Auf dem Härtsfeld wieder baden gehen

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Es ist fast alles neu im Kösinger Freibad. Unter anderem wurde das Schwimmbecken auf nun wettkampftaugliche 50 Meter verlängert.

Endlich: Ab dem 1. Juli ist das beliebte Familienbad in Neresheim-Kösingen wieder geöffnet. Zwei Jahre lang wurde umfassend saniert. Möglich wurde der finanzielle Kraftakt nicht zuletzt durch viel ehrenamtliche Arbeit und ein hohes Spendenaufkommen.

Neresheim-Kösingen. Etwas ganz Besonderes ist das weit über die Region hinaus bekannte Freibad „Neresheim mit Standort in Kösingen“ ja schon immer. Und tief ins Herz geschlossen haben es viele. Schon 1968/69 entstand hier oben auf dem für seine Wasserknappheit bekannten Härtsfeld aus einem Feuerlöschteich ein schmuckes Schwimmbecken. Zwei alte Schäferkarren dienten damals als Umkleidekabinen. Sogar eine DLRG-Ortsgruppe entstand.

Schließen? - Keine Option!

Ziemlich exakt 50 Jahre wurde der Betrieb dann zuletzt mit immer mehr Aufwand aufrechterhalten. Bis die Stadt dann letztendlich 2018 vor der Entscheidung stand „schließen oder umfassend sanieren“. Zu sehr war alles in die Jahre gekommen, zu hoch allein der enorme Wasserverlust durch marode Leitungen und auch die alte Beckenfolie. Schon lange kämpften aber viele für den Erhalt des Freibades. Schon 2014 etwa wurde aus einer Interessengemeinschaft ein Förderverein mit dem Ziel das einzige Freibad auf dem Härtsfeld zu erhalten. Ortsvorsteher und Bürger, DLRG und viele Freunde setzten sich ein. Bürgermeister, Verwaltung und Gemeinderat zogen am gleichen Strang und machten den Weg frei. Letztendlich war „schließen“ eigentlich nie eine Option.

In neuem Glanz

Es liegt mitten in „der Landschaft des Lichtes und der Weite“ und unbenommen ist das jetzt zwei Jahre lang und mit viel Liebe und Aufwand grundlegend und umfassend sanierte Freibad eine wahre Schau geworden. Freuen dürfen sich die Badegäste auf ein 50 auf 21 Meter großes „wettkampf- und olympiataugliches“ Edelstahl-Becken mit acht Startbahnen und Blöcken. Dazu ein feines Kinderbecken mit Rutsche. Das Wasser dazu wird von modernster und umweltfreundlicher Technik wohl temperiert und mit spürbar weniger Chlor auf besten Stand gebracht.

Auch um das Becken herum strahlt alles in neuem Glanz. Außenanlagen, das Hauptgebäude, Duschen, Umkleiden, Kiosk, Terrasse, Spielgeräte und vieles, vieles mehr. „Eine Million liegt im Becken. Eine Million in der Technik. Rund 450 000 Euro im Gebäude und im Drumherum“, überschlägt Bürgermeister Thomas Häfele die Gesamtkosten. Besonders erfreulich: „Wir sind absolut im Kostenrahmen geblieben. Da haben auch die unglaublich hohen Eigenleistungen von vielen freiwilligen Helfern und natürlich auch die gesammelten Spenden vom rührigen Förderverein stark geholfen“, ist der Bürgermeister froh. Unzählige „ehrenamtliche Stunden“ sind in die Generalsanierung des Freibads eingeflossen.

Hohe Spendenbereitschaft

Über 70 000 Euro an Spenden wurden gesammelt. Und auch bei Unterhalt und Betrieb sind viele freiwillige Helfer aktiv. Allen voran die starke Kösinger Ortsgruppe der DLRG, die auf dem Gelände auch ihr Vereinsheim hat. Aber jetzt erstmal nichts wie rein ins Wasser!han

Wir sind absolut im Kostenrahmen geblieben. Da haben auch die unglaublich hohen Eigenleistungen von vielen freiwilligen Helfern stark geholfen.“

Thomas Häfele

Bürgermeister Neresheim

Öffnungszeiten des Kösinger Freibads

Unter Corona-Bedingungen öffnet das beheizte Freibad am Ortsrand von Kösingen in Richtung Katzenstein mit zwei Zeitkorridoren und begrenzter Besucherzahl.
Zeitkorridor 1: 9 bis 13 Uhr
maximal 200 Personen
Zeitkorridor 2: 14 bis 19 Uhr
maximal 300 Personen

Weitere Informationen, die aktuellen Eintrittspreise sowie der Link zur
Onlinereservierung sind unter www.neresheim.de zu finden.
EineReservierung über die Internetseite oder telefonisch unter 07326/6164 ist zwingend erforderlich.

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