Schützen feiern mit Salut und Gästen

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Das Bild zeigt die etwa 85 mitwirkenden Böllerschützen nach dem Böllerschießen am Samstagabend.

Der Schützenverein Hubertus Kösingen 1959 feiert gleich zwei Jubiläen mit großem Publikum und besonderem Programm.

Neresheim-Kösingen

Der Schützenverein Hubertus feiert 2019 gleich zwei Jubiläen: der Schützenverein sein 60-jähriges und dessen Böllergruppe das 20-jährige Bestehen. Beim dreitägigen Oktoberfest kamen jetzt Schützen, Böllerschützen als auch Besucher voll auf ihre Kosten. Das beeindruckende Nachtböllern am Freitag und Samstag klappte wie am Schnürchen.

Im Februar 1959 wurde der Schützenverein, der aus dem Kriegerverein entstand, von mehr als 20 Mitgliedern gegründet. Heute zählt die Gruppe knapp 130 Mitglieder. Es gibt zwei Mannschaften – eine Seniorenmannschaft, drei aktive Jugendliche und die Böllerschützen. Die erste Mannschaft ist 2019 in die Bezirksliga Schwaben aufgestiegen.

Zum 50. Geburtstag 2009 richteten die Hubertusschützen das Schwäbische Böllerschützentreffen in Kösingen mit mehr als 900 Böllerschützen aus. Der jüngere "Ableger" des Schützenvereins, die Böllergruppe, wurde 1999 ins Leben gerufen. Anfangs waren es fünf Aktive, heute sind es 17 aktive Böllerschützen. Die Böllerschützen haben zwischen zehn und 15 Terminen im Jahr. Für die Kösinger Schützen wichtig sind die Brauchtumspflege und die gute Kameradschaft mit befreundeten Vereinen und Böllergruppen.

Gäste in Lederhosen und Dirndl

Anlässlich des 60-jährigen Bestehens gab es 2019 ein vereinsinternes Gartenfest, erinnerte Schützenmeister Markus Grubauer. Am 3. Oktober fährt ein Teil der Hubertusschützen nach München und schießt beim Oktoberfestlandesschießen mit. "Ebenfalls im Oktober werden wir am Egau-Wanderpokalschießen teilnehmen", so der Schützenmeister weiter. Donnerstags laufe im Schützenhaus der Übungsbetrieb. "Das Jahr klingt stets mit Königsproklamation und Winterwanderung aus", sagte Schützenmeister Grubauer.

Er freute sich, im Sport- und Schützenhaus an beiden Tagen "über die volle Hütte". Er begrüßte die vielen Böllerschützen und Besucher, die meist in Tracht, Lederhose oder Dirndl kamen und erläuterte die Schussfolge und Regeln.

Bereits am Freitagabend gab es das "kleine" Böllerschießen mit insgesamt über 30 Böllerschützen, wobei drei befreundete Böllergruppen die Kösinger unterstützten. Die vereinseigene Kanone namens "Babett" war mit von der Partie. Die "Wirthausmusi" mit Dirigent Rüdiger Heindel sorgte für Stimmung beim "Bayrischen Abend".

Etwa 85 Böllerschützen wirkten am Böllerschützentreffen am Samstagabend mit. Neben den Kösingern waren Schützen aus dem Ostalbkreis, dem Riesgau und dem Dillinger Raum dabei.

Ein mit Fackeln beleuchteter Platz

Als es dunkel war, stellten sich am Freitag und Samstag die Böllerschützen auf dem mit Fackeln beleuchteten Sportplatz im Halbkreis auf. Unter Kommando von Schützenmeister Grubauer feuerten sie ab: gemeinsamer Salut, langsames Reihenfeuer von rechts, schnelles Reihenfeuer von links, langsame Reihe im Doppelschlag, gegenläufiges Reihenfeuer und nochmals einen Salut. Ein "Versager", ein nicht gelöster Schuss, wurde nachgeschossen.

Mit entsprechendem Abstand sahen viele Zuschauer dem lauten und Funken sprühenden Spektakel zu. Applaus gab es am Ende und für die Böllerschützen einen Böllerschnaps für unfallfreies Schießen.

Auszeichnung für Ann-Kathrin Kahn

Die Kösinger Böllerschützin Ann-Kathrin Kahn wurde am Samstag mit dem bronzenen Böllerabzeichen des Riesgau Nördlingen von Fritz Wagner (stellv. Gauschützenmeister und Ehrungsbeauftragter des Riesgau Nördlingen) für langjährige aktive Böllerschützentätigkeit ausgezeichnet.

Diese Ehrung gibt es ab fünf Jahren aktiver Böllerschützentätigkeit.

Die Besucher wurden an allen Tagen bestens bewirtet.

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