Jetzt lässt sich der Härtsfeldsee von drinnen genießen

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Die Sanierung und Erweiterung des ehemaligen Kiosk am Härtsfeldsee hat Platz geschaffen fürs entspannte Aufhalten im Trockenen. Seit neuestem wartet nicht nur eine Terrasse, sondern auch ein gemütlicher, heller Gastraum auf die Ausflügler.

Nach eineinhalb Jahren Sanierungszeit ist aus dem Kiosk am Härtsfeldsee eine echte Ausflugsgaststätte mit Wohlfühlcharakter geworden.

Neresheim/Dischingen

Willkommen am Härtsfeldsee!“ So hat der Vorsitzende des Wasserverbands Egau, Dischingens Bürgermeister Alfons Jakl, eine „ganze Schättere voll“ Ehrengäste im ehemaligen Kiosk am Härtsfeldsee begrüßt. Vom Kiosk geblieben ist noch der Name auf den T-Shirts von Pächterin Andrea Stritzelberger und ihrem Team. Doch das sanierte und erweiterte Gebäude hat nichts mehr mit einem Kiosk gemein. Eine echte Ausflugsgaststätte, ein Wohlfühlort mit großen Fenstern, viel Holz, Sichtbalken und Blick auf den See ist es geworden. Jetzt ist er nach eineinhalb Jahren Bauzeit und einer Menge Verzögerungen offiziell eingeweiht worden.

Innerhalb kürzester Zeit habe sich der Härtsfeldsee nach seiner Fertigstellung 1972 zum Naherholungsgebiet entwickelt, so Jakl, der seit 49 Jahren Dischingens Geschicke führt und so nah an der Geschichte des Sees dran ist. 1987 sei ein kleines Kiosk mit einem Raum fürs DLRG entstanden, das Fischwasser hat der Verein für Fischerei und Gewässerschutz gepachtet. 2006 habe die Familie Walter die Burg Katzenstein übernommen und sich seither enorm für die Attraktivität und touristische Erschließung der Umgebung eingesetzt. „Zu schade, dass das Schloss Thurn und Taxis für die Öffentlichkeit nicht zugänglich ist“, bedauert Dischingens Bürgermeister.

Gemütlicher Gastraum

„2017 war dann klar, dass wir beim Kiosk etwas machen müssen“, so Jakl. Die Sanierung hätte 300000 Euro gekostet „und wir hätten das Gleiche wieder gehabt“ - nur eben in saniert und ohne Förderung. Doch dem Wasserverband Egau schwebte mehr vor. „Wenn wir ohnehin schon mindestens 300000 Euro in den Hand nehmen müssen“, dann lieber etwas zukunftsfähiges Gutes schaffen: einen Anbau, ein neuer Küchentrakt, vor allem einen gemütlichen Gastraum. Bislang hatte es ja nur die Terrasse gegeben. Das europäische Förderprogramm Leader war bereit, das Großprojekt mit dem Maximalzuschuss von 200000 Euro zu unterstützen. Aus den geplanten 600000 Euro Baukosten werden wohl rund 700000 werden (alle Rechnungen sind noch nicht da). Und aus einem knappen halben Jahr Bauzeit sind eineinhalb geworden. So einige Kämpfe hatte Jakl auszufechten gehabt, hatte das Landratsamt Heidenheim eigentlich ein extra Bebauungsplanverfahren verlangt. Am Ende ging's ohne, aber Zeit hat's ziemlich gekostet. Ein Bebauungsplan soll nun dennoch kommen, wenn es nämlich um die Umsetzung des Wohnmobilstellplatz geht. Peter Polta, Landrat des Landkreises Heidenheim bestätigt, im Zusammenhang mit dem neuen Abschnitt der Härtsfeldmuseumsbahn werde die Gegend als kulturreicher Erlebnisraum noch wertvoller. Jakl ergänzt: Die Lage am Härtsfeld-Radweg und die Nähe zum Naturzeltplatz Karlsbrunnen sei gut, eine E-Ladestation soll kommen, die Idee mit dem Campingplatz sei auf Eis gelegt.

Die Geschichte des Härtsfeldsees

In den 1960er Jahren sind neun Regenrückhaltebecken in den Landkreisen Ostalbkreis und Heidenheim gebaut, der Härtsfeldsee als eines davon 1972 fertiggestellt worden. Das Becken des Härtsfeldsees ist nur mit Lehm abgedichtet und das einzige der Neun, das sich im Dauerstau befindet. Theresia Romer vom Wasserwirtschaftsamt Ellwangen hatte den See damals geplant. Die Auflage des damaligen Heidenheimer Landrats Peter Wild  dafür: Der Turm der Burg Katzenstein soll sich im See spiegeln.“, wie Jakl erzählt. Frischwasser gibt’s aus der Egau. Und wenn die mal kein Wasser führt, kann der Katzenbach eingeleitet werden. 470000 Kubikliter Wasser fasst der See, im Normalfall ist er aber halb gefüllt. Sein Einzugsgebiet ist 54,6 Quadratkilometer groß.

Unter den Ehrengästen der Eröffnungsfeier: der ehemalige Landtagsvizepräsident Alfred Geisel (von links), der Landtagsabgeordnete Winfried Mack und der Vorsitzende des Vereins Härtsfeld-Museumsbahn Werner Kuhn.
Zahlreiche Ehrengäste waren zur Eröffnung der aufwändig sanierten und erweiterten Ausflugsgaststätte des Wasserverbands Egau an den Härtsfeldsee gekommen.
Die Sanierung und Erweiterung des ehemaligen Kiosk am Härtsfeldsee hat Platz geschaffen fürs entspannte Aufhalten im Trockenen. Seit neuestem wartet nicht nur eine Terrasse, sondern auch ein gemütlicher, heller Gastraum auf die Ausflügler.
Die Bürgerwehr Neresheim trat zur Einweihung der erweiterten Ausflugsgaststätte am Härtsfeldsee an.
Zahlreiche Ehrengäste waren zur Eröffnung der aufwändig sanierten und erweiterten Ausflugsgaststätte des Wasserverbands Egau an den Härtsfeldsee gekommen.
Der Musikverein Dischingen umrahmte die Einweihungsfeier musikalisch.
Auch der Heidenheimer Landrat Peter Polta (von rechts) gratulierte dem Wasserverband Egau zur gelungenen Sanierung und Erweiterung des ehemaligen Kiosk. Daneben: Der Landrat des Ostalbkreises, Dr. Joachim Bläse, der Vorsitzende der Touristikgemeinschaft Gastliches Härtsfeld, Norbert Bereska und der ehemalige Landrat des Ostalbkreises, Klaus Pavel. Ganz rechts: Alfons Jakl, Dischingens Bürgermeister und Vorsitzender des Wasserverbands.
Zahlreiche Ehrengäste waren zur Eröffnung der aufwändig sanierten und erweiterten Ausflugsgaststätte des Wasserverbands Egau an den Härtsfeldsee gekommen.
Zahlreiche Ehrengäste waren zur Eröffnung der aufwändig sanierten und erweiterten Ausflugsgaststätte des Wasserverbands Egau an den Härtsfeldsee gekommen.
Zahlreiche Ehrengäste waren zur Eröffnung der aufwändig sanierten und erweiterten Ausflugsgaststätte des Wasserverbands Egau an den Härtsfeldsee gekommen.

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