Eröffnung vor den Sommerferien?

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Montage des neuen Edelstahl-Schwimmbeckens im Freibad Kösingen.
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Die Arbeiten auf der Baustelle sind im Zeitplan - trotz Corona. Wenn alles gut weiterläuft, soll irgendwann nach Pfingsten eröffnet werden. Ein Blick auf die Finanzen.

Neresheim-Kösingen

Wenn es dieser Tage so richtig Frühling ist, wünschen sich viele, dass auch bald die Freibäder öffnen. Die Coronakrise lässt derzeit noch die Frage offen, wann und ob überhaupt eine Freibadsaison möglich ist. Damit aber alles bereit ist, wird auf der Baustelle in Kösingen derzeit fleißig gearbeitet. Trotz der Pandemie. Schließlich soll das neu gestaltete Freibad im Juli seiner Bestimmung übergeben werden.

"Bis jetzt arbeiten die Firmen auf dem Freibadgelände weiter", sagt Neresheims Bürgermeister Thomas Häfele und weist darauf hin, dass sich die Handwerker und Ehrenamtlichen die Auflagen wegen Corona beachten. "Unsere ehrenamtlichen Helfer sind nur in Einzelfällen auf der Baustelle", betont das Stadtoberhaupt. Er hoffe, dass dies auch weiterhin möglich sei.

Sorgen bereiten dem Neresheimer Bürgermeister vor allem die Materiallieferungen. Da bleibe eine gewisse Unsicherheit. "Bislang sind wir allerdings im Großen und Ganzen im Zeitplan", freut sich Häfele.

Vor Ort ist der für die Bäder zuständige Carsten Pferner. Der Badbetriebsleiter habe, so Häfele, derzeit im Hallenbad, das wegen Corona geschlossen ist, nur die technischen Anlagen zu betreuen. "Das kommt nun dem Kösinger Freibad zugute", sagt Häfele.

Was sich in Kösingen gerade tut? Ehrenamtliche Helfer installieren in den Damenumkleiden die Decke. "Alles geschieht legal – die Auflagen werden beachtet", versichert Häfele. Das neue Edelstahlbecken ist bereits installiert. "Jetzt werden die Zu- und Abläufe dafür verlegt", beschreibt der Schultes die Arbeiten. Die Wetterbedingungen für sämtliche Außenarbeiten sind momentan optimal. Die Elchinger Baufirma Brenner fülle daher nun auch die Gräben auf.

"Die Neresheimer Firma Neuhauser beginnt mit den Heizungsarbeiten", so Häfele. Zudem solle der Innenbereich des Anbaus verputzt werden. Nach Ostern kommen die Estrichleger. Und wenn dann das Wetter weiter hält, werden die Umkleiden für die Damen und Herren hergerichtet.

2,2 Millionen Euro soll die umfangreiche Erneuerung des idyllisch gelegenen Freibads in Kösingen kosten. "Wir sind auch im Kostenplan", betont der Bürgermeister und spricht von einer Punktlandung.

Bis jetzt arbeiten die Firmen auf dem Freibadgelände weiter.

Thomas Häfele Bürgermeister

Einen wichtigen Beitrag zur Finanzierung des Schwimmbads leistet auch die Initiative "Pro Freibad". "Wir haben bereits einen 30 000-Euro-Scheck überreicht. Einen zweiten wird es demnächst geben", kündigt die Vorsitzende des Fördervereins, Dr. Jeannette Behringer, an. Der zweite Spendenblock ist auf knapp 40 000 Euro angewachsen. "Das ist fantastisch, wie kreativ und engagiert sich die Menschen auf dem Härtsfeld und in der gesamten Region einbringen."

Behringer betont, wie froh und glücklich sie sei, dass die Initiative "Pro Freibad" so erfolgreich Spenden habe sammeln können. Mit insgesamt 70 000 Euro Spenden, damit habe niemand gerechnet, als man 2014 den Verein gegründet habe.

Aber nicht nur die Geldspenden zählten. Auch die Arbeitsleistung, die viele ehrenamtlich auf der Baustelle erbracht hätten, sei total beeindruckend. Behringer dankt zudem allen Vereinen, die das Kösinger Freibad unterstützen.

All das zeige, dass das Anliegen der Initiative richtig sei. "Das Bad ist ein wichtiger Teil der Infrastruktur auf dem Härtsfeld", sagt die Initiatorin. Das könne man gebührend feiern, wenn die Zeiten wieder besser seien. "Dann dürfen wir uns freuen, dass wir das Freibad haben." Auf jeden Fall zeigt sich Initiative-Sprecherin Behringer zufrieden, dass die Eröffnung näher rückt.

Häfele will das Freibad zwischen Pfingsten und den Sommerferien wiedereröffnen. Aber auch bei dieser Planung spielt Corona eine wichtige Rolle.

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