Kommandant bemängelt Ausrückeordnung

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Hauptversammlung bei der Feuerwehr Ohmenheim: der stellvertretende Gesamtkommandant Christoph Reure (v.l.), der stellvertretende Abteilungskommandant Matthias Freihart, Gesamtkommandant Helmut Ruppert, Walter Keckeisen, Christoph Freihart, Yannic Postler, Dennis Sturm, Philipp Minder, Laurenz Brenner, Thomas Reiter, Maximilian Wörle, Josef Weidenbacher, Franz Minder und Ohmenheims Abteilungskommandant Günther Faußner. Foto: privat

Neben Ehrungen und Beförderungen gibt es bei der Abteilung Ohmenheim auch kritische Töne.

Neresheim-Ohmenheim. Für die Zukunft ist die engagierte Ohmenheimer Feuerwehr gut gerüstet: 33 Aktive, bei Einsatzalarmierungen ist immer Personal in Reserve, wohl im Sommer 2023 soll sie den MTW 5819 (Mannschaftstransportwagen) übernehmen und im Sommer 2024 ein MLF erhalten. In der Hauptversammlung wurden sechs Kameraden befördert sowie Walter Keckeisen nach mehr als 41 Jahren und Franz Minder nach mehr als 46 Jahren aus dem aktiven Feuerwehrdienst verabschiedet.

Abteilungskommandant Günther Faußner erinnerte: „2022 waren es zehn Übungen und sieben Sonderübungen, darunter eine mit Wasserförderung auf langer Wegstrecke. Dennis Sturm und ich hatten eine Übungsbeteiligung von 100 Prozent, Yannic Postler und Anton Rupp von 91 Prozent.“ Elf Einsätze waren es 2022, darunter der Pkw-Brand nahe der Grundschule und der Flächenbrand in der Talstraße in Dossingen.

Faußner bemängelte, dass bei einem TH 4-Einsatz (technische Hilfe bei einem Verkehrsunfall) aus Kostengründen die Vor-Ort-Abteilungen ohne TH nicht alarmiert werden, was bei viele bei der Gesamtausschusssitzung in Schweindorf 2019 schon als kritisch eingestuft hätten. Diverse TH4-Einsätze zeigten die schlechte Schlagkraft der Abteilung Neresheim. Schlagkraft erreiche man nicht durch Fahrzeugkauf. Abhilfe schaffe auch nicht ein dritter Rettungssatz auf einem TLF 3000 oder eine kostspielige Beklebung des Fuhrparks, sondern nur eine zeitgemäße Anpassung der Alarm- und Ausrückeordnung durch den Gesamtkommandanten.

Erfolgreich bestanden die Grundausbildung Yannic Postler und Dennis Sturm, wobei Dennis Sturm Lehrgangsbester war. Die Ausbildung zum Truppführer hat Christoph Freihart absolviert, Funker sind nun Laurenz Brenner, Yannic Postler und Dennis Sturm und Atemschutzträger Christoph Freihart. Die Sektionaltore in der Fahrzeughalle wurden mit Torantrieben nachgerüstet. Ziele 2023: gleichbleibend hohe Übungsbeteiligung erreichen, eine eigene Gruppe für das Bronzene Leistungsabzeichen aufstellen und neue Kameraden gewinnen.

„Für weitere Ausbildungen sind mehrere Ohmenheimer Kameraden für 2023 gemeldet oder stehen auf der Warteliste. Erfreulich ist die Fahrzeugbeschaffung“, sagte Gesamtkommandant Helmut Ruppert. „Es sind fast 30 Jugendliche in der Jugendfeuerwehr; einer aus Ohmenheim“, informierte Marcel Eßwein von der Jugendfeuerwehr.

Beförderungen

Zu Feuerwehrmänner wurden Christoph Freihart, Laurenz Brenner und Maximilian Wörle befördert, Oberfeuerwehrmann ist jetzt Philipp Minder und zu Hauptfeuerwehrmännern wurden Thomas Reiter und Josef Weidenbacher ernannt.

Zwei Hauptfeuerwehrmänner wurden aus dem aktiven Feuerwehrdienst verabschiedet: Franz Minder nach mehr als 46 Jahren und Walter Keckeisen nach mehr als 41 Jahren. Mit dem Feuerwehr-Ehrenabzeichen in Gold für 40 Jahre aktiven Feuerwehrdienst wurden beide schon in der Vergangenheit geehrt. Minder trat mit 18 Jahren am 17. April 1975 und Keckeisen mit 23 Jahren am 28. Februar 1980 in die Ohmenheimer Wehr ein.

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