.

„Der Landkreis Heidenheim wird die Heimattage maßgeblich unterstützen“, signalisiert Landrat Peter Polta. Die Vergabe der Heimattage sei ein besonderer Vertrauensbeweis und zeige, wie gut der Kreis Heidenheim und der Ostalbkreis zusammenarbeiten, in einer Region, die laut Polta, das „attraktivste Teilgebiet der Schwäbischen Alb“ sei. Norbert Bereska nennt ergänzend als Zahl 500 000 Menschen, die die Region Ostwürttemberg vereine.

Ein sensationeller Coup

Landrat Joachim Bläse bezeichnet den Zuschlag für die Heimattage 2024 als sensationellen Coup. „2024 ist das Härtsfeld der Nabel Baden-Württembergs. Mit Stolz können wir zeigen, was wir hier haben“, stellt der Ostalb-Landrat fest. 2024 werde der Begriff „Heimat“ eine andere Bedeutung haben, so Bläse, der damit auch auf den Krieg in der Ukraine und seine Folgen anspielt. Der Landrat spricht von Lebensgefühl, von Kultur und Freizeit in einem beeindruckenden Landschaftsraum und von einem modernen Konzept. 

365 Tage Veranstaltungen

Konzept wolle man füllen mit Veranstaltungen an 365 Tagen, so Bläse. Vom Neujahrsempfang im Januar, über den Narrensprung zur Fasnacht bis hin zum Baden-Württembergtag mit einer Gewerbeschau im Mai in Dischingen für Unternehmen aus der Region. Aber auch die Landesfesttage in Neresheim mit Umzug  im September seien ein Glanzlicht wie die Auszeichnung mit dem Heimatforschungspreis in Nattheim im November.

Individuelle Pakete

Doch für all das und mehr brauche es auch Sponsoren. Vor allem Unternehmen, Dienstleister und Handwerker, die finanziell die Heimattage mit ihrem Sponsoring mittragen. „Wir haben dafür verschiedene individuelle Sponsoring-Pakete geschnürt“, werben Häfele, Bläse und ihre Amtskollegen.

Wie man die Heimattage unterstützen kann

Die Finanzierung der Heimattage-Veranstaltungen ist dreigeteilt.

600.000 Euro müssen zusammenkommen, um die Events zu finanzieren.

200.000 Euro trage das Land bei; weitere 200.000 Euro die drei Kommunen; der dritte Teil - Thomas Häfele spricht von mindestens weiteren 200.000 Euro - seien in Form von Sponsoring eingeplant. Der Neresheimer Bürgermeister hofft allerdings darauf, dass „für die vielen tollen Veranstaltungen“ am Ende 300.000 Euro an Sponsorengeldern eingesetzt werden könnten.

Extra Sponsoring-Pakete haben die Veranstalter geschnürt - individuell zugeschnitten für die Unternehmen, Dienstleister oder Handwerker - vom Hauptsponsor, über „Partner“ bis hin zum „Freund“. ⋌aki

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