Wenn das Jesuskind im Stall sitzt

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In der Nähe der Krippe lagerten Hirten, die auch von der Geburt Jesus erfuhren.

Auf dem Hof der Familie Gustav Kohler führten 25 Kinder die Weihnachtsgeschichte auf und 130 Besucherinnen und Besucher sahen zu.

Neresheim-Kösingen

Not macht erfinderisch, die Coronapandemie ebenfalls. Schon 2020 fand das Krippenspiel in Kösingen auf dem Hof der Familie Gustav Kohler statt und auch 2021 ging es hier über die Bühne. Die 25 mitwirkenden Kinder spielten charmant und mit Feuereifer und begeisterten die mehr als 130 Besucher.

Ein Weihnachten ohne Krippenspiel in Kösingen: undenkbar, denn es findet seit etwa 50 Jahren statt. Traditionell wird es in der Kösinger St. Sola Kirche an Heiligabend nachmittags aufgeführt. Da wurde es in den Sitzbänken manchmal eng.

Aus Platzgründen und um keine Zuschauer zu gefährden wurde auch in 2021 die Bühne in einem Stall von Gustav Kohler aufgebaut und die Zuschauer konnten das Spiel von draußen im Hof verfolgen. Die aktuellen Corona-Regeln wurden eingehalten. Das Organisationsteam wählte ein Krippenspiel gespickt mit modernen Dialogen, in dem Kindergartenkinder und Grundschulkinder bis zur 4. Klasse mitwirkten. Die Musiker des Heimatvereins Kösingen unter Leitung von Rüdiger Heindel umrahmten es gekonnt mit Liedern, wie „Alle Jahre wieder“ ebenso das Gitarrenduo Cornelia Kohler und Nora Beck mit „Ihr Kinderlein kommet“.

Mesner Dino Kunick begrüßte: „Gezeigt wird die Geschichte der Geburt Jesus vor 2000 Jahren“. Er dankte am Ende des mitreißenden Spiels allen Mitwirkenden. So trug es sich zu: Josef (Luca Lämmer) und seine schwangere Verlobte Maria (Malin Weber) machten sich auf den Weg von Nazareth nach Bethlehem zur Volkszählung. Erfolglos suchten sie dort eine bezahlbare Herberge, klopften an viele Türen und fanden nur einen kärglichen Stall. Hier gebar Maria ihr Kind Jesus und legte es in Windeln gewickelt in eine Krippe auf Heu und Stroh. Die Nachricht verbreitete sich schnell und erreichte die in der Nähe lagernden Hirten.

Viel Applaus gab es für die Kinder, Musiker, das Gitarrenduo, die Erzählkinder und das Organisationsteam mit Daniela Schiele, Cornelia Kohler, Sandra Schneider und Dino Kunick.

Jedes Kind beziehungsweise jede Familie erhielt einen Christbaumanhänger geschenkt und Robert Knaus, Kösingens Kirchengemeinderatsvorsitzender, überreichte Gustav Kohler ein Präsent.

Die „Hausherrn“ Gustav und Maria Kohler waren sich einig: „Uns hat das Krippenspiel gut gefallen, unsere Enkel spielten mit“. Die Kösingerin Margit Beyerle war bezaubert: „Mir hat das Krippenspiel und Ambiente gut gefallen. Es zu organisieren und einzustudieren macht viel Arbeit. Drei Enkelkinder haben mitgespielt: Ben, Lena und Chris Schneider.“

„Meine Tochter Mathilda spielte einen Engel. Ich fand das Spiel super“, so die stolze Mama Milena Gruber.

„Unsere Mia war ein Hirte und Romy ein Engel. Mich hat das Spiel beeindruckt; ein Lob für das ‚Orgateam“, sagte Bernd Kohler.

2022 soll es wieder ein Krippenspiel geben; an welchem Ort und in welcher Form bleibt abzuwarten.

25 Kinder wirkten beim Krippenspiel in Kösingen mit, das auf dem Anwesen der Familie Gustav Kohler stattfand.

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