Warum ein Knecht heiß begehrt ist

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Reservebraut und Magd Stase (Marion Kapfer) würde sehr gerne Sepp Bürstenbinder (Steffen Wörle) heiraten und zeigt ihm vorab, wie gerne sie ihn hat.

Die Theatergruppe des Kösinger Sportclubs (KSC) spielt in der Turnhalle "Der vererbte Hochzeiter". Wie die Premiere des Lustspiels beim Publikum ankam.

Neresheim-Kösingen.

Geld macht nicht unbedingt glücklich, aber es beruhigt ungemein. In Kösingen wurde neben beträchtlichem Grundbesitz ein "Hochzeiter" (Bräutigam) gleich mitvererbt. Die Theatergruppe des Kösinger Sportclubs (KSC) zeigt in der Saison 2019/2020 das heitere Lustspiel "Der vererbte Hochzeiter", das am Donnerstagabend eine grandiose Premiere feierte. Am Premierenabend begrüßte KSC-Vorstand Bruno Reiter in der ausverkauften Turnhalle.

Witzige Dialoge

In dem Dreiakter von Marianne Santl werden die Zuschauer bestens mit witzigen Dialogen, turbulenten Szenen und zündenden Gags unterhalten. In der Hauptrolle glänzt Bruno Bönig als resoluter Bauer Hans Wieser und alle Theaterspieler und -spielerinnen stehen dem in nichts nach und brillieren in ihren Charakteren, die allesamt ordentlich Pfeffer haben. Für die beiden "Neuen" Marion Kapfer aus Frickingen als Magd Stase und Philipp Wengert aus Hohlenstein als Knecht Flori lief es rund.

Es geht ums Erbe

Die alleinstehende Klara Wieser, die einzige Schwester des Bauern Hans Wieser (Bruno Bönig), ist gestorben. Er rechnet fest damit, ihr Mehrfamilienhaus und den Bauplatzgrund zu erben. Zudem hat er schon einen Grundstücksverkauf aus Klaras Erbe an den Bauern und Nachbarn Leo Brunner (Markus Arnold) nahezu perfekt gemacht. Doch der Pfarrer taucht mit Klaras Testament auf und lässt die "Bombe" platzen: Es erben zu gleichen Teilen Tina Wieser (Jennifer Kohler), die lebenslustige Tochter von Hans und Christa Wieser (Gabi Mai), sowie Sepp Bürstenbinder (Steffen Wörle), jedoch nur, wenn Tina und Sepp heiraten. Falls sie nicht heiraten, ist der Alleinerbe Sepp Bürstenbinder. Es gibt eine Bedenkzeit von vier Wochen.

Sepp ist heiß begehrt

Der einfältige, ängstliche Sepp Bürstenbinder aus Hohlenstein kommt auf den Hof der Wiesers und wird als Knecht eingespannt. Die arbeitsscheue, vorlaute Magd Stase (Marion Kapfer) interessiert sich mehr für ihre Romane als für die lästige Stall- und Hausarbeit. Tina Wieser (Jennifer Kohler) ist bereits in Flori (Philipp Wengert), den Knecht von Leo Brunner (Markus Arnold), verliebt. Sepp bemüht sich um Tina, doch die will ihn absolut nicht heiraten. Die Wochen vergehen. Sepp ist heiß begehrt: Als "Reservebraut" sieht sich Magd Stase. Auch Sepps nervige Nachbarin Kathl Weber (Christine Stutzmann-Lacker) möchte ihre Tochter Annamierl mit ihm verheiraten. Klaras Erbe muss in der Familie bleiben, darin sind sich die Eheleute Wieser einig und ihre widerspenstige Tochter muss den "vererbten Hochzeiter" heiraten. Da Tina andere (und finanziell) gute Heiratspläne hat, sind ihre Eltern mit ihrem künftigen Bräutigam einverstanden und ergreifen drastische Mittel, um das Erbe doch noch zu erhalten: Sie lassen Klaras Geist sprechen. Alles nimmt für die Beteiligten ein versöhnliches Ende: Es gibt zwei Hochzeiten und Klaras Erbe kommt in gute Hände.

Eine Inszenierung, für die es oft Szenenapplaus und am Schluss stürmischen Beifall für alle Akteure und Helfer gibt, die KSC-Vorstand Bruno Reiter dann auch noch namentlich vorstellte.

Weitere Mitwirkende bei der Umsetzung des Stückes: Souffleurin Manuela Fischer, Maske Elke Schmidt und Christina Diemer. Regie führen die Theaterspieler.

Weitere Spieltermine in der Turnhalle Kösingen: Vereinzelte Restkarten gibt es noch für die Aufführung am Samstag, 4. Januar 2020; Beginn ist jeweils um 19.30 Uhr und warme Küche gibt es ab 18.30 Uhr. Weitere Infos bei Familie Knaus Tel.: (07326) 7349.

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