Der „Hoteldrachen“ begeistert das Publikum

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Ende gut – alles gut? Wird nun geheiratet? V.l.n.r. Markus Arnold, Florian Stocker, Philipp Wengert, Nicholas Reiter, Caspar Reiter, Seraphine Wendler, Steffen Wörle, Gabi Mai und Ulrich Hausner.

Grandiose Premiere im dritten Anlauf. Wann die letzte Vorstellung ist.

Neresheim-Kösingen. Wie wird man die unbeliebte Chefin des Hotels Sonnenschein los, den fauchenden „Hoteldrachen“? - Mit einem genialen Plan. Den erfahren Zuschauer, wenn sie zur letzten Aufführung der Theatergruppe des Kösinger Sportclubs (KSC) nach Kösingen kommen. Am vergangenen Wochenende feierte dort die Komödie „Der Hoteldrachen“ eine grandiose Premiere.

Zu den Vorstellungen in der Kösinger Turnhalle begrüßte KSC-Vorstand Bruno Reiter. Der Dreiakter von Armin Pöschl begeistert mit spritzigen Dialogen und allerlei Situationskomik. Alle Spieler sind mit Feuereifer dabei und der Funke springt schnell auf die Besucher über. Sie werden bestens unterhalten, haben viel zu lachen und sparten nicht mit Applaus.

Erstmals spielt Caspar Reiter aus Kösingen mit und Steffen Wörle brilliert in einer Doppelrolle, die ihm wie auf den Leib geschrieben ist. Bevor sich der Vorhang hebt wünschen sich die Akteure stets „Toi, toi, toi“ und am Ende den Schlachtruf „Horaz“. KSC-Vorstand Bruno Reiter stellte am Ende der mitreißenden Aufführungen alle Mitwirkenden namentlich vor und dankte den Zuschauern für ihr Kommen.

Ihr Hotel Sonnenschein führt der „Hoteldrachen“ Erika Reitmeier (voll in ihrem Element ist Gabi Mai) mit strenger Hand und scharfer Zunge. So sagt sie: „Die drei schlimmsten Plagen sind: Lepra, Cholera und vom Härtsfeld ra“. Sie unterjocht Portier Toni (Markus Arnold in Bestform) und ihre Tochter und zugleich Zimmermädchen Franzi (eine glänzend aufgelegte Seraphine Wendler). Nun steht die Hochzeit ihrer Tochter Franzi mit dem Hotelierssohn Bertl Haslinger (Nicholas Reiter) an; danach soll sie die Hotelchefin werden. Der treue Hotelgast Florian Stocker aus Hohlenstein (Philipp Wengert) ist in Franzi verliebt, aber er ist dem „Hoteldrachen“ nicht gut genug. Bertl leistet sich einen Seitensprung; die Hochzeit und die Hotelübernahme scheinen geplatzt. Portier Toni heckt einen gewagten Plan aus: neuer Bräutigam und neuer Pfarrer.

Der neue Bräutigam ist der große Schauspieler Max Franz (Caspar Reiter). Der hiesige Pfarrer Bergmüller (Steffen Wörle) wird eilig zur Papstaudienz nach Rom geschickt, damit er den Schwindel nicht aufdeckt. Aushilfspfarrer wird Urlaubsgast Leo Finke (Steffen Wörle), der ein Doppelgänger des Pfarrers sein könnte. Bertl will Franzi zurückerobern und merkt, dass etwas mit der neuen Hochzeit nicht stimmt.

Der einst wasserdichte Plan wird immer schwieriger umzusetzen: Pfarrer Bergmüller fährt nicht nach Rom und Heide Finke (Marion Kapfer), die Ehefrau von Leo Finke taucht auf, um ihrem Mann die Leviten zu lesen. Es geht drunter und drüber; auch der Musiker Mambo Tscharlie (Ulrich Hausner) ist immer für eine Überraschung gut.

Wer wissen will, ob es eine Hochzeit gibt und was aus dem gefürchteten „Hoteldrachen“ wird, kann am kommenden Samstag noch eine Aufführung erleben.

Letzte Vorstellung: Samstag, 9. April um 19.30 Uhr in der Turnhalle in Kösingen. Derzeit Einlass nach der 3G-Regel. Platzreservierung bei Familie Knaus, Tel. (07326) 7349 ab 16 Uhr.

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