In 13 Bauabschnitten und mit 18,6 Millionen zum neuen Neresheimer Schulcampus

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Nach der umfangreichen Sanierung, Umstrukturierung und Erweiterung könnte der Schulcampus laut Machbarkeitsstudie so aussehen.
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Was die Erweiterung und die umfassende Sanierung der Härtsfeldschule kosten. Wann all das beginnt und was sonst noch wichtig ist.

Neresheim. Es ist eine große Investition, die Neresheim in den kommenden Jahren zu stemmen hat. Die umfassende Sanierung der Härtsfeldschule verbunden mit der Erweiterung des Campus soll nach aktuellen Rechnungen insgesamt 10 Millionen Euro kosten. Erweitert man die Sanierung um den Innenausbau kämen weitere 8 Millionen Euro hinzu. Dies und die einzelnen Bauabschnitte stellte Architekt Christoph Baur von der Königsbronner Architektengruppe Wittmann dem Gemeinderat vor.

„Wir müssen schnell handeln, das Schuldach ist undicht“, führte die Neresheimer Stadtbaumeisterin Eva-Maria Ramsperger ins Thema der Generalsanierung ein. Zudem wolle man die Grundschüler aus der alten Schule im Ortskern in den Schulcampus integrieren, die Klassenräume neu ordnen und das Gebäude modernisieren, so Ramsperger weiter. Man habe das Architekturbüro Wittmann mit einer Machbarkeitsstudie beauftragt, weil das Königsbronner Büro bereits beim Brand der Schule im Jahr 1994 in die Sanierung eingebunden gewesen sei.

Die Details stellte dann Christoph Baur vor. Der Büroinhaber betonte eingangs, dass Gespräche ergeben haben, dass der Kindergarten nicht in den Schulcampus integriert werde. „Es sind keine Synergieeffekte zu erwarten“, sagte Baur. Vielmehr bringe eine solche Integration eher Nachteile. Der Planer nannte unter anderem ein hohes Verkehrsaufkommen im Schulbereich. Für die fünfgruppige Kita eigne sich viel mehr ein städtisches Grundstück an der Graf-Stauffenberg-Straße in direkter Nachbarschaft zum evangelischen Kindergarten Sohlhöhe. An dieser Stelle seien die Verkehrsströme von Schule und Kita getrennt.

Der Bestand

Christoph Baur beschrieb den Baukörper mit einer Dachfläche von 4000 Quadratmetern und aktuell 42 Klassenräumen, die sich in einem Gebäude befinden, das in mehreren Etappen in den 1979er und 1990er Jahren erweitert worden ist. Er erinnerte daran, dass sich der Haupteingang sowie die Aula im Erdgeschoss befinden; untypisch für eine Schule sei das Sekretariat im ersten Obergeschoss. Bauer bezeichnete das zweite Obergeschoss in Teilen als „brandschutzrechtlich schwierig“ und das Gebäude „energetisch problematisch“.

In einer Visualisierung zeigte der Architekt Lösungsmöglichkeiten auf. Baur sprach davon, im zweiten OG aufzustocken und von einem Anbau im Osten und im Westen – dort in Form eines neuen Treppenhauses.

Die Pläne

„Wir müssen die Gesamtoberflächen des Gebäudes optimieren.“ Aber auch die Strukturierung gelte es zu überarbeiten. So sieht der Planer die Verwaltung, zwei Lehrerzimmer, Besprechungsräume und die Grundschulklassen im Erdgeschoss nahe dem neuen Haupteingang bei der derzeitigen Aula.

Das erste OG solle neu strukturiert werden, die Fachklassenräume neu geordnet, das Haupttreppenhaus mit einem Aufzug ergänzt als barrierefreie Verbindung des ganzen Gebäudes. Der künftig kompaktere Baukörper beherberge 51, statt der bisher 42 Klassenzimmer und sei energetisch optimal konzipiert.

Die 13 Bauabschnitte

Eins und zwei: Im ersten Bauabschnitt, der 2024 beginnt, installiere man den neuen Aufzug und verändere man die Eingangsebene. Im zweiten Abschnitt sei die Aufstockung des 2. OG geplant, ein Abbau im Erdgeschoss und die Dachabdichtung. Die Kosten bezifferte Baur auf 4,5 Millionen Euro.

Drei und vier: Die Verlegung der Verwaltung ins Erdgeschoss und Restarbeiten im 2. OG sollen im dritten und vierten Abschnitt (2025-2026) erfolgen und 3,5 Millionen Euro kosten.

Fünf und sechs: Für 2 Millionen Euro sollen (2026-2027) die Fassade und Außenanlagen ertüchtigt werden. Bis dahin kosten die Maßnahmen 10 Millionen Euro und seien notwendige Aufgaben, so Baur. Der Pavillon bleibe erhalten, um als Puffer für Räume zur Verfügung zu stehen.

Die Bauabschnitte sieben bis 13: Ab 2027 gehe es dann um weitere Umgestaltungen im Innenbereich, wie der Obergeschosse oder der Fachklassen. Dies schlage mit weiteren 8,6 Millionen Euro zu Buche, so dass am Ende der neue Campus 18,6 Millionen koste.

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